Social Media Guidelines helfen in rechtlichen Grauzonen

Gut ein Jahr ist es her, dass die Kirchenleitungen der NRW-Landeskirchen die Social Media Guidelines für Rheinland Westfalen Lippe (SMG RWL) beschlossen haben. Wir sind in Gesprächen mit anderen Landeskirchen, die Interesse haben, diese Guidelines zu übernehmen.

Die Zeit steht nicht still. Vor rund zwei Jahren haben wir begonnen, unsere Guidelines in einem offenen Dokument in der Online-Community. Während wir damals im kirchlichen Kontext noch stark für die Nutzung sozialer Netze werben mussten, ist dies in dieser Form nicht mehr nötig. Häufig geht es nun um die Frage, welche Netzwerke und Dienste genutzt werden. Facebook – so meine persönliche Wahrnehmung – verliert an Relevanz, um Reichweite zu erzielen, gleichzeitig werden im Nachgang des NSA-Skandals Datenschutzargumente immer wichtiger. Nutzungsgewohnheiten ändern sich, mobile Endgeräte haben noch eine weitere Verbreitung erfahren. Gerade sitze ich auf der Fahr nach Hannover im Zug, neben mir Handy, Tablet und Notebook, die ich nebeneinander nutze. Reiseziel heute ist das EKD-Kirchenamt für eine Sitzung der FG IT-Recht im Kirchenamt.
Mehr von diesem Beitrag lesen

„Social-Media-Guidelines“ geben Orientierung in den Netzwerken

Einleitung zu den „Social-Media-Guidelines“ für die evangelischen Kirchen in Rheinland, Westfalen und Lippe

„Social-Media-Guidelines“ für die evangelischen Kirchen in Rheinland, Westfalen und Lippe

„Soziale Netzwerke bieten viele spannende Möglichkeiten, die beste Botschaft der Welt weiterzusagen“, heißt es in der Einleitung zu den „Social-Media-Guidelines“ für die evangelischen Kirchen in Rheinland, Westfalen und Lippe, die jetzt unter www.smg-rwl.de veröffentlicht sind. Mehr von diesem Beitrag lesen

Hilfe, ich erreiche die Konfis nicht mehr per Email

Soziale Netzwerke gehören für viele Menschen zum Alltag; Jugendliche werden heutzutage mit Social Media groß. Aber es gibt auch Einsteigerinnen und Einsteiger, Menschen, die erst jetzt beginnen, selber soziale Netzwerke für sich zu entdecken und zu nutzen. Mediennutzung muss gelernt werden, solche Lernprozesse geschehen häufig unbewusst. Social Media Guidelines geben eine Hilfestellung, wie Facebook & Co verantwortungsvoll genutzt werden können. Mehr von diesem Beitrag lesen

SMG to go: Rückblick und Update

Es gibt mittlerweile vieles “to go”, den bekannten Kaffee, aber auch andere Lebensmittel, “to go” scheint ein Synonym für “zum Mitnehmen” geworden sein. Klar, der To-go-Kaffee geht nicht, er bewegt sich nichtmals, sondern wird getrunken. Bei Social Media Guidelines – kurz – SMG – ist es ähnlich, sie gehen nicht, allerdings gilt für ihre Erstellung: “Der Weg ist das Ziel”, was bekanntlich schon Konfizius sagte. Viel ist erreicht, wenn man sich in einer Einrichtung darauf einlässt, gemeinsam zu erarbeiten, was bei Social Media Kommunikation zu beachten ist. Mehr von diesem Beitrag lesen

Der Weg ist das Ziel: Social Media Guidelines

GoogleDoc

GoogleDoc

Social Media Guidelines können nicht im stillen Kämmerlein oder im Elfenbeinturm erarbeitet werden, sondern müssen auch in den sozialen Netzwerken selbst dikutiert werden. Ziel solcher Guidelines ist ja nicht der Text als solcher, sondern Bewusstsein zu schaffen wird für den Umgang in sozialen Netzen.

Selbstredend müssen Social Media Guidelines vom Leitungsorgan beschlossen werden, um auch verbindlich zu sein. Andererseits begründet ein Beschluss noch nicht die Akzeptanz oder eine entsprechende Praxis.

Soziale Netzwerke stehen für Partizipation; sie decken auf, was früher keine Öffentlichkeit erhalten hätte. Daher muss der Prozess, Social Media Guidelines zu erarbeiten, auch transparent und partizipativ sein. Mehr von diesem Beitrag lesen

Nicht Spanisch, sondern Schwedisch: Die Social Media Guidelines der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Finnland als Video

Der Amerikaner sagt, etwas sei Double Dutch, wenn es für ihn unverständlich ist. Dies klingt dann für deutsche Ohren nicht Doppelt-Holländisch, sondern eher Spanisch. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Finnland hat nun ein Video zu ihren Social Media Guidelines veröffentlicht. Finnisch ist – obwohl ich das Land liebe – mir vollkommen unverständlich, sozusagen Doppelt-Spanisch. Zum Glück gibt es noch Schwedisch als weitere Amtssprache in Finnland, dies macht es manchmal einfacher. Damit es aber für deutsche Ohren kein Spanisch bleibt, gibt es zum schwedischen Video der finnischen Social Media Guidelines noch eine deutsche Arbeitsübersetzung.

Und wer alles lieber auf Deutsch mag, der findet bei Christian Buggisch eine gute Übersicht über Social Media Guidelines in Deutschland. Es gibt einen beachtenswerten Beitrag katholischerseits, außerdem eine internationale Übersicht unter Socialmediagovernance.com.. Und um es Abzurunden: Es gibt natürlich auch die Social Media Policy der Kirche von Schweden, aber auf Englisch. Nicht Double Dutch, sondern Deutsch (allerdings nur in einer Arbeitsübersetzung) ist die Social Media-Handreichung der Protestantischen Kirche der Niederlande.

Mehr von diesem Beitrag lesen

Facebook im Konfi?

Letzte Woche wurde ich auf diese Idea-Meldung aufmerksam, dass eine hessische Pfarrerin Facebook zur Begleitung des Konfirmandenunterrichts verwendet:

“Die Pfarrerin Sabine Koch in Kurhessen-Waldeck macht positive Erfahrungen mit Facebook. Sie hatte festgestellt, dass alle acht Konfirmanden als Mitglieder registriert waren. Sie habe dort eine „geheime Gruppe“ gegründet, deren Beiträge nur von den eingetragenen Mitgliedern angesehen werden können. Nun lade sie per Facebook zum Unterricht ein und verweise auch auf Internetadressen zur Vorbereitung des jeweiligen Themas. [..] Sie habe erlebt, dass sich nach dem Unterricht Diskussionen über ernsthafte Themen ergeben hätten, etwa zu „Sterben und Tod“. Unter anderem wurde gefragt: „Sind wir nicht eigentlich noch zu jung, um über den Tod zu reden?“ Die Pfarrerin: „Ich glaube, im Unterricht hätten sich die Konfirmanden nicht getraut, darüber zu sprechen. Am PC hatten sie die nötige Distanz und konnten dennoch in die Tiefe gehen, weil sie wussten, dass da die Nachrichten nur von der Gruppe gelesen werden können.“

via Facebook im Konfirmandenunterricht.

Facebook als didaktisches Tool? Zwar bietet die evangelische Kirche eigene Online-Tools zur Unterrichtsunterstützung (z.B. auf rpi-virtuell) an, die religionspädagogisch gesehen einen höheren Nährwert haben, aber das Bestechende an Facebook ist: jeder und jede hat’s.  Oder doch nicht alle?

Facebook-Profil - nur nach Anmeldung sind alle Inhalte zugänglich.

Facebook-Profil - nur nach Anmeldung sind alle Inhalte zugänglich.

Zunächst: Anscheinend waren alle Konfis des Jahrgangs bei Facebook angemeldet, bevor die Pfarrerin begann, Facebook auch für den Unterricht zu nutzen.  Ein Glückwunsch an die Kollegin, dass sie weiß, wo und wie Konfis zu erreichen sind.

Ich stelle mir die Frage, hätte ich das als Pfarrer auch gemacht? Und als Vater einer Konfirmandin frage ich mich: fände ich das gut, wenn sehr persönliche Kommunikation meiner Tochter über Facebook läuft? Mehr von diesem Beitrag lesen

Im Talar auf Facebook?

Wie sollen Pfarrerinnen und Pfarrer sich online zeigen? Im Talar? Mit Kollar? Oder privat leger? Das hat einerseits etwas mit der Tradition und Konfession zu tun, ist aber auch eine Grundsatzfrage: Als wer bin ich im Internet und sozialen Netzwerken präsent?

Dazu läuft gerade eine Diskussion auf evangelisch.de – auch wenn einige Randaspekte etwas schräg diskutiert werden, die Grundfrage bleibt: wie zeigen sich Pfarrerinnen und Pfarrer und andere kirchliche Mitarbeitende am besten im Netz?

Mit Kay Wick – er ist Pfarrer in Hessen-Nassau – habe ich während seines Studiensemesters diskutiert, wie er sich als Pfarrer auf Facebook vorstellt. Er hat sich dann doch für ein Foto im Talar entschieden. Damit macht er deutlich, er nutzt sein Facebook-Konto nicht als Privatperson, sondern als Gemeindepfarrer. Mehr von diesem Beitrag lesen

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 1.557 Followern an