Digitale Gottesdienste – wen erreichen sie?

Gottesdienst aus einem Kinderzimmer
Gottesdienst aus einem Kinderzimmer
Gottesdienst aus einem Kinderzimmer

Letzte Woche nahm ich an der Zoom-Konferenz der Gottesdienstbeauftragten meiner Landeskirche teil. Spannend, was die Kolleginnen und Kollegen in den Kirchenkreisen machen. Was mir allerdings nachgeht: wie unterschiedlich die Einschätzungen der Kolleginnen und Kollegen sind, was Online-Gottesdienste angeht. Für einige war entscheidend, dass der digitale Gottesdienst live ist und Interaktionsmöglichkeiten bietet, andere halten dagegen Video-Clips als Andachten auf Social Media für die passende Form.

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Vom WhatsApp-Gottesdienst zum hybriden Streaming-Gottesdienst

Hybrider Gottesdienst

Die spanischsprachige evangelische Gemeinde in Duisburg hat seit Inkrafttreten der Kontaktsperre ihre Gottesdienste als WhatsApp-Gruppenchat durchgeführt. Nun sind wieder Präsenzgottesdienste möglich. Da die digitalen Gottesdienste gut angenommen wurden, sollen WhatsApp-Gottesdienst und Präsenzgottesdienst miteinander verbunden werden. Der Gottesdienst wird hybrid.

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Hybrid wird nun (hoffentlich) normal – Gottesdienste während der Corona-Pandemie

Twitterwall

Während der Zeit, in der Präsenzgottesdienste ausfallen mussten, wurden digitale Gottesdienste zum Normalfall für viele Gemeinden. Natürlich gab es auch andere kreative Formen, den Gottesdienst zu den Menschen nach Hause zu bringen. Meine Eltern beispielsweise freuen sich über die ausgedruckte Predigt, die ihnen die Konfirmandinnen und Konfirmanden in den Briefkasten werfen.

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Eine persönliche Zwischenbilanz: Digital ist nun normal

The Distanced Church
Eine persönliche Zwischenbilanz: Digital ist nun normal

Wir sind in Deutschland von der Kontaktsperre betroffen, als ich diesen Aufsatz “Digital is the New Normal – Churches in Germany During the Corona Pandemic” für das Buch “The Distanced Church: Reflections on Doing Church Online” geschrieben habe. Der Kürze halber waren einige Verallgemeinerungen erforderlich, einige detaillierte Daten sind noch nicht verfügbar. Die Schlussfolgerungen sind daher vorläufig und persönlich. Die Corona-Pandemie hat die Kirche jedoch verändert und die Kirche wird nicht dieselbe sein, wenn die Pandemie vorbei ist – so meine Einschätzung.

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Online-Abendmahl ist keine Schnelllösung, sondern jetzt an der Zeit

Webinar zu Online-Ritualen
Online-Abendmahl ist keine Schnelllösung, sondern jetzt an der Zeit
Screenshot von einem Webinar zu Online-Ritualen

Nachdem es anfangs eine nicht öffentlich zugängliche Empfehlung aus dem EKD-Kirchenamt gab, die von online gefeierten Abendmahlsgottesdiensten abriet, gibt es nun eine differenziertere Stellungnahme, in der weiterer Klärungsbedarf angemahnt wird.

Die grundsätzlichen theologischen Fragen brauchen unseres Erachtens Zeit, um gemeinsam bedacht und entschieden zu werden – trotz der anstehenden Feiertage. Insofern wird hier eine gewisse Zurückhaltung gegenüber schnellen Lösungen empfohlen. Wo angesichts der geistlichen Not, sich nach dem Abendmahl zu sehnen und es doch in der gewohnten Form in unseren Kirchen nicht feiern zu können, neue Wege versucht werden, sollte dies sehr sorgfältig und unter Wahrung unserer Traditionen sowie in guter ökumenischer Verbundenheit getan werden.

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Gottesdienst ist Gemeinschaft – aber nicht immer an einem Ort

Gottesdienst ist Gemeinschaft - aber nicht immer an einem Ort

Vor zwei Wochen hätte niemand gedacht, dass es in Deutschland keine Gottesdienste mehr in Kirchen gibt, dafür feiern Menschen aber Gottesdienst im Netz, in Häusern, am Telefon und an anderen Orten. Online-Gottesdienste stehen auf einmal hoch im Kurs. Die Umstellung von Präsenzgottesdiensten in Kirchen zu anderen Formen von Gottesdiensten zeigt, was einen Gottesdienst ausmacht.

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Gebet während einer Pandemie (aus dem Amerikanischen ins Deutsche übertragen)

Gebet während einer Pandemie
Gebet während einer Pandemie
Gebet während einer Pandemie

Gebet während einer Pandemie

Mögen die, deren Alltag nun Einschränkungen unterliegt,
sich an die erinnern, deren Leben bedroht ist.

Mögen die, die zu keiner Risikogruppe gehören,
sich an die erinnern, die am stärksten verwundbar sind.

Mögen die, die den Vorteil von Heimarbeit haben,
sich an die erinnern, die sich Kranksein nicht leisten können und zur Arbeit müssen, um ihre Miete zu bezahlen.

Mögen die, die eine flexible Kinderbetreuung haben, wenn Schulen und Kitas geschlossen sind,
sich an die erinnern, die diese Möglichkeit nicht haben.

Mögen die, die Reisen absagen müssen,
sich an die erinnern, die keinen sicheren Zufluchtsort haben,

Mögen die, die etwas zurückgelegtes Geld in den Turbulenzen des Börsenmarktes verlieren,
sich an die erinneren, die gar keine Rücklagen haben.

Mögen die, die zu Hause in Quarantäne bleiben müssen,
sich an die erinnern, die kein Zuhause haben.

Während Furcht sich unseres Landes bemächtigt,
lass uns auf Liebe setzen.
Wenn wir uns körperlich nicht in den Arm nehmen können,
lass uns andere Wege finden, wie wir an unsere Nächsten weitergeben, dass Gott uns umarmt.
Amen.


Dieses Gebet von Cameron Wiggins Bellm wurde in der Facebook-Gruppe Holy Pandemic! Encouragement & Memes von Heidi Campbell‎ veröffentlicht und von mir ins Deutsche übersetzt / übertragen. Gerne verbreiten.

Gottesdienst per WhatsApp: Ja, es geht in Zeiten des Coronavirus (Update)

WhatsApp-Gottesdienst in spanischsprachiger Gemeinde in Duisburg
WhatsApp-Gottesdienst in spanischsprachiger Gemeinde in Duisburg
WhatsApp-Gottesdienst in spanischsprachiger Gemeinde in Duisburg

(Hinweis: Am Ende des Artikels ein Update, wie der Gottesdienst verlief)

Die Verbreitung des Coronavirus führt zu Absagen von Gottesdiensten. Wenn Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen vor Ort nicht mehr stattfinden, liegt es nahe, das Gemeindeleben anders zu organisieren. Gerade in der Krise muss Kirche nah bei Menschen sein. Dabei muss man auf Mittel zurückgreifen, die in der Gemeinde in Gebrauch sind. Dazu zählt auch WhatsApp. Kann man über WhatsApp Gottesdienst feiern? Ja, natürlich geht es. Datenschutzrechtlich ist es selbstverständlich bedenklich. Aber was ist die Alternative? Lieber kein Gottesdienst? Es ist eine Ermessensentscheidung zwischen Datenschutz und Infektionsschutz.

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Seelsorge als Videokonferenz? Wir müssen es endlich ausprobieren (nicht nur wegen Corona)

Webcam (Asim18 / CC BY-SA)
Webcam (Asim18 / CC BY-SA)
Webcam (Asim18 / CC BY-SA)

Seelsorgegespräche über Internet sind eigentlich nichts Neues. Bereits 1999 führte Matthias Jung, Pfarrer am Niederrhein, die Taufvorbereitung per E-Mail durch. Die erwachsene Taufinteressierte aus Ostdeutschland war über das Internet auf ihn aufmerksam geworden und hatte Kontakt geknüpft. Die Taufgespräche führte Matthias Jung über E-Mail, die Taufe fand dann in der Gemeinde des Pfarrers statt. Damals war es noch etwas Ungewöhnliches, die Presse berichtete über diese “Cybertaufe“.

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Church meets Start-ups – Ein Pastoralkolleg im Digital Hub

Digital Church in Aachen

Digital Church in Aachen
Digital Church in Aachen

Erfahrungen und Impulse vom Pastoralkolleg #DigitaleKirche, an dem 15 Pfarrerinnen und Pfarrer in der Digital Church in Aachen vergangene Woche teilnahmen. Das Kolleg beginnt mit einer Führung durch die Kirche, die zu einem Digital Hub umgebaut wurde. Start-ups, die den Hub als Co-Working-Space nutzen, Mittelständler, genauso wie Ausgründungen aus der RWTH Aachen und ein Krankenhaus und andere Einrichtungen treffen hier aufeinander. Sogar ein evangelischer Kirchenkreis ist dabei wie auch das katholische Bistum Aachen. Der Sakralraum ist zum Innovationsraum geworden.

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