„Die Wahrheit macht euch frei!“

Die Diskussion zu meinem Blogpost über das Kriegerdenkmal in Haidmühle und ein Kommentar zum Update meines Blogpost  erinnerten ich mich an eine Ansprache, die ich vor etwas über zwanzig Jahren am Volkstrauertag 1997 als junger Pastor selber hielt.

Es geht bei der Diskussion über Wehrmachtssoldaten eben nicht nur um Fakten, sondern auch um Gefühle und Familiengeschichten. In der Ansprache erwähne ich auch meinen Großvater. Mehr von diesem Beitrag lesen

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Update: Wehrmachtssoldaten sind keine Helden

"Kriegerdenkmal" in Haidmühle

„Kriegerdenkmal“ in Haidmühle

Wie angekündigt, habe ich bei der Ortsgemeinde Haidmühle, dem Krieger- und Soldatenverein Haidmühle, der Pfarrgemeinde Haidmühle und dem Bistum Passau nachgefragt, wie sie die Inschrift des „Kriegerdenkmals“ verstehen und vorgeschlagen, dass eine Kommentierung und zeitgeschichtliche Einordung der Inschrift „Den Helden zur Ehr / die dankbare Pfarrgemeinde Haidmühle / 1914 – 1918 / 1939 – 1945“ vorgenommen wird.

Der Krieger- und Soldatenverein

An diesem Wochenende ist die letzte Antwort eingegangen. Erich Riedl, erster Vorsitzender des Krieger- und Soldatenvereins Haidmühle e.V., schrieb  mir folgenden Brief mit der Bitte um „wortwörtliche Einstellung“ im Blog, worin er mich einerseits als „‚Schlaumeier'“ bezeichnet, mir andererseits mangelnde Geschichtskenntnis vorwirft. Mehr von diesem Beitrag lesen

Wehrmachtssoldaten sind keine Helden!

"Kiregerdenkmahl" in Haidmühle

„Kriegerdenkmal“ in Haidmühle

Familienurlaub in den Winterferien im Bayerischen Wald, wir besteigen den Dreisessel im Schnee, das Gasthaus auf dem Gipfel ist geschlossen, wir kehren im benachbarten Ort Haidmühle ein. Während die Familie in einem Café sitzt, gehe ich zur Touristeninformation im Rathaus, um mich nach Sehenswertem in der Umgebung zu erkundigen. Auf dem Weg dahin sehe ich ein Denkmal mit der Inschrift:

„Den Helden zur Ehr

die dankbare Pfarrgemeinde Haidmühle

1914 – 1918
1939 – 1945“

Darunter folgt eine Liste von Namen gefallener, vermisster, oder im Lazarett oder Kriegsgefangenenlager verstorbener Soldaten des Zweiten Weltkrieges aus dem Ort.

Wehrmachtsoldaten als Helden zu bezeichnen und ihnen dankbar zu sein, bedeutet (anders kann ich es nicht verstehen) den Angriffskrieg der deutschen Wehrmacht unter Hitler gutzuheißen und zu billigen. Im Rathaus erhalte ich freundlicherweise eine Karte und eine Wegbeschreibung zur Grenze. Als ich wegen des Denkmals und der Inschrift nachfrage, antwortet eine jüngere Frau. Bisher habe es noch keine Anfragen gegeben, sagt sie und holt einen älteren Kollegen. Er sagt mir, früher habe man die Dinge eben anders gesehen, man hätte ja auch Heldengedenktag gesagt. Außerdem sei es ein Denkmal, man könne die Inschrift nicht verändern. Ich entgegne, der Tag heiße heute Volkstrauertag, außerdem könne man eine Erklärtafel anbringen, die den historischen Kontext herstellt und Geschichte erläutert. Auf Nachfrage erhalte ich die Postanschrift des örtlichen Krieger- und Soldatenvereins, der für das Denkmal zuständig sei.

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