OER: Biblisch-theologische Gedanken

Bildung im Alten Orient beruhte vor allem auf mündlicher Überlieferung. Im alten Israel wurden Erzählungen immer wieder wiederholt und über 20 bis 40 Generationen mündlich weitergegeben, bevor sie zum ersten Mal niedergeschrieben wurden. Später entstand das Bedürfnis, an diesen durch den Traditionsprozess gereiften Texten keine Veränderungen mehr zuzulassen. Deswegen wurden die Erzählungen des Alten Testaments weiterhin erzählt, aber parallel auch niedergeschrieben und der Text durch besondere Siglen in Bedeutung und Aussprache geschützt.

Offen waren die mündlichen Erzählungen am Lagerfeuer, zumindest für die eigene Sippe. Frei zugänglich auch, wenn man zur Sippe oder deren Gästen zählte und evtl. einen Marsch oder Kamelritt auf sich nahm. Als Quelle wurden diese Geschichten empfunden und genossen. Auch als „Bildungs“-Quelle, weil Erinnern, Erzählen,  Bildung und Gottesdienst zusammen gehören: „Höre Israel,…“ (Dtn 6,4) Mehr von diesem Beitrag lesen

Open Source, Open Content, Open Educational Resources – was bewegt die Kirche?

“Für die evangelische Kirche ist – auf der Grundlage ihres Glaubens- und Kirchenverständnisses – Bildung von der Reformationszeit an ein zentrales Thema.“ – so die EKD-Denkschrift Maße des Menschlichen, Evangelische Perspektiven zur Bildung in der Wissens- und Lerngesellschaft.

Was heißt aber Bildungsverantwortung in einer Gesellschaft, die sich durch die fortschreitende Digitalisierung verändert. Die evangelische Kirche ist eine Kirche des Buches, was aber, wenn das Buch zum eBook wird? Jedem ist einsichtig, dass ein gedrucktes Buch Geld kostet, aber was ist ein angemessener Preis für ein eBook, wo die Distributionskosten gegen Null gehen. Mehr von diesem Beitrag lesen