SOS SEO Kirche

SEO – Suchmaschinenoptimierung bzw. Search Engine Optimization – zielt darauf ab, unter die ersten Treffer bei der Ergebnisliste einer Suchmaschinenabfrage zu kommen. Wer nicht unter den ersten ist, wird nicht wahrgenommen. Denn die meisten Menschen blättern nicht auf die zweite Trefferseite durch. Perspektivisch wird SEO noch wichtiger, denn bei Sprachsuche gibt es keine Trefferliste, sondern der erste Treffer, der vorgelesen wird, ist entscheidend. Wenn man sieht, welche Ressourcen Unternehmen auf SEO verwenden (es gibt z.B. in einigen eigens einen / eine CEO SEO) und wie erfolgreich sie auch bei kirchenspezifischen Begriffen sind, muss man innerhalb der Kirche SOS funken.

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Die Suche wird viel einfacher (für den User) – und zugleich viel aufwendiger (für Anbieter)

Future of Search
Future of Search
“Future of Search” – so das Thema auf der Konferenz Onward 19

Chatbots und Sprachassistenten verändern unsere Nutzererfahrung. Niemand möchte mehr eine Liste blau unterlegter Links auf eine Suchanfrage haben, sondern erwartet aufbereitete Information.

“Wo gibt es den besten Kaffee in meiner Nähe?” Damit diese Fragen beantwortet werden können, müssen die zugrundeliegenden Daten mit entsprechenden Relationen versehen sein – also als strukturierte Daten vorliegen.

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Skype-Gottesdienst: Wie macht man es und lohnt sich der Aufwand?

Skype-Gottesdienst
Skype-Gottesdienst in Rheydt und Pasym am 1.9.2019

Am 1. September – genau 80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges – habe ich von Polen aus an der Übertragung eines Skype-Gottesdienstes mitgewirkt, der in Rheydt und Pasym gemeinsam gefeiert wurde. Die Predigt hielt in Rheydt Präses Manfred Rekowski, der zwei Wochen vorher in Dźwierzuty / Mensguth, einer Fialialgemeinde von Pasym, dem früheren Passenheim in Masuren/Polen, einen Abendmahlskelch zurückgegeben hat, der in den Kriegswirren verloren gegangen und in diesem Jahr in einem Auktionshaus wieder aufgetaucht war.

Die Rückgabe des Kelches und der gemeinsame Gottesdienst der beiden Gemeinden, die in einer Partnerschaft miteinander verbunden sind, waren ein Zeichen gelebter Versöhnung zwischen Deutschen und Polen.

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Interkulturelle Öffnung auch für Unicode-Sonderzeichen

Charset

In der Evangelischen Kirche im Rheinland ist die interkulturelle Öffnung wichtig, bereits 2015 wurde zu diesem Thema ein Werkbuch veröffentlicht. Aber im Digitalen gibt es noch Defizite mit der interkulturellen Öffnung, wie wir es heute auf der Website der rheinischen Kirche feststellen mussten.

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Projektupdate: “Google, Alexa, Siri, wo ist Gottesdienst in meiner Nähe?”

Annakirche in Aachen auf Google nach Datenkonsolidierung

Für viele Menschen ist der Erstkontakt zur Gemeinde digital, daher sind Suchdienste der Türöffner, um Gemeindeangebote vor Ort oder im Web bekannt zu machen.

Suchmaschinen oder Sprachassistenten wie Siri, Alexa und Google Assistent, die immer weiter in den Alltag vordringen, liefern oft noch keine zufriedenstellende Antwort auf Fragen wie: „Wann ist Gottesdienst in meiner Nähe?“ Deshalb hat die Evangelische Kirche im Rheinland am 1. März ein Pilotprojekt in enger Abstimmung mit der EKD-Stabstelle Digitalisierung gestartet. Die Umsetzung geschieht mit dem Spezialdienstleister Yext, der im digitalen Wissensmanagement weltweit führend tätig ist.

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Die Kekse sind tot: Steckt digitales Marketing in einer Identitätskrise?

Cookie
Cookie

Viele mögen gerne Kekse essen, aber Cookies sind nicht nur süße Backwaren, sondern auch Dateien, die im Browser abgelegt werden und so die Identifikation von Nutzerinnen und Nutzern ermöglicht. Diese Cookies sind für viele User lästig, sie ermöglichen es, dass einem Werbeanzeigen zum selben Thema auf den verschiedensten Seiten angezeigt werden, wenn man sich einmal für ein Thema interessiert hat. Seit rund 25 Jahren gibt es Cookies, aber nun kommt langsam ihr Ende und die digitale Werbewirtschaft fragt, was an ihre Stelle tritt.

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Digitalisierung ist in jedem Land anders

Scherenschleifer in einem Vorort von Mexiko-Stadt
Scherenschleifer in einem Vorort von Mexiko-Stadt
Scherenschleifer in einem Vorort von Mexiko-Stadt

Im Urlaub andere Länder zu besuchen, gibt die Chance, Neues zu entdecken und auf vermeintlich Bekanntes andere Perspektiven zu gewinnen. Diesen Sommer hatte ich die Möglichkeit, länger in Mexiko zu sein.

Ein Pfeifen auf der Straße in einem Vorort von Mexiko-Stadt. Der Scherenschleifer steht vor der Tür. Seit 46 Jahren, so erzählt er, macht er in diesem Vorort die Runde auf seinem von ihm selbst umgebauten Fahrrad und zeiht von Haus zu Haus. Scharf geschliffen gibt er den Kundinnen und Kunden ihre Messer und Scheren zurück.

Auf mich wirkt er wie jemand aus einer anderen, sonst längst vergangenen Zeit. Ich frage ihn, ob ich ein Foto von ihm machen darf. In Mexiko gibt es diesen Beruf noch, aber wie lange noch? Messer und Scheren aufzuarbeiten statt neue zu kaufen, ist sicher nachhaltig, aber hat der Beruf des Scherenschleifers wirtschaftlich noch eine Zukunft? In Deutschland ist er längst ausgestorben. Aber: wäre es nicht gut, wenn wir diesen Beruf noch hätten? Digitalisierung verändert die Berufswelt, aber ich frage mich, ob diese Veränderungen nur nach Wirtschaftlichkeit erfolgen dürfen? Sollten bestimmte Berufe vielleicht subventioniert werden, weil sie der Gesellschaft gut tun, indem sie beispielsweise Nachhaltigkeit fördern? Der Scherenschleifer bringt mich jedenfalls zum Nachdenken.

Digitalisierung schrittweise

Geburtsurkundenausgabe
Geburtsurkundenausgabe

Neben einem Scharzen Brett in einem Bürgermeisteramt in einer Kleinstadt steht ein Geburtsurkundendrucker. Als ich dieses Gerät sehe, frage ich nach, ob ich richtig verstehe, was dieses Gerät kann. Man gibt in diesen Automaten seine Personenkennziffer CURP (Clave Única de Registro de Población) ein und erhält eine ausgedruckte Geburtsurkunde. Das geht nicht nur über den Automaten in der Stadtverwaltung, sondern auch online. Ich denke direkt an die Missbrauchsmöglichkeiten, wenn man die CURP anderer Personen kennt und sich so deren Geburtsurkunden verschaffen kann, Einheimische dagegen versichern mir, welche Erleichterung der Automat bedeutet, da man nun nicht mehr in der Stadtverwaltung anstehen müsse.

Natürlich ist ein digital generierter Ausdruck einer Geburtsurkunde nur ein Zwischenschritt zu einer digitalen Verwaltung, aber mir erscheint es durchaus sinnvoll, nicht immer alles voll digital zu wollen und aufgrund der Komplexität dann erstmal nichts zu haben. In Mexiko erhält man wenigstens online seine Geburtsurkunde, während wir in Deutschland viel über E-Government reden, aber noch wenig Dienstleistungen digital von der Verwaltung abrufen können.

Uberall anders

Uber
Uber

In Mexiko habe ich das erste Mal Uber ausprobiert. Im Leben der Mittelkasse ist dieser Dienst fest verankert. Als Kunde rufe ich ein Auto, das innerhalb kürzester Zeit kommt. Bezahlen kann ich online oder bar. Es ist billiger als ein Taxi, auch wenn die Preise etwas nach Tageszeit schwanken. Hat es gerade einen großen Regenschauer in Mexiko-Stadt gegeben, steigen die Uber-Preise etwas an, da nun eine höhere Nachfrage besteht. Fahrer können sich bereits vor Ankunft am Zielort aussuchen, welche Fahrt sie als nächstes übernehmen, so vermeiden sie Leerzeiten, die Taxis sonst haben. Zumindest in Mexiko-Stadt – so mein Eindruck – scheint es ein gutes Verhältnis von Angebot und Nachfrage zu geben.

Ich war (und bin in Bezug auf Deutschland) gegenüber Uber sehr kritisch eingestellt. Gegenüber Taxis gelten Uber-Fahrten in Mexiko als sicher. Es lässt sich nachvollziehen, wer einen fährt, außerdem weiß Uber – und wen man es sonst über die App noch wissen lassen will – jederzeit den eigenen Standort. Die Gefahr einer Entführung verringert sich so.

Mit mehreren Fahrern habe ich mich unterhalten. Einige stammten aus einem Büro-Job und haben zusätzlich für Uber gefahren, bis sie ihren Zweitjob zum Hauptjob machten und nur noch als Uber-Fahrer unterwegs sind. Zumindest im mexikanischen Lohngefälle ist Uber oberhalb vieler Büro-Jobs angesiedelt. Wer kein eigenes Aut hat, mietet sich eins und fährt damit.

Ich habe gelernt, Urteile über Plattformen lassen sich nicht weltweit treffen, sondern man muss die Eigenarten des jeweiligen Landes einbeziehen.

Digitalisierung geschieht weltweit, aber in jedem Land stellen sich andere ethische Fragen – und auch die Antworten sind nicht auf andere Länder übertragbar. Dies nehme ich jedenfalls aus dem Urlaub mit zurück nach Hause.

Eine eigene App für die Gemeinde

Communi-App

Zu meinem Blogpost über Gemeindetools habe ich viele Rückmeldungen erhalten. Darunter auch ein Erfahrungsbericht von Michael Schroth, Pastor der Freien evangelischen Gemeinde in Aachen. Er beschreibt, wie seine Gemeinde die Communi-App eingeführt hat.

Communi-App eingebettet in die Website der Gemeinde
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Projekt-Update: „Alexa, wo ist die nächste evangelische Kirche?“

Saarner Dorfkirche - Listing in "Das Örtliche"

Im März sind wir mit unserem Pilotprojekt zum digitalen Wissenmanagement gestartet, um Kirchen bei Sprachassistenten und Suchdiensten besser auffindbar zu machen, nun ist es Zeit, die ersten Learnings zu teilen.

Grundsatzentscheidungen

Bei einem Piloten muss man sich beschränken, daher haben wir uns auf Kirchen(gebäude) fokussiert, sie sind Landmarks in der Kohlenstoffwelt, diese wollen wir auch als digitale Touchpoints erreichbar machen.

Hier als Beispiel das Suchergebnis nach “Kirchengemeinde Saarn” nach der Auslieferung unserer Daten an den Suchdienst Bing.

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Von AI zu Zappar, von Print zu YouTube – Rückblick auf ECIC24

Seit der fünften European Christian Internet Conference (ECIC) in Kopenhagen habe ich regelmäßig an dieser Konferenz teilgenommen. Gerade die starke Präsenz von Kollegen – und in den letzten Jahren auch Kolleginnen – aus Skandinavien gab für die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, Entwicklungen der kirchlichen Internetnutzung zu antizipieren, gefühlt war und ist Skandinavien Deutschland zwei Jahre voraus.

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