Souverän in der Cloud – eine Einladung

Screenshot from 2016-01-29 00:48:02Die Digitalisierung durchdringt immer tiefer unsere Gesellschaft und hat viele Facetten unseres Alltags, unserer Arbeitsabläufe und unserer Kommunikation verändert. Wie gehen Gemeinden und kirchliche Einrichtungen mit dem Digitalen Wandel um?
Blogs und Social Media, elektronische Datenverarbeitung, E-Mail- und Cloud-Dienste bieten für Kirche und Diakonie neue Chancen, aber ebenso rufen sie Skepsis hervor und werfen technische, rechtliche und medienethische Fragen auf. Mehr von diesem Beitrag lesen

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Social Media Guidelines helfen in rechtlichen Grauzonen

Gut ein Jahr ist es her, dass die Kirchenleitungen der NRW-Landeskirchen die Social Media Guidelines für Rheinland Westfalen Lippe (SMG RWL) beschlossen haben. Wir sind in Gesprächen mit anderen Landeskirchen, die Interesse haben, diese Guidelines zu übernehmen.

Die Zeit steht nicht still. Vor rund zwei Jahren haben wir begonnen, unsere Guidelines in einem offenen Dokument in der Online-Community. Während wir damals im kirchlichen Kontext noch stark für die Nutzung sozialer Netze werben mussten, ist dies in dieser Form nicht mehr nötig. Häufig geht es nun um die Frage, welche Netzwerke und Dienste genutzt werden. Facebook – so meine persönliche Wahrnehmung – verliert an Relevanz, um Reichweite zu erzielen, gleichzeitig werden im Nachgang des NSA-Skandals Datenschutzargumente immer wichtiger. Nutzungsgewohnheiten ändern sich, mobile Endgeräte haben noch eine weitere Verbreitung erfahren. Gerade sitze ich auf der Fahr nach Hannover im Zug, neben mir Handy, Tablet und Notebook, die ich nebeneinander nutze. Reiseziel heute ist das EKD-Kirchenamt für eine Sitzung der FG IT-Recht im Kirchenamt.
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Datenschutz: Absolute Sicherheit gibt es nicht

Mail: Wer liest mit?

Mail: Wer liest mit?

Datenschutz steht – nicht zuletzt dank den NSA-Enthüllungen durch Edward Snowden hoch im Kurs. Kein Entscheidungsträger will sich nachsagen lassen, in Bezug auf Datenschutz versagt zu haben. Deshalb hat in einem Entscheidungsprozess der die besseren Argumente auf seiner Seite, der den Aspekt des Datenschutzes in seiner Begründung einbauen kann. So kann dann  Datenschutz schnell zu einem Totschlagargument werden. Statt Reflexhandlungen benötigen wir einen realistischen Umgang mit dem Datenschutz, nur so können wir das tun, was tatsächlich den größtmöglichen Nutzen hat. Mehr von diesem Beitrag lesen

OER: Biblisch-theologische Gedanken

Bildung im Alten Orient beruhte vor allem auf mündlicher Überlieferung. Im alten Israel wurden Erzählungen immer wieder wiederholt und über 20 bis 40 Generationen mündlich weitergegeben, bevor sie zum ersten Mal niedergeschrieben wurden. Später entstand das Bedürfnis, an diesen durch den Traditionsprozess gereiften Texten keine Veränderungen mehr zuzulassen. Deswegen wurden die Erzählungen des Alten Testaments weiterhin erzählt, aber parallel auch niedergeschrieben und der Text durch besondere Siglen in Bedeutung und Aussprache geschützt.

Offen waren die mündlichen Erzählungen am Lagerfeuer, zumindest für die eigene Sippe. Frei zugänglich auch, wenn man zur Sippe oder deren Gästen zählte und evtl. einen Marsch oder Kamelritt auf sich nahm. Als Quelle wurden diese Geschichten empfunden und genossen. Auch als „Bildungs“-Quelle, weil Erinnern, Erzählen,  Bildung und Gottesdienst zusammen gehören: „Höre Israel,…“ (Dtn 6,4) Mehr von diesem Beitrag lesen

Sind Internetstreams von Gottesdiensten Rundfunk?

Die Bundeskanzlerin will über ein Google-Hangout am 19. April mit Bürgerinnen und Bürgern chatten und entfacht damit eine Debatte, ob dies dem Gesetz nach Rundfunk ist.

Wodurch wird ein Chat, ein Podcast, ein Videostream zum Rundfunk? Mehr von diesem Beitrag lesen

Datenschützer über Facebook-Fanpage: „Kommunikation auf der Seite soll nicht stattfinden“

Jetzt wird es absurd: das Land Rheinland-Pfalz beteibt eine Facebook-Fanpage, die gestern neu gewählte Ministerpräsidentin Malu Dreyer fordert auf, nun zur Kommunikation mit ihr die offizielle Facebook-Seite des Landes  anstelle ihres persönlichen Facebook-Kontos zu nutzen und Edgar Wagner, der Chef-Datenschützer des Landes Rheinland Pfalz, fordert noch am selben Tage im Interview das Gegenteil:

Kommunikation auf der Seite soll nicht stattfinden. Das Ziel ist, dass auf der Seite möglichst wenig Interaktion stattfindet, damit wenige Nutzungsdaten erzeugt werden.

via Interview: Wieso Landesdatenschützer Wagner der Facebook-Kompromiss gefällt – Regionales – Rhein-Zeitung.

Was nun – Hü oder Hott? Verstehe ich den rheinland-pfälzischen Datenschutzkompromiss richtig, wenn er sagt Facebook-Nutzung ja, aber Kommunikation über Facebook nein. Mehr von diesem Beitrag lesen

Gemeindehomepages: Man muss nicht alles tun, was juristisch geht

Einladung in den Kirchenkreis Moers zu einem Workshop: „Rechte und Pflichten im Internet“ für Online-Redakteurinnen und -Redakteure der Gemeindehomepages. Ich bin kein Jurist, allerdings höre ich häufig genug von juristischen Problemen, die sich aus Gemeindehomepages ergeben. Mehr von diesem Beitrag lesen

Mohammed-Film: Ist nichts mehr heilig?

Gesperrter YouTube Film. Innocence of Muslims ist noch online in den meisten Ländern

Gesperrter YouTube Film. „Innocence of Muslims“ ist noch online in den meisten Ländern

Das Wissen um bzw. die Erfahrung des Heiligen ist uns in der modernen Gesellschaft offenbar verloren gegangen.Das Schmäh-Video „The Innocence of Muslims“ wirft die Frage auf, wie gehen wir damit um, wenn religiöse Gefühle anderer verletzt werden. Mehr von diesem Beitrag lesen

Religion bei Netizens: Bist Du dagegen oder dagegen?

Darf ein Arzt eine Beschneidung vornehmen, auch wenn diese medizinisch nicht notwendig ist, sondern aus religiösen Gründen erfolgt? Nein sagt das Landgericht Köln, das sei bei Minderjährigen verboten:

Denn im Rahmen einer vorzunehmenden Abwägung überwiege das Grundrecht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit vorliegend die Grundrechte der Eltern. Ihre Religionsfreiheit und ihr Erziehungsrecht würden nicht unzumutbar beeinträchtigt, wenn sie gehalten seien abzuwarten, ob sich das Kind später selbst für eine Beschneidung entscheidet.

Dieses Urteil wird natürlich auch im Internet diskutiert. Mehr von diesem Beitrag lesen

Google, übernehmen Sie

Als Webseitenbetreiber steht man mit einem Bein im Gefängnis, zu groß ist die Gefahr, ein unzulässiges Impressum zu verwenden, im Forum bedenkliche Kommentare zu haben oder mit einem Foto eines Würstchens mit Kartoffelsalat Abmahngebühren in Höhe von 1000 € zu riskieren. Von solch paradiesischen Zuständen, nur ein lächerliches Bein im Kerker zu haben, können die Betreiber kirchlicher Gemeindehomepages nur träumen. Für sie ist die Lage noch um einiges kniffliger. Mehr von diesem Beitrag lesen