In einer #VoiceFirst-Welt sprechen lernen

Evangelium ist die gute Botschaft, Evangelisten sind solche, die diese verkünden. Voice scheint das neue Evangelium zu sein, Sprachassistenten waren jedenfalls ein Schwerpunktthema auf der Online-Konferenz ONWARD18. Wenn Unternehmen Evangelisten haben, so macht dies deutlich, wie sie ihre Mission voranbringen wollen. „Voice“ – Sprache – ist die Mission von Dave Isbitski, Chief Evangelist für Alexa bei Amazon, und bekennender #VoiceFirst believer. Sprache wird alles revolutionieren, glaubt er. Mehr von diesem Beitrag lesen

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Umgang mit Terror: Gebet und Champagner

20181024_120426.jpgDiese Woche besuchte ich eine Online-Konferenz in New York. Sie tagte im selben Gebäude-Komplex, in dem auch das New Yorker Büro von CNN ist, das evakuiert wurde.

Mitten im Vortrag wird der Redner gebeten, die Bühne zu verlassen. Direkt danach eine Ansage, das Konferenzzentrum wird evakuiert. Nicht mehr. Sofort stehen an den Türen die Mitarbeitenden und weisen zu den Notausgängen, die hinter dem Bühnenbereich liegen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Volker Jung: „Digital Mensch bleiben“ – eine Rezension

Digital Mensch bleiben

Digital Mensch bleiben

Autonomes Fahren, Big Data, Cyborgs, Deep Learning – Volker Jung beherrscht das ABC der Digitalisierung und bleibt dabei nicht nur bei den ersten drei Buchstaben des Alphabets stehen.

Sein Buch „Digital Mensch bleiben“ gibt einen guten Überblick über die aktuellen ethischen und politischen Diskussionen zur Digitalisierung. Flüssig und gut lesbar – Fachbegriffe werden erklärt – erläutert der auf dem Buchrücken als EKD-Medienbischof titulierte hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung, welche Fragen die digitale Transformation für uns als Gesellschaft und als Einzelne bedeutet. Mehr von diesem Beitrag lesen

WhatsApp in der Gemeindearbeit? Oder: Wer keine Daten verarbeitet, kann auch keine Verstöße begehen

WhatsApp

WhatsApp

Am besten keine Kinder im Gemeindehaus, dann wird es auch nicht schmutzig. Diese unausgesprochene Botschaft strahlte einer der Küster in meiner Vikariatsgemeinde aus. Je weniger Aktivitäten im Gemeindehaus, desto sauberer bleibt es.

In Bezug auf den Datenschutz erlebe ich oft eine ähnliche Einstellung. Aus Angst vor möglichen Verstößen gegen das Datenschutzrecht verbietet man die Nutzung bestimmter Netzwerke. Wer keine Daten verarbeitet, kann auch keine Verstöße begehen. Statt zu erkunden, unter welchen Umständen WhatsApp gesetzeskonform zu nutzen wäre, am besten die dienstliche WhatsApp-Nutzung generell verbieten, denn dann kann niemand wegen WhatsApp gegen das EKD-Datenschutzgesetz verstoßen. Statt über das meistgenutzte Netzwerk zu kommunizieren, kaprizieren wir uns lieber auf Messengerdienste, die  auf jeden Fall datenschutzkonform  sind, aber in der Breite nicht genutzt werden.  Prima geeignet für binnenkirchliche Selbstgespräche, aber nicht brauchbar, um andere Menschen zu erreichen.

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Digitalisierung: wo wir stehen und worüber wir nachdenken

Übersicht zur Digitalisierung im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland und ethische Fragestellungen in Bezug auf Digitalisierung

Digitalisierung betrifft die Gesellschaft und damit natürlich auch natürlich auch die Kirche. Im Netz gibt es unter dem Hashtag #digitaleKirche eine breite Diskussion dazu. Für die EKD-Synode im November dieses Jahres wird es eine Vorlage für eine Digitalstrategie geben. Digitalisierung vollzieht sich ebenenübergreifend und als Querschnittsthema in der evangelischen Kirche, wichtig ist daher, die verschiedenen Prozesse und Projekte aufeinander zu beziehen und abzustimmen. Daher im Folgenden eine kurze Darstellung, wo und wie sich Digitalisierung in der Evangelischen Kirche im Rheinland vollzieht.

Weil Kirche aber nicht nur Akteurin in Bezug auf Digitalisierung ist, sondern es nach eigenem Selbstverständnis auch ihre Aufgabe ist, die gesellschaftliche Wirklichkeit durch ethische Reflexion zu begleiten, kommen nach der Darstellung, wie die evangelische Kirche im eigenen Bereich Digitalisierung gestaltet, ethische Erwägungen zur Digitalisierung. Mehr von diesem Beitrag lesen

AI, GDPR & Voice: Impressionen von der DMEXCO

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„Von der Hälfte der Aussteller hier verstehe ich gar nicht, was sie machen,“ hörte ich zufällig auf einer Rolltreppe auf der DMEXCO, der Konferenz und Fachmesse für digitales Marketing, die 40.000 Besucherinnen und Besucher am 12. und 13. September in Köln erwartete. AI, Beacons, GDPR, IoT, Knowledge Graph, Out-of-Home, Seamless Customer Journey, Structured Data, VR, Voice – da ist es manchmal schwer, den Fokus bei all den Buzzwords zu behalten.

AI (Artificial Intelligence), GDRP (DSGVO, Datenschutzgrundverordnung) und Voice (Sprachsteuerung) benennen die DMEXCO-Veranstlter selbst als aktuelle Trends, mit Blick auf das Vorjahr haben sich die Themen daher weiterentwickelt. Mehr von diesem Beitrag lesen

EuGH-Urteil: Eigentlich müssten wir die Facebook-Fanpage abschalten, aber …

fb-insightBereits im Juni hatte der Europäische Gerichsthof in einem Urteil festgestellt: „Der Betreiber einer Facebook-Fanpage ist gemeinsam mit Facebook für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten der Besucher seiner Seite verantwortlich,” so die Pressemitteilung des Gerichtes.

Bis dahin durfte – und konnte – man davon ausgehen, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten durch Facebook und nicht durch den Betreiber der Fanpage stattfindet. Dies war auch die intern vorgetragene Argumentation vor dem Start der Fanpage der rheinischen Kirche 2012. Mehr von diesem Beitrag lesen

Digitalisierung ist kein Allheilmittel, wir brauchen auch einen Kulturwandel

Am Montag in einer Sitzung zum Thema Digitalisierung eine angeregte und engagierte Diskussion, welche Projekte wir brauchen, um nahe bei den Menschen zu sein. Ja, wir brauchen auch in Deutschland einen Gemeindefinder wie z.B. A Church near you – aber was, wenn kirchenferne Menschen zur Gemeinde vor Ort kommen und auf eine Realität stoßen, die nicht wertschätzend ist. Wenn wir digitale Strukturen zur niederschwelligen Kontaktaufnahme wollen, müssen die dazu korrespondierenden Angebote vor Ort einladend sein. Sonst ist nichts gewonnen. Leider ist oft noch ein Kulturwandel notwendig, sonst hilft das beste Digitalisierungsprojekt nicht. Mehr von diesem Beitrag lesen

Digitalisierung ist kein Sebstläufer

Dl_i1hXWsAEMVjz.jpg:largeManchmal verzweifele ich, wie kirchliche Organisation und agiles Vorgehen zusammenpassen. Da ist es hilfreich zu sehen, dass es in anderen Bereichen ähnliche organisatorische und strukturelle Probleme gibt. Digitalisierung ist kein Selbstläufer. Ich habe mich sehr gefreut, am Samstag auf dem Landespsychologentag NRW das   Einstiegsreferat  halten zu dürfen. Aus einer Außenperspektive konnte ich aus meinem Erfahrunsghorizont Impulse geben und gleichzeitig in den Workshops und Präsentationen sehen, wie Digitalisierung sich im psychologischen und psychotherapeutischen Bereich entwickelt. Mehr von diesem Beitrag lesen

Social-Media-Müdigkeit oder einfach Erholung im Urlaub?

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Kinder fotografieren mit Instagram-Augen, Sightseeing geht nur mit der Kamera. Statt einen Passanten vor einer Sehenswürdigkeit um ein Foto zu bitten, wird der Selfie zum Familienfoto fürs Urlaubsalbum. Smartphones und Social Media lassen sich aus dem Alltag nicht wegdenken. Statt Dumont-Reiseführer mitzuschleppen, lieber mobil den Detail-Artikel auf Wikipedia aufrufen und die lateinische Inschrift schnell online nachschlagen. Statt immer die schwere Spiegelreflex dabei zu haben, lieber ein Foto mit der erstaunlich guten Kamera des Smartphones, das man sowieso in der Hosentasche dabei hat. Statt Falkstadtplan lieber die Karten-App mit Fußgänger-Navi in der unbekannten Stadt. Mehr von diesem Beitrag lesen