Gemeinde: persönlich, nah & digital

Gemeinde: persönlich, nah & digital
Gemeinde: persönlich, nah & digital

Angefragt war ich zu einem Vortrag auf dem Pfarrkonvent zum Thema Online-Abendmahl, aber es geht eigentlich um mehr, Digitalisierung und Corona, wie tragfähig ist digitale Gemeinschaft und wie verhält sie sich zur Ortsgemeinde, daher habe ich das Thema für mich so formuliert: „Gemeinde: persönlich, nah & digital“.

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Wie sagt man es richtig? Pasym oder Passenheim?

Evangelische Kirche in Pasym / Passenheim
Evangelische Kirche in Pasym / Passenheim
Evangelische Kirche in Pasym / Passenheim

Letztes Jahr war ich in Pasym/Passenheim und habe bei der Übertragung eines Gottesdienstes mitgewirkt. Die Gegend hat mir sehr gefallen. Da wir aufgrund der Corona-Pandemie unsere ursprünglich geplante Urlaubsreise absagen mussten, war ich froh über die Gelgenheit, an einem masurischen See unseren Sommerurlaub zu verbringen.

Aber wie sag ich es der Familie, wohin wir fahren? Masuren? Ehemaliges Ostpreußen? Województwo warmińsko-mazurskie? Woiwodschaft Ermland-Masuren? Nach Pasym oder Passenheim? An den Großen Kalbensee oder Kalwa?

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Es gibt kein “Back to normal” – Erfahrungsbericht zu digitalen Gottesdiensten

Digitaler Gottesdienst

Bisher gab es bei uns „das Übliche“: Homepage und Facebook-Seite mit mäßiger Aktualität, sowie unterschiedliche Präsenzgottesdienstformate, die alle ganz gut besucht sind. Sonntags sind in der Regel drei Gottesdienste in drei verschiedenen Kirchen.Gottesdienst im Netz, egal ob Streaming oder Videos, waren für uns kein Thema und bisher auch nicht von Gemeindegliedern, egal welcher Altersgruppe, als Wunsch an uns heran getragen worden. Dann kam Corona: Ein engagiertes Gemeindeglied mit eigener Kommunikationsfirma hat sofort gesagt: „Ich helfe Euch zu streamen.“

Es gibt kein "Back to normal"  –  Erfahrungsbericht zu digitalen Gottesdiensten

Innerhalb weniger Tage wurde die eine Kirche technisch mit Hilfe dieser Firma mit mehreren Kameras, Regiepult, Tonmischpult, und vor allem mit einem begleitenden Techniker dafür aufgerüstet. Also Live-Streaming über die Homepage mit Chatfunktion. Dabei ging der Chat jeweils 15 Minuten vor dem Gottesdienst an den Start. Nach dem Gottesdienst: haben wir über den Chat eingehende Fragen im Live-Stream für alle beantwortet, nicht nur im Chat. Bereits beim ersten Mal hatten wir über 500 Zugriffe auf den Stream, insgesamt also rund 1250 Mitfeiernde.

Am Sonntag danach sollten eigentlich in allen drei Kirchen die Konfirmandenvorstellungsgottesdienste sein. Wir haben die Konfirmanden gebeten, uns zum Bibeltext des Sonntags Videos zu drehen, Fotos zu schicken, Collagen zu machen, Fürbitten zu mailen. Die Beteiligung war riesig. Dank des Technikers haben wir auch die völlig unterschiedlichen Dateiformate in den Griff bekommen.

Am Ende waren es rund 600 Zugriffe auf den Live-Stream, als rund 1500 Zuschauende.

Wir haben nach den ersten Gottesdiensten den Live-Stream auch über unsere Facebookseite laufen lassen und waren überrascht, dass über die rund 600 Zugriffe auf den Stream über die Homepage hinaus dort rund 1800 Menschen den Stream anklickten – wie lange sie dann zugesehen haben, wissen wir nicht.

Uns erreichten dann Kommentare aus unserer Partnergemeinde in Namibia und von vielen, die mal zu unserer Gemeinde gehörten, und jetzt woanders leben. Sie meldeten zurück, dass es so schön sei, mal in der alten Gemeinde sein zu können. Was ja sonst nie gegangen wäre.

All das deckt sich vermutlich mit den Erfahrungen etlicher Gemeinde, die diesen Weg gegangen sind. Ich möchte deshalb gar nicht tiefer auf das Gelaufene eingehen. Sondern von unserem Erkenntniszuwachs und aufgekommenen Fragen berichten.

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Vom WhatsApp-Gottesdienst zum hybriden Streaming-Gottesdienst

Hybrider Gottesdienst

Die spanischsprachige evangelische Gemeinde in Duisburg hat seit Inkrafttreten der Kontaktsperre ihre Gottesdienste als WhatsApp-Gruppenchat durchgeführt. Nun sind wieder Präsenzgottesdienste möglich. Da die digitalen Gottesdienste gut angenommen wurden, sollen WhatsApp-Gottesdienst und Präsenzgottesdienst miteinander verbunden werden. Der Gottesdienst wird hybrid.

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Church meets Start-ups – Ein Pastoralkolleg im Digital Hub

Digital Church in Aachen

Digital Church in Aachen
Digital Church in Aachen

Erfahrungen und Impulse vom Pastoralkolleg #DigitaleKirche, an dem 15 Pfarrerinnen und Pfarrer in der Digital Church in Aachen vergangene Woche teilnahmen. Das Kolleg beginnt mit einer Führung durch die Kirche, die zu einem Digital Hub umgebaut wurde. Start-ups, die den Hub als Co-Working-Space nutzen, Mittelständler, genauso wie Ausgründungen aus der RWTH Aachen und ein Krankenhaus und andere Einrichtungen treffen hier aufeinander. Sogar ein evangelischer Kirchenkreis ist dabei wie auch das katholische Bistum Aachen. Der Sakralraum ist zum Innovationsraum geworden.

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#DigitaleKirche erleben: Pastoralkolleg als Übungsfeld

Digital Church in Aachen
Digital Church in Aachen
Digital Church in Aachen

“Das nächste Mal machen wir es nur digital, dann kann uns kein Orkan behindern,” so eine scherzhafte Anmerkung zum Sturmtief Sabine, das die Anreise zum Pastoralkolleg “Pastorale Identität in der #digitalenKirche” in die Digital Church nach Aachen erschwert. Ganz praktisch werden wir im Kolleg ausprobieren, wie digitale Kirche funktionieren kann, welche Herausforderungen vor uns liegen und wie wir sie meistern. Das ist natürlich ein Experiment, ich bin gespannt, wie sich die Teilnehmenden darauf einlassen werden. Wie wird sich das Kolleg in Social Media abbilden? Was werden wir teilen? Was bleibt nur im Kolleg? In der Planung haben wir jedenfalls ausreichend Zeit eingeplant, um in den sozialen Netzen präsent zu sein.

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Fortsetzung: Klausurtag “Digitalisierung” in einer Kirchengemeinde – die Entscheidung

Eisenhower-Matrix

Im Herbst war ich in einer Gemeinde zu einem Workshop-Tag zum Thema “Digitalisierung”. Gemeinsam wurden von Mitgliedern des Presybteriums, Mitarbeitenden und fachkundigen Gemeindegliedern mögliche Digitalisierungsprojekte skizziert. Der Trichter war bewusst weit gefasst, es gab keine Denkverbote. Nun erfolgte in einer Klausurtagung des Presbyteriums die Auswahl, welche Projekte umgesetzt werden sollen.

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Erfolg bei der Suche nach Gottesdiensten: Weihnachten war bereits im Herbst

Übersicht Google-Suchen: Direct / Discovery / Branded Search Dez. 2018 - Dez. 2019

Zu Weihnachten gehen die Suchanfragen nach Gottesdiensten und Kirchen deutlich nach oben und flachen dann wieder ab. Im Rahmen des Pilotprojektes „Google, Alexa, Siri, wo ist Gottesdienst in meiner Nähe?“ der Evangelischen Kirche im Rheinland wurden die Daten von Kirchen in verschiedenen Verzeichnisdiensten so stark verbessert wurden, dass in diesem Jahr schon im Herbst die Werte erreicht werden, die es im Vorjahr erst zu Weihnachten gab.

Erfolg bei der Suche nach Gottesdiensten: Weihnachten war bereits im Herbst
Aufrufe von Wegbeschreibungen, Anrufe und Klicks auf die Websites.
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Skype-Gottesdienst: Wie macht man es und lohnt sich der Aufwand?

Skype-Gottesdienst
Skype-Gottesdienst in Rheydt und Pasym am 1.9.2019

Am 1. September – genau 80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges – habe ich von Polen aus an der Übertragung eines Skype-Gottesdienstes mitgewirkt, der in Rheydt und Pasym gemeinsam gefeiert wurde. Die Predigt hielt in Rheydt Präses Manfred Rekowski, der zwei Wochen vorher in Dźwierzuty / Mensguth, einer Fialialgemeinde von Pasym, dem früheren Passenheim in Masuren/Polen, einen Abendmahlskelch zurückgegeben hat, der in den Kriegswirren verloren gegangen und in diesem Jahr in einem Auktionshaus wieder aufgetaucht war.

Die Rückgabe des Kelches und der gemeinsame Gottesdienst der beiden Gemeinden, die in einer Partnerschaft miteinander verbunden sind, waren ein Zeichen gelebter Versöhnung zwischen Deutschen und Polen.

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Klausurtag “Digitalisierung” in einer Kirchengemeinde

Workshopergebnisse auf Pinnwand

Ich erhielt eine Einladung, auf einer Presbyteriumsklausurtagung zum Thema “Digitalisierung” zu referieren. Besonders sollte ich auf Chancen und Risiken der Digitalisierung eingehen, anschließend sollte dann eine Diskussion dazu erfolgen.

Die Einladung nahm ich an, machte aber einen anderen Vorschlag: den Klausurtag als Workshoptag durchführen. Außerdem zusätzlich Mitarbeitende und interessierte bzw. fachkundige Gemeindeglieder einladen. Nach einem einführenden Vortrag, dann ein Workshop, in dem konkrete Digitalisierungsprojekte skizziert werden, so dass anschließend das Presbyterium entscheiden kann, welche Projekte man umsetzen möchte.

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