EKD-Synode: Welche Schritte werden folgen?

EKD-Synode 2014 in Dresden
EKD-Synode 2014 in Dresden
EKD-Synode 2014 in Dresden


Mit einer Woche Abstand lese ich nun den Kundgebungstext der EKD-Synode wieder. Beim ersten Lesen direkt nach Veröffentlichung war mir der Indikativ im Gedächtnis geblieben. Auf der Synode hörte ich von jemand in der Diskussion: Wir müssen müssen müssen müssen müssen. Das Thema Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft zeigte deutlich, wieviel Kirche noch aufholen muss. Da kommt man leicht in einen Aktionismus, was alles zu tun wäre. Also Kirche muss muss muss. Die Kundgebung geht rein sprachlich einen anderen Weg, sie setzt auf den Indikativ. Das ist stilistisch schöner, die Frage ist, was der Indikativ bewirkt, z.B (Punkt 5):

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Habt Ihr zur EKD-Synode eine gedruckte Bibel mitgenommen?

2014-11-10_13-48-48Morgen befasst sich die EKD-Synode in Dresden mit dem Schwerpunktthema “Kommunikations des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft”. Wegen des Bahnstreiks habe ich vom Zug auf den Flieger umgebucht und warte nun, dass das Boarding des verspäteten Fluges endlich beginnt. Das gibt mir Gelegenheit sicherzustellen, dass ich nichts vergessen habe. Meine in Leder gebundene Senfkornbibel ist zu Hause geblieben. Normalerweise nehme ich sie auf Reisen mit, aber diesmal hat sie den Platz in der Reisetasche nicht gefunden. Dafür habe ich ein Dienst-Notebook, ein privates Tablet und drei Smartphones mit. Ohne Bibel reise ich trotzdem nicht. Auf dem Tablet und auf zwei der drei Smartphones sind Bibelapps. Auf Griechisch, Hebräisch, Latein sowie auf Deutsch, Englisch und Spanisch habe ich den biblischen Text  digital bei mir auf den mobilen Endgeräten. „Habt Ihr zur EKD-Synode eine gedruckte Bibel mitgenommen?“ weiterlesen

Kann "Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft" gelingen? Ich bin gespannt!

Digitaliserung in der Kirche

SynodenlesebuchDiese Frage hat sich die EKD-Synode für ihre Tagung vom 9. bis 12. November 2014 in Dresden gewählt hat. Das Lesebuch zur Synode, das dieses Wochenende veröffentlicht wurde, bietet eine gute Einführung und eine verlässliche Übersicht, wie sich die Digitalisierung auf die Kirche auswirkt.
Ansprechend gestaltet lädt das Lesebuch zum Mitdenken ein, zum Mitdiskutieren gibt es ein Forum auf evangelisch.de,  auf dem der Kundgebungsentwurf veröffentlicht ist und wo Mitglieder der Netzcommunity Rückmeldungen geben können, die in die Synodenberatungen Eingang finden sollen.
Diese Rückmeldemöglichkeit möchte ich mit diesem Blogpost nutzen. Synodenbeschlüssen gehen in der Regel keine Kampfabstimmungen voraus, sondern man sucht nach Konsensmöglichkeiten. Dies gilt auch für die Kundgebung der EKD-Synoden. Wenn die Beratungen zu diesem Thema jedoch mehr als ein Kundtun sein sollen, was sowieso schon mehrheitsfähig ist, müssen zumindest im Beratungsprozess auch kontroverse Positionen benannt werden – gegebenen Falls als Fragen, die es noch zu klären gilt. Die Proklamierung bereits bekannter und unstrittiger Positionen entfaltet keine Wirkung, weder nach innen in die Kirche, noch nach außen in die Gesellschaft.
Mein Eindruck ist, dass der Text des Kundgebungsentwurfes strittige Punkte ausgeklammert, statt sie offensiv zur Diskussion zu stellen. „Kann "Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft" gelingen? Ich bin gespannt!“ weiterlesen

Etwas mehr Aufmerksamkeit

Seit letztem Sonntag geht es mir nach. Anmeldegottesdienst für die Katechumenen, wir waren per Brief dazu eingeladen worden. Im Brief auch der Hinweis, diese Einladung weiterzugeben, wenn man andere Kinder im Katechumenenalter kenne, die diese Einladung vielleicht nicht erhalten hätten.
 
Das habe ich getan, aber die Eltern des Nachbarskindes hatten schon Probleme beim Ausfüllen des Formulars. Die Kategorie, katholisch getauft, aber kein Mitglied der katholischen Kirche mehr, stattdessen aber Teilnahme am evangelischen Religionsunterricht, war nicht vorgesehen. Ich las den Brief erneut. Eingeladen wurden evangelisch getaufte Kinder oder ungetaufte Kinder evangelischer Eltern und der Hinweis, die Einladung weiterzugeben bezog sich darauf, dass das Gemeinderegister eventuell nicht alle dieser Kinder enthalte.
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