Snapchat für Pfarrer? Als 18-jährige Schülerpraktikantin auf einem Pfarrkonvent

image2-2Letzte Woche war ich auf einem Pfarrkonvent dabei. Ich bin 18 Jahre jung und quasi mit dem Internet aufgewachsen und mache im Arbeitsbereich Kommunikation des Landeskirchenamtes ein Schülerpraktikum. Ich durfte einen Vortrag über Snapchat vor einer Gruppe von Pfarrerinnen und Pfarrern halten, die mindestens so alt zu sein schienen wie meine Eltern. Mein erster Gedanke, als ich diese Aufgabe erhielt, wie erkläre ich jemandem, der noch nie etwas davon gehört hat, Wörter wie Bitmoji, Snapcode, Memories, Shazam und andere. Mehr von diesem Beitrag lesen

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„Der Herr sei mit Euch“ – oder: „mit Ihnen“?

Du oder Sie?

Du oder Sie?

Wenn ein Gottesdienst mit den Worten beginnt: “Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“, dann bedeutet das einen Übertritt, oder genauer gesagt eine Grenzüberschreitung. Dieser Ruf proklamiert für die Gemeinde den „Herrschaftswechsel“ – so Ernst Käsemann –  weg von Bindungen, die das Zusammenleben in arm und reich oder nah und fern aufspalten und zerreißen.
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Qualtitätsicherung bei offenen Bildungsressourcen

Ein Diskussionsbeitrag der Stiftung Digitale Chancen

Von Jutta Croll, Barbara Blum und Johanna Lambertz

Offene Bildungsressourcen sind nicht erst seit dem 21. Jahrhundert ein Gegenstand der Debatten. Aber durch die breite Verfügbarkeit digitaler Medien und die damit einhergehenden Möglichkeiten der Bearbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung von Inhalten haben diese Debatten eine neue und hohe Relevanz gewonnen. Gerade im Hinblick auf eine nach wie vor bestehende Spaltung der Gesellschaft in diejenigen, die Zugang zu Wissen und Informationen haben und sich diese zu Nutze machen, und diejenigen, die nicht oder nur in geringerem Maße auf Bildungs- und Informationsangebote zugreifen können oder wollen, erscheint es notwendig, einen freien und offenen Zugang zu Bildungsressourcen zu gewährleisten. Unter informationsethischen Gesichtspunkten besteht eine Verpflichtung, insbesondere Inhalte, die mittels öffentlicher Mittel entwickelt und erstellt wurden, frei zugänglich bereitzustellen. Zu welchen Bedingungen diese Bereitstellung erfolgt, kann durch die verschiedenen so genannten Creative Commons Lizenzen festgelegt werden. Bei der Entscheidung, welche Bedingungen für den jeweiligen Inhalteanbieter geeignet sind, spielen verschiedenen Gesichtspunkte eine Rolle. Im Folgenden werden diese aus der Perspektive einer gemeinnützigen Organisation, die ohne Absicht der Gewinnerzielung Inhalte entwickelt und erstellt, beleuchtet.

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„Wir, die Netz-Kinder“ – Kommentar aus der „Eltern“-Generation

Matthias Jung

Matthias Jung

Kirchen bestehen aus Stein und nicht aus Bytes, ohne die direkte Begegnung face-to-face geht es nun mal nicht. So wird oft innerhalb der Kirche argumentiert. »Wir brauchen keine Denkmäler«, schreibt dagegen  Piotr Czerski in einem Essay. Man darf die Kirchen aus Stein gegen die Bytes sozialer Netzwerke nicht ausspielen, meint Matthias Jung in diesem Gastbeitrag auf Theonet.de. Mehr von diesem Beitrag lesen

Fair-gehandelte Bananen und Freie Software: Ein Imperativ für Christen

Bananen

Bananen (Photo credit: justusbluemer)

Eine Banane ist eine Banane: Wir wissen als Christen mit ethisch geschärftem Blick, dass diese Aussage so nicht unbedingt wahr, sondern eigentlich problematisch ist. Denn es gibt solche Bananen, die für multinationale Konzerne produziert werden, deren Arbeiter unter ruinösen Arbeitsbedingungen und schlechten Löhnen leiden, deren Anbau begleitet ist von Landraub, Zwangsrodung, massivem Pestizideinsatz und Verödung durch Grundwasserabsenkung. Das sind die „schlechten“ Bananen.
Dann gibt es jene Bananen, von deren Anbau die Arbeiter in den Plantagen durch gerechte Löhne, faire Arbeitszeiten und nachhaltige Entwicklung profitieren, bei deren Anbau auch ökologische, gesundheitliche und soziologische Aspekte berücksichtigt werden. Das sind die „guten“, die „fairen“ Bananen. Als Christen wissen wir, welche Bananen wir eigentlich kaufen müssen, denn uns als Christen ist die Solidarität mit den Armen und die Liebe zur Schöpfung quasi ins Stammbuch geschrieben.

Die Banane ist nur ein Beispiel: von vielen Produkten, etwa Kaffee oder Kakao, Zucker und Lachs, aber auch von Rohstoffen wie Diamanten oder „seltenen Erden“ wollen wir wissen, ob sie „fair“ produziert, an- oder abgebaut werden. Auch hier schlägt unser Gewissen, denn uns leitet unser Blick auf die Welt als Christen.

Weniger geschärft ist hingegen unser Blick, wenn es darum geht, welche Software wir in den Kirchen und als Christen verwenden. Gelten hier für uns Christen plötzlich andere ethische Kriterien als bei Bananen oder Kaffee? Oder ist einfach unser Blick noch etwas getrübt? Mehr von diesem Beitrag lesen