Skype-Gottesdienst: Wie macht man es und lohnt sich der Aufwand?

Skype-Gottesdienst
Skype-Gottesdienst in Rheydt und Pasym am 1.9.2019

Am 1. September – genau 80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges – habe ich von Polen aus an der Übertragung eines Skype-Gottesdienstes mitgewirkt, der in Rheydt und Pasym gemeinsam gefeiert wurde. Die Predigt hielt in Rheydt Präses Manfred Rekowski, der zwei Wochen vorher in Dźwierzuty / Mensguth, einer Fialialgemeinde von Pasym, dem früheren Passenheim in Masuren/Polen, einen Abendmahlskelch zurückgegeben hat, der in den Kriegswirren verloren gegangen und in diesem Jahr in einem Auktionshaus wieder aufgetaucht war.

Die Rückgabe des Kelches und der gemeinsame Gottesdienst der beiden Gemeinden, die in einer Partnerschaft miteinander verbunden sind, waren ein Zeichen gelebter Versöhnung zwischen Deutschen und Polen.

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Social-Media-Gottesdienst #unverzagt2017: Digitalisierung als Thema und Umsetzung

walls.io_unverzagt2017Die Digitalisierung verändert unsere Gesellschaft und unseren Alltag. Angela Merkel hat für den Satz, dass Internet Neuland sei, viel Häme im Netz abbekommen. Für uns als Kirche ist die Digitalisierung in vielen Bereichen auch ein neues Land, in dem wir uns noch zurechtfinden müssen.
Zum Reformationsjubiläum feiert die Evangelische Kirche im Rheinland 95 Gottesdienste an besonderen Orten. Kirche macht sich auf in die Welt, sie zieht aus ihren Mauern aus und bewegt sich auf andere Lebensbereiche zu.
Kirche und Digitalisierung – wie geht das zusammen? An welchen Ort können wir uns aufmachen, um uns auch vom Ort inspirieren zu lassen? Ein Rechenzentrum war ein erster Gedanke, schied aber aus praktischen Gründen aus, da es Zugangskontollen gibt und ein Rechenzentrum nicht dafür ausgelegt ist, dass sich Menschen dort versammeln. Außerdem: ein Rechenzentrum ist ein Ort, wo Computer ihren Dienst verrichten, Digitalisierung wird aber von Menschen betrieben, Computer sind nur die Instrumente dafür. Also: dahin gehen, wo Menschen Digitalisierung umsetzen, zu einem IT-Dienstleister. „Social-Media-Gottesdienst #unverzagt2017: Digitalisierung als Thema und Umsetzung“ weiterlesen

Vom Handy als Gesangbuch, Luther auf Minecraft, dem Eintreten gegen Rassismus und Kollekten ohne Bargeld

20160601_181859Die European Christian Internet Conference ist ein Austauschort für Ideen unter kirchlichen Internetbeauftragten, es ist hilfreich zu sehen, wie Kolleginnen und Kollegen aus Nachbarländern mit denselben Herausforderungen umgehen, oder vor welchen Herausforderungen sie stehen, die im eigenen Land noch nicht aktuell sind. Die Konferenz fand letzte Woche in Göteburg auf Einladung der Kirche von Schweden statt. „Vom Handy als Gesangbuch, Luther auf Minecraft, dem Eintreten gegen Rassismus und Kollekten ohne Bargeld“ weiterlesen

Gottesdienste in englischer Sprache nicht nur für Flüchtlinge

Einladung zu englischen Gottesdiensten
Einladung zu englischen Gottesdiensten

Am Samstag gab es Gottesdienste in englischer Sprache in den Kirchenkreisen An der Ruhr (Mülheim) und Oberhausen. Diese Gottesdienste wurden gemeinsam vorbereitet, den liturgischen Ablauf hat Larry Smith, Austauschpfarrer der UCC in Oberhausen, erarbeitet. „Gottesdienste in englischer Sprache nicht nur für Flüchtlinge“ weiterlesen

Reblogged und interkulturell: Gottesdienste mit Flüchtlingen

Interkulturelle Öffnung in der EKiR: http://interkulturell.ekir.de

Interkulturelle Öffnung in der EKiR: http://interkulturell.ekir.de
Interkulturelle Öffnung in der EKiR: http://interkulturell.ekir.de

Interkulturelle Öffnung heißt das Fachwort dafür, wenn Gemeinden und Kirche sich für Menschen aus anderen Kulturen öffnen. Spannend für alle Beteiligten, wenn sich Gemeinden konkret darauf einlassen, Menschen anderer Herkunft einbeziehen. Zum landeskirchlichen Prozess in der EKiR gibt es das Blog interkulturell.ekir.de, praktische Tipps für Gottesdienste mit Flüchtlingen hat Christoph Breit gesammelt und in einem Blogpost veröffentliche, den ich gerne reblogge. „Reblogged und interkulturell: Gottesdienste mit Flüchtlingen“ weiterlesen

"Der Herr sei mit Euch" – oder: "mit Ihnen"?

Du oder Sie?
Du oder Sie?

Wenn ein Gottesdienst mit den Worten beginnt: “Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“, dann bedeutet das einen Übertritt, oder genauer gesagt eine Grenzüberschreitung. Dieser Ruf proklamiert für die Gemeinde den „Herrschaftswechsel“ – so Ernst Käsemann –  weg von Bindungen, die das Zusammenleben in arm und reich oder nah und fern aufspalten und zerreißen.
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Etwas mehr Aufmerksamkeit

Seit letztem Sonntag geht es mir nach. Anmeldegottesdienst für die Katechumenen, wir waren per Brief dazu eingeladen worden. Im Brief auch der Hinweis, diese Einladung weiterzugeben, wenn man andere Kinder im Katechumenenalter kenne, die diese Einladung vielleicht nicht erhalten hätten.
 
Das habe ich getan, aber die Eltern des Nachbarskindes hatten schon Probleme beim Ausfüllen des Formulars. Die Kategorie, katholisch getauft, aber kein Mitglied der katholischen Kirche mehr, stattdessen aber Teilnahme am evangelischen Religionsunterricht, war nicht vorgesehen. Ich las den Brief erneut. Eingeladen wurden evangelisch getaufte Kinder oder ungetaufte Kinder evangelischer Eltern und der Hinweis, die Einladung weiterzugeben bezog sich darauf, dass das Gemeinderegister eventuell nicht alle dieser Kinder enthalte.
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Sind Internetstreams von Gottesdiensten Rundfunk?

Die Bundeskanzlerin will über ein Google-Hangout am 19. April mit Bürgerinnen und Bürgern chatten und entfacht damit eine Debatte, ob dies dem Gesetz nach Rundfunk ist.
Wodurch wird ein Chat, ein Podcast, ein Videostream zum Rundfunk? „Sind Internetstreams von Gottesdiensten Rundfunk?“ weiterlesen

~o~ heißt: "Friede sei mit dir" – Gottesdienste im Internet

Die Twitterwall beim Twittergottesdienst zum Relicamp 2012 in Frankfurt (Foto: Hanno Terbuyken/evangelisch.de)
Die Twitterwall beim Twittergottesdienst zum Relicamp 2012 in Frankfurt (Foto: Hanno Terbuyken/evangelisch.de)

Facebook-Gottesdienst, Twittagsgebet, Chatandacht oder Online-Abendmahl – alleine diese Worte zeigen schon, was es im Netz alles gibt. Allerdings, was technisch geht, muss theologisch noch lange nicht gut sein.
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"Das ist mein Leib" – und dann war der Ton weg

Im Vorfeld wurde über das angekündigte Internet-Abendmahl viel diskutiert, daher wollte ich online erleben, wie es umgesetzt würde. Kurz vor acht Uhr meldete ich mich an. Die Webinar-Plattform bot ein Facebook-Login an, das ich zunächst nutzen wollte. „"Das ist mein Leib" – und dann war der Ton weg“ weiterlesen