9/11 vor 20 Jahren im Web: Trauer und Fürbitten

Vor 20 Jahren sind bei den 9/11-Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York und anderen Orten fast 3000 Menschen ums Leben gekommen. Ich erinnere mich noch gut, wie ich damals gebannt auf CNN verfolgte, wie das World Trade Center brannte und auch die anderen Flugzeuge zum Absturz gebracht wurden. Damals gab es noch keine Social Media-Plattformen, auf denen Menschen ihre Betroffenheit hätten ausdrücken können. Mittels CGI-Skript richtete ich noch am Abend des 11. Septembers ein Gästebuch auf webandacht.de und ekir.de ein. Rund 1700 Beiträge mit Fürbitten und Worten des Gedenkens sind auf diesem Online-Kondozentbuch innerhalb weniger Tage bis zum 1. Oktober 2001 eingegangen.

Kodolenzbuch 9/11
Kodolenzbuch 9/11

Im Webarchiv sind diese Beitträge noch nachzulesen:

Die ersten Beiträge im Kondolenzbuch

Beiträge aus dem Kondolenzbuch

Heute, 20 Jahre später, sind einige der Beiträge noch immer aktuell. Die Situation in Afghanistan und der Prozess in Frankreich gegen die Attentäter der Terroranschlägen 2015 in Paris machen deutlich: Wie vor 20 Jahren hoffen wir noch immer auf ein friedliches Zusammenleben. So schrieb eine Nutzerin im Kondolenzbuch damals:

„Ich bin bestürzt und schockiert. Ich hoffe, dass alle Menschen die Kraft finden werden nicht nur nach Vergeltung zu rufen, sondern auch Vergebung versuchen können. Ich hoffe, dass wir alle einsehen, dass Terrorismus nur dann entstehen kann, wenn Hilflosigkeit und Ohnmacht übermächtig sind, dass kann und darf Terrorakte nicht entschuldigen, aber es zwingt uns auch nach unserer eigenen Verantwortung zu suchen. Ich hoffe, wir werden alle lernen bessere Menschen zu sein und keinen Raum mehr lassen für soviel Verzweiflung. Mit Gottes Hilfe wird es uns gelingen. Amen.“

Und eine andere Nutzerin schrieb:

„Du Gott des Lebens, stehe den Angehörigen der Opfer bei, tröste sie, stärke sie. Hilf uns , dass wir nicht pauschale Verurteilungen aussprechen. Hilf, dass Menschen muslimischen Glaubens in aller Welt nun nicht Opfer ungerechtfertigter Angriffe und Beschuldigungen werden. Amen.“

KategorienAllgemein

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