Seelsorge, Social Media und Schule

Social Media Apps auf dem Handy

Letzte Woche durfte ich einen Vormittag auf einer Fortbildung für Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger zum Thema Social Media gestalten.
Zunächst Daten und Zahlen, die Online-Nutzung bei Jugendlichen steigt kontinuierlich,  ein guter Gradmesser ist die ARD/ZDF-Onlinestudie 2016: „Seelsorge, Social Media und Schule“ weiterlesen

Die digitale Revolution stockt und stockt in der Schule – oder: Angst ist ein schlechter Ratgeber

Gestern Arbeitsgruppe der Schulkonferenz zum Thema Handynutzung in der Schule, heute bei Diskussion zum Thema „My Digital Revolution“ des Deutsch- Amerikanischen Institutes in Freiburg. Deutschland und Amerika – zwei unterschiedliche Welten in der Digitalisierung. Apple, Facebook, Google, Microsoft – alles amerikanische Unternehmen. Es hat viele Gründe, warum es in Deutschland kein Silicon Valley gibt, aber …

Ist Open moralischer?

Augustinus: Advokat freier Software?

Korrekt formuliert müsste man von Ethik statt Moral sprechen, auf Software bezogen müsste man fragen: Ist Open Scource Software bzw. Free Software die ethisch bessere Software? Oder ist sie einfach nur besser? Gibt es ethische Gründe für Open Source Software?

Ich suche dabei nach einer Begründung für freie Software, die nicht auf einer Argumentation aus Informatik oder Ökonomie fußt, sondern ethische Begründungszusammenhänge anführt. Und wenn wir uns im kirchlichen Kontext bewegen, lässt sich präzisieren, welche theologischen Gründe gibt es für den Einsatz freier Software.
In der Kirche müssen wir dazu eine theologische Position entwickeln. Die Annahme bzw. der Hinweis, dass Open Source Software besser sei, mag sich aus der Informatik begründen oder wiederlegen lassen, genügt aber nicht den Grundsätzen theologischer Urteilsfindung.

Wie verhält sich die biblische und kirchliche Tradition zu Open Source Software? Natürlich findet sich in der Bibel kein Hinweis auf Software, allerdings gibt es Prinzipien der Bibel und in der Kirchengeschichte, die sich auch bei Freier Software finden. Auch wenn in der Free Software Foundation aus gutem Grund von Free Software statt von Open Source Software gesprochen wird, will ich hier Open Source und Freie Sodtware synonym gebrauchen.
Wenn es darum geht, eine kirchliche Position zu entwickeln, muss man neben Open Source auch Open Content, Open Educational Ressources (OER) , Open Data, Open Archives bedenken. Sie lassen sich nicht über einen Kamm scheren, dazu sind sie zu verschieden, jedoch verbindet sie das Offene und Freie und sie sind miteinander verflochten, der Begriff „open“ stellt diese Verbindung augenscheinlich dar.

Diese Themen beschäftigen uns deshalb in der Kirche, weil wir Akteure im Bereich von Erziehung und Bildung, im Archivwesen und IT sind. Aber es geht um mehr, es geht auch um gesellschaftliche und sozialethische Anliegen, für die Kirche steht. Wir sind dabei, unsere Position in der Evangelischen Kirche im Rheinland zu bestimmen. Es gibt eine grundsätzliche Präferenz und Sympathie in Bezug auf Open Source, aber es geht auch um Klärung von Detailfragen. In der Synodenvorlage des IT-Lnkungsausschusses für die Landessynode 2015 heißt es:

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Qualtitätsicherung bei offenen Bildungsressourcen

Ein Diskussionsbeitrag der Stiftung Digitale Chancen Von Jutta Croll, Barbara Blum und Johanna Lambertz Offene Bildungsressourcen sind nicht erst seit dem 21. Jahrhundert ein Gegenstand der Debatten. Aber durch die breite Verfügbarkeit digitaler Medien und die damit einhergehenden Möglichkeiten der Bearbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung von Inhalten haben diese Debatten eine neue und hohe Relevanz gewonnen. …

OER: Biblisch-theologische Gedanken

Bildung im Alten Orient beruhte vor allem auf mündlicher Überlieferung. Im alten Israel wurden Erzählungen immer wieder wiederholt und über 20 bis 40 Generationen mündlich weitergegeben, bevor sie zum ersten Mal niedergeschrieben wurden. Später entstand das Bedürfnis, an diesen durch den Traditionsprozess gereiften Texten keine Veränderungen mehr zuzulassen. Deswegen wurden die Erzählungen des Alten Testaments weiterhin erzählt, aber parallel auch niedergeschrieben und der Text durch besondere Siglen in Bedeutung und Aussprache geschützt.
Offen waren die mündlichen Erzählungen am Lagerfeuer, zumindest für die eigene Sippe. Frei zugänglich auch, wenn man zur Sippe oder deren Gästen zählte und evtl. einen Marsch oder Kamelritt auf sich nahm. Als Quelle wurden diese Geschichten empfunden und genossen. Auch als “Bildungs”-Quelle, weil Erinnern, Erzählen,  Bildung und Gottesdienst zusammen gehören: “Höre Israel,…” (Dtn 6,4) „OER: Biblisch-theologische Gedanken“ weiterlesen

Open Source, Open Content, Open Educational Resources – was bewegt die Kirche?

“Für die evangelische Kirche ist – auf der Grundlage ihres Glaubens- und Kirchenverständnisses – Bildung von der Reformationszeit an ein zentrales Thema.“ – so die EKD-Denkschrift Maße des Menschlichen, Evangelische Perspektiven zur Bildung in der Wissens- und Lerngesellschaft.
Was heißt aber Bildungsverantwortung in einer Gesellschaft, die sich durch die fortschreitende Digitalisierung verändert. Die evangelische Kirche ist eine Kirche des Buches, was aber, wenn das Buch zum eBook wird? Jedem ist einsichtig, dass ein gedrucktes Buch Geld kostet, aber was ist ein angemessener Preis für ein eBook, wo die Distributionskosten gegen Null gehen. „Open Source, Open Content, Open Educational Resources – was bewegt die Kirche?“ weiterlesen

OER: Hintergründe und Meilensteine

OER - Open Educational Resources - überträgt die Idee von Open Scource Software bzw. Open Content auf Bildungsinhalte. OER ist eine Bewegung, die die Erstellung und Verbreitung freier Bildungsinhalte zum Ziel hat und so Bildungsrechtigkeit vorantreibt. Die UNESCO unterstützt OER, Länder wie Südkorea sehen in OER große Chancen, freie Bildungsinhalte digital zu verbreiten. Auch in …