Digitale Gottesdienste – aber wie? #ReTeOG

Umfrageteilnehmende (c) Evangelische Medienarbeit EMA“ .

Mittlerweile haben wir aufgrund der Befragungsstudie ‘Rezipiententypologie evangelischer Online-Gottesdienstbesucher*innen während und nach der Corona-Krise (ReTeOG)’ wichtige Hinweise, wie Menschen digitale Gottesdiensten erleben und was sie sich von ihnen wünschen. Daraus ergeben sich nun Fragen, wie Gemeinden Online-Gottesdienste gestalten.

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Was Kirche von einem Fußballkreisligisten lernen könnte – Plädoyer für eine digitale Kirche

Fußballstadion
Fußballstadion
Fußballstadion

Krisen enthalten Chancen. So hat die Pandemie die Digitalisierung von Kirche und Gemeinde beflügelt. Viele Angebote werden auf den Social-Media-Kanälen gestreamt. In der Regel handelt es sich dabei allerdings lediglich um eine One-Way-Kommunikation, d.h., die Rezipienten bleiben passiv. Gibt es nun Formen, die das reformatorische Modell einer Gemeinde als sich selbst organisierender mündiger Gemeinschaft ins digitale Zeitalter übersetzen können?

Manchmal sind Lösungen zu entdecken, wenn man über den Tellerrand in ganz andere Bereiche blickt. Dass digitale Kommunikation nämlich nicht nur einseitig sondern auch interaktiv und partizipativ funktionieren kann ist von einem Fußballverein in der Ruhrgebietsstadt Essen zu lernen, der erfolgreich ganz neue Wege geht.

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Gemeinschaft: gemeinsam durch die Pandemie

Instagram-Post

Für den Instagram-Kanal des Projektes “#2komma42 – VerNETZt im Glauben” war ich angefragt für einen Post zu Gemeinschaft. Ich schrieb aus einer Perspektive nach dem Lockdown, nun stehen wir wieder vor einem (Teil-)Lockdown. Gerade wo Kontakte eingeschränkt waren und wieder eingeschränkt sein werden, ist Gemeinschaft besonders wertvoll, so meine Wahrnehmung.

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Trauer im Internet: Gemeinschaft und Interaktion auf Trauernetz

Trauernetz auf Instagram

Im Netz gibt es alles, auch Tod und Trauer finden online statt. Trauernetz ist ein Angebot der evangelischen Kirche für Trauernde, es bietet Hilfe und Kontakt. Jedes Jahr am Ewigkeitssonntag gibt es eine Chatandacht. Trauernde tragen in einen Trauerbuch die Namen von Verstorbenen ein, im Online-Gottesdienst wird ihrer namentlich gedacht.

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Interaktives Gebet

Interaktives Gebet

Dieses interaktive Gebet verdanke ich James Cathcart von der schottischen Online-Gemeinde Sanctuary First, die Übertragung ins Deutsche ist von Christoph Breit.

Wir verwenden unser Smartphone als Hilfe zum Gebet

Startbildschirm

Interaktives Gebet
Homescreen / Startseite

Geh auf deinen Homescreen. Was ist dein Bildschirmhintergrund? Ist es ein Bild eines geliebten Menschen? Eine wundervolle Landschaft? Ein besonderes abstraktes Bild? Vielleicht ist es nur die Farbe blau. Nimm dir einen Augenblick Zeit Gott zu danken für das, was du auf dem Bildschirm siehst. Oder um Gott zu danken, an was es dich erinnert.

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User Intent erkennen und nah bei den Menschen sein

User Intent erkennen und nah bei den Menschen sein

Ich erinnere mich noch an meine Ausbildungszeit als Pfarrer im Seelsorgekurs. Jemand in der Gemeinde sprach über das schlechte Wetter. Im Kurs analysierten wir: Es ging ihm nicht darum, mir meteorologische Information mitzuteilen, sondern er wollte mir sagen, dass er sich schlecht fühlte. Das Wetter diente nur als Ausdrucksform, hinter der scheinbar sachlichen Informationsmitteilung steckte eine ganz andere Intention.

Unter suche.ekir.de haben wir daher unsere Suche neu aufgesetzt und versuchen dabei, den User Intent zu erkennen.

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Gemeinde: persönlich, nah & digital

Gemeinde: persönlich, nah & digital
Gemeinde: persönlich, nah & digital

Angefragt war ich zu einem Vortrag auf dem Pfarrkonvent zum Thema Online-Abendmahl, aber es geht eigentlich um mehr, Digitalisierung und Corona, wie tragfähig ist digitale Gemeinschaft und wie verhält sie sich zur Ortsgemeinde, daher habe ich das Thema für mich so formuliert: „Gemeinde: persönlich, nah & digital“.

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Wie sagt man es richtig? Pasym oder Passenheim?

Evangelische Kirche in Pasym / Passenheim
Evangelische Kirche in Pasym / Passenheim
Evangelische Kirche in Pasym / Passenheim

Letztes Jahr war ich in Pasym/Passenheim und habe bei der Übertragung eines Gottesdienstes mitgewirkt. Die Gegend hat mir sehr gefallen. Da wir aufgrund der Corona-Pandemie unsere ursprünglich geplante Urlaubsreise absagen mussten, war ich froh über die Gelgenheit, an einem masurischen See unseren Sommerurlaub zu verbringen.

Aber wie sag ich es der Familie, wohin wir fahren? Masuren? Ehemaliges Ostpreußen? Województwo warmińsko-mazurskie? Woiwodschaft Ermland-Masuren? Nach Pasym oder Passenheim? An den Großen Kalbensee oder Kalwa?

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Digitale Gottesdienste – wen erreichen sie?

Gottesdienst aus einem Kinderzimmer
Gottesdienst aus einem Kinderzimmer
Gottesdienst aus einem Kinderzimmer

Letzte Woche nahm ich an der Zoom-Konferenz der Gottesdienstbeauftragten meiner Landeskirche teil. Spannend, was die Kolleginnen und Kollegen in den Kirchenkreisen machen. Was mir allerdings nachgeht: wie unterschiedlich die Einschätzungen der Kolleginnen und Kollegen sind, was Online-Gottesdienste angeht. Für einige war entscheidend, dass der digitale Gottesdienst live ist und Interaktionsmöglichkeiten bietet, andere halten dagegen Video-Clips als Andachten auf Social Media für die passende Form.

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Es gibt kein “Back to normal” – Erfahrungsbericht zu digitalen Gottesdiensten

Digitaler Gottesdienst

Bisher gab es bei uns „das Übliche“: Homepage und Facebook-Seite mit mäßiger Aktualität, sowie unterschiedliche Präsenzgottesdienstformate, die alle ganz gut besucht sind. Sonntags sind in der Regel drei Gottesdienste in drei verschiedenen Kirchen.Gottesdienst im Netz, egal ob Streaming oder Videos, waren für uns kein Thema und bisher auch nicht von Gemeindegliedern, egal welcher Altersgruppe, als Wunsch an uns heran getragen worden. Dann kam Corona: Ein engagiertes Gemeindeglied mit eigener Kommunikationsfirma hat sofort gesagt: „Ich helfe Euch zu streamen.“

Es gibt kein "Back to normal"  –  Erfahrungsbericht zu digitalen Gottesdiensten

Innerhalb weniger Tage wurde die eine Kirche technisch mit Hilfe dieser Firma mit mehreren Kameras, Regiepult, Tonmischpult, und vor allem mit einem begleitenden Techniker dafür aufgerüstet. Also Live-Streaming über die Homepage mit Chatfunktion. Dabei ging der Chat jeweils 15 Minuten vor dem Gottesdienst an den Start. Nach dem Gottesdienst: haben wir über den Chat eingehende Fragen im Live-Stream für alle beantwortet, nicht nur im Chat. Bereits beim ersten Mal hatten wir über 500 Zugriffe auf den Stream, insgesamt also rund 1250 Mitfeiernde.

Am Sonntag danach sollten eigentlich in allen drei Kirchen die Konfirmandenvorstellungsgottesdienste sein. Wir haben die Konfirmanden gebeten, uns zum Bibeltext des Sonntags Videos zu drehen, Fotos zu schicken, Collagen zu machen, Fürbitten zu mailen. Die Beteiligung war riesig. Dank des Technikers haben wir auch die völlig unterschiedlichen Dateiformate in den Griff bekommen.

Am Ende waren es rund 600 Zugriffe auf den Live-Stream, als rund 1500 Zuschauende.

Wir haben nach den ersten Gottesdiensten den Live-Stream auch über unsere Facebookseite laufen lassen und waren überrascht, dass über die rund 600 Zugriffe auf den Stream über die Homepage hinaus dort rund 1800 Menschen den Stream anklickten – wie lange sie dann zugesehen haben, wissen wir nicht.

Uns erreichten dann Kommentare aus unserer Partnergemeinde in Namibia und von vielen, die mal zu unserer Gemeinde gehörten, und jetzt woanders leben. Sie meldeten zurück, dass es so schön sei, mal in der alten Gemeinde sein zu können. Was ja sonst nie gegangen wäre.

All das deckt sich vermutlich mit den Erfahrungen etlicher Gemeinde, die diesen Weg gegangen sind. Ich möchte deshalb gar nicht tiefer auf das Gelaufene eingehen. Sondern von unserem Erkenntniszuwachs und aufgekommenen Fragen berichten.

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