Der Weg ist das Ziel: Social Media Guidelines

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Social Media Guidelines können nicht im stillen Kämmerlein oder im Elfenbeinturm erarbeitet werden, sondern müssen auch in den sozialen Netzwerken selbst dikutiert werden. Ziel solcher Guidelines ist ja nicht der Text als solcher, sondern Bewusstsein zu schaffen wird für den Umgang in sozialen Netzen.

Selbstredend müssen Social Media Guidelines vom Leitungsorgan beschlossen werden, um auch verbindlich zu sein. Andererseits begründet ein Beschluss noch nicht die Akzeptanz oder eine entsprechende Praxis.

Soziale Netzwerke stehen für Partizipation; sie decken auf, was früher keine Öffentlichkeit erhalten hätte. Daher muss der Prozess, Social Media Guidelines zu erarbeiten, auch transparent und partizipativ sein.

Außerdem wäre es sträflich, bei Null anzufangen, es gibt viele veröffentlichte Guidelines, auf denen man aufbauen kann. Ebenso braucht man aber selbst Erfahrung im Umgang mit sozialen Netzen, sonst enstehen die Richtlinien am grünen Tisch, sind aber nicht praxistauglich. Andererseits wären Richtlinien hilfreich, wenn man sich in sozialen Netzen bewegt, um einige Fehler zu vermeiden. Ein typisches Henne-Ei-Problem.

In der Evangelischen Kirche im Rheinland haben wir daher den Weg gewählt, parallel zum Aufbau der eigenen Facebook-Fanpage – https://www.facebook.com/ekir.de ging Ende Juni online –  mit der Entwicklung von Social Media Guidelines zu beginnen.

In einer abteilungsübergreifenden Abstimmung haben wir uns auf ein Format und den Prozess verständigt. Wir werden daher Social Media Guidelines für die rheinische Kirche erstellen – und nicht eine Vielzahl von zielgruppenspezifischen Richtlinien, etwa für Jugendleiterinnen und Jugendleiter andere als für Pfarrer, die sich von denen für Lehrerinnen unterschieden, die wiederum anders wären als die für Ehrenamtliche.

Vom Format und vom Duktus haben uns die Social Media Guidelines der katholischen Deutschen Bischofskonferenz gut gefallen, die wir gerne als Ausgangspunkt unserer Überlegungen nehmen. Außerdem sind interessant:

Die Erarbeitung von Social Media Guidelines koppeln wir mi der westfälischen und lippischen Landeskirche. Gemeinsam haben wir ein offenes GoogleDocument online gestellt, Hier bitten wir um Rückmeldungen aus der Web-Community zu unseren Guidelines. Wir haben bewusst ein Format gewählt, wo jeder und jede ohne Anmeldung mitschreiben kann. Auf verschiedenen Kanälen laden wir gezielt zur Mitarbeit ein. Für diesen Prozess haben wir uns zirka vier Wochen Zeit gegeben. Dann sichten wir das Dokument, redigieren es, gewichten Beiträge und fassen die Rückmeldungen zusammen. Damit gehen wir dann wiederum in die Gremien, um die Beschlussfassung vorzubereiten.

Der Weg ist das Ziel, dies ist natürlich überspitzt formuliert, aber das gemeinsame Verständigen auf Social Media Guidelines schafft Bewusstsein. Wer sich der Chancen und Risiken sozialer Kommunikationsmittel bewusst ist, kann sicherer in sozialen Netzen agieren. Guidelines müssen verabschiedet werden, aber mit dem Beschluss ist das Thema nicht erledigt, sondern der Lernprozess geht weiter. Fortbildungsanngebote müssen den Guidelines folgen, nur so kann Medienkompetenz in sozialen Netzwerken gestärkt werden.

Wir sind auf dem Weg, gehen die ersten Schritte. Wer uns begleiten möchte, ist herzlich eingeladen, so die Einladung in der EKiR-Facebookgruppe:

Liebe Mitdenkerinnen und Mitdenker,

in Kooperation mit den Kolleginnen und Kollegen aus den Landeskirchen Westfalen und Lippe wollen wir für unsere rheinische Landeskirche Social Media Guidelines erarbeiten.

Social Media Guidelines können nicht im stillen Kämmerlein oder im Elfenbeinturm erarbeitet werden, sondern müssen auch in den sozialen Netzwerken selbst dikutiert werden. Daher bitten wir Euch um Eure Mithilfe.

Wir hatten bereits eine erste Gesprächsrunde mit den Zuständigen hier im Landeskirchenamt, nun freuen wir uns auf einen offenen Diskussionsprozess im Web, bevor die Gremien dann weiter beraten. Deshalb haben wir mit den Kolleginnen und Kollegen der beiden anderen NRW-Landeskirchen ein offenes GoogleDocument unter http://www.ekir.de/url/xPQ aufgesetzt. Ihr seid eingeladen, dort Eure Überlegungen und Ideen für Social Media Guidelines oder Euer Feedback als Kommentar einzutragen.Wir haben uns für diesen offenen Diskussions- und Feedbackprozess ein Zeitfenster von vier Wochen gesetzt. Danach werden wir den Inhalt und die Kommentare sichten, gewichten, ggf nochmals überarbeiten und dann in die entsprechenden Gremien einbringen.Wir freuen uns, wenn viele von Euch sich beteiligen. Ralpe (Ralf Peter Reimann)
PS: Wenn viele mitmachen, könnte es leicht zu Chaos führen. Damit dies nicht passiert, beachtet bitte die Hinweise am Anfang des GoogleDocs. Und hier nochmals der Link: http://www.ekir.de/url/xPQ

PPS: Nachtrag vom10.12.12. Wir haben das offene GoogleDoc nun „eingefroren“ und in einen Nur-Lesemodus gestellt. Wir werden dies nun sichten und für den weiteren Prozess der Erarbeitung von Social Media Guidelines aufarbeiten. Das „eingefrorene“ Dokument gibt es auch als PDF.

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4 Responses to Der Weg ist das Ziel: Social Media Guidelines

  1. Ralpe says:

    Status-Update Social Media Guidelines EKiR/EKvW

    @alle: Vielen Dank fürs Mitdenken, da sind viele gute Ideen zusammengekommen.

    Mit den KollegInnen aus Westfalen (Bernd Tiggemann & Yvonne Kälbli) habe ich mich heute getroffen. Aus dem dem öffentlichen Google-Doc (an dem Ihr mitgearbeitet habt) wird nun ein Text, der in die Gremien geht. D.h. nun stehen interne Beratungen und Beschlussfassungen an.

    Das wird etwas dauern, aber wir halten Euch auf dem Laufenden, wo wir stehen.

  2. Jordanus says:

    Danke für die Tipps!!!!

  3. Ralpe says:

    Social Media Richtlinien des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschlands e. V.: http://www.cjd.de/zentrale/pages/index/p/13505 – bereits von Juni 2011.

  4. Pingback: Der Weg ist das Ziel: Social Media Guidelines | Kirche 2.0 | Scoop.it

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