Halloween als Protest gegen Kinderarbeit nutzen – Ein Vorschlag aus den USA

Für Halloween geschmücktes Haus in Cleveland/Ohio

Bei uns in Deutschland lautet kirchlicherseits die Ansage: der 31.10 ist Reformationstag, nicht Halloween. Oder vielleicht mit etwas Humor: Martin Luther mochte Kürbisse – aber in der Suppe. Für den „Fat Pastor“ aus den USA ist Halloween als Festtag überhaupt kein Problem, sondern ein Anlass, sich gegen Kinderarbeit und für Fair Trade einzusetzen. Die Kulturen sind unterschiedlich.

Reverse Trick or Treating. Halloween is a chance to raise awareness about fair trade chocolate. If you want to be upset about Halloween, then be upset about the part of it that really matters. Get upset that it is the most popular season for buying chocolate, and that most of the chocolate bought on Halloween is made by child slaves. I’ve written a lot about Fair Trade Chocolate. Every Halloween, I try to use it as a chance to teach people about the value of fair trade chocolate. We glue little chocolates from Equal Exchange to postcards explaining some bullet-points about the chocolate market, and hand them out to people as we go trick or treating. It is a small thing, but it is a way to connect a fun event to a real issue. and hopefully, some people learn something along the way.

Source: Fat Pastor – Fair Trade

Deutsche Übersetzung

Umgekehrtes „Süßes oder Saures“. Halloween bietet eine Gelegenheit, auf fair gehandelte Schokolade aufmerksam zu machen. Wenn man sich über Halloween aufregen möchte, dann sollte man sich über das aufregen, was wirklich wichtig ist. Darüber, dass Halloween die Zeit ist, in der besonders viel Schokolade gekauft wird, und dass ein Großteil der zu Halloween gekauften Schokolade durch Kinder in sklavenähnlichen Verhältnissen hergestellt wird.

Ich habe schon viel über fair gehandelte Schokolade geschrieben. Jedes Jahr versuche ich, Halloween als Gelegenheit zu nutzen, um Menschen den Wert fair gehandelter Schokolade näherzubringen. Wir kleben kleine Schokoladentäfelchen von Equal Exchange auf Postkarten, auf denen einige wichtige Informationen über den Schokoladenmarkt stehen, und verteilen sie an die Menschen, während wir von Haus zu Haus ziehen und „Süßes oder Saures“ spielen.

Das ist nur eine kleine Aktion, aber eine Möglichkeit, ein fröhliches Ereignis mit einem ernsthaften Thema zu verbinden. Und hoffentlich lernen dabei einige Menschen etwas dazu.

Redaktioneller Hinweis (31. Oktober 2026): Dieser Beitrag wurde ursprünglich als Reblog veröffentlicht. Da die damalige Reblog-Darstellung nicht mehr funktioniert, wird der zitierte Abschnitt nun direkt im Artikel wiedergegeben – im englischen Original und in deutscher Übersetzung.

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