Reblogged und interkulturell: Gottesdienste mit Flüchtlingen

Interkulturelle Öffnung in der EKiR: http://interkulturell.ekir.de

Interkulturelle Öffnung in der EKiR: http://interkulturell.ekir.de

Interkulturelle Öffnung heißt das Fachwort dafür, wenn Gemeinden und Kirche sich für Menschen aus anderen Kulturen öffnen. Spannend für alle Beteiligten, wenn sich Gemeinden konkret darauf einlassen, Menschen anderer Herkunft einbeziehen. Zum landeskirchlichen Prozess in der EKiR gibt es das Blog interkulturell.ekir.de, praktische Tipps für Gottesdienste mit Flüchtlingen hat Christoph Breit gesammelt und in einem Blogpost veröffentliche, den ich gerne reblogge.


Gottesdienste mit Flüchtlingen

Auf der ELKB-Facebook-Seite wurde die Frage gestellt, wie man Flüchtlingen die Teilnahme an “normalen” Gottesdiensten ermöglichen kann. Die Community hat dazu viele Tipps gegeben, die ich hier zusammenfasse.

Was braucht es vor Ort?
Wer Gottesdienste vor Ort für Flüchtlinge öffnen will, muss sich nach den eigenen Gegebenheiten orientieren. Welche Menschen kommen? Was verbindet sie? Wie lässt sich ein Spannungsbogen im Gottesdienst halten?  Wer bei diese Fragen Klarheit hat, kann den Gottesdienst für die Menschen öffnen, die kommen wollen.
Danke hier an das Gottesdienstinstitut, dass die Idee einer Bausteine-Sammlung aufgenommen hat. Auch die Projektstelle „Interkulturell Evangelisch in Bayern“ arbeitet an einem vereinfachten Gottesdienstentwurf, der in Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Arabisch und Farsi vorliegen soll. Die Arbeiten dürften im Herbst abgeschlossen sein.

Integration braucht Zeit und verändert
Der Berliner Pfarrer Gottfried Martens hat die Erfahrung gemacht, dass die Einbindung von Flüchtlingen Gemeinde verändert. Die Gegebenheiten vor Ort haben es ermöglicht, eine von zwei Kirchen einer Gemeinde für Gottesdienste in Deutsch-Farsi zu verwenden. Das betrifft auch die Frage der Akzeptanz: diejenigen Gemeindeglieder, die Gottesdienste mit Flüchtlingen feiern wollen, kommen in diese Kirche. Andere gehen in die andere Kirche. Weitere Erfahrungen sind, dass die Gottesdienste länger dauern, weil Teile in zwei Sprachen gelesen werden und deswegen auch nicht alles übersetzt wird. Vielfach genügt es, dass alle Gottesdienstbesucher den Ablauf des Gottesdienstes durch Mitlesen nachvollziehen können.

Das gibt es schon
Im Netz gefunden wurden folgende Vorlagen, Buchtipps und Seiten:

Veranstaltungen
Weiter kamen einige konkrete Veranstaltungshinweise kamen zusammen: So gibt es in der Johanneskirche in Nürnberg einmal im Monat einen englischen Gottesdienst. Der Berliner Dom bietet jeden Sonntag eine Simultanübersetzung ins Englische an (Die Anfrage nach Texten des Welcome-Service läuft bereits!). Und der Kirchenkreis Bayreut plant einen internationalen Gottesdienst am 19.12. um 17 Uhr in Bayreuth.

Flüsterdolmetscher
Zum Thema Übersetzungen passt auch der Tipp aus Taizé, wo bei den Bibelarbeiten immer Flüsterdolmetscher im Einsatz sind: Der oder die schart eine Gruppe von Menschen um sich und dolmetscht synchron das Wichtigste.

Wie bei Touristengruppen?!
TechnischeAuch könnte der Einsatz von Funkkopfhörern könnte hier auch sinnvoll sein. Wer ganz hoch einsteigen will, kauft ein TourGuideSet.

Vielfalt der Sprachen
Übersetzung muss auch nicht immer sein. Die User wiesen mit recht darauf hin, dass der Gottesdienst eine gute Möglichkeit bietet, die deutsche Sprache näher zubringen! Gebete könnten dann auch in mehreren Sprachen gesprochen werden. Näher ist hier meist die Muttersprache.

CC BY-NC-SA Christoph Breit

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