Ist Open moralischer?

Augustinus: Advokat freier Software?

Korrekt formuliert müsste man von Ethik statt Moral sprechen, auf Software bezogen müsste man fragen: Ist Open Scource Software bzw. Free Software die ethisch bessere Software? Oder ist sie einfach nur besser? Gibt es ethische Gründe für Open Source Software?
Ich suche dabei nach einer Begründung für freie Software, die nicht auf einer Argumentation aus Informatik oder Ökonomie fußt, sondern ethische Begründungszusammenhänge anführt. Und wenn wir uns im kirchlichen Kontext bewegen, lässt sich präzisieren, welche theologischen Gründe gibt es für den Einsatz freier Software.
In der Kirche müssen wir dazu eine theologische Position entwickeln. Die Annahme bzw. der Hinweis, dass Open Source Software besser sei, mag sich aus der Informatik begründen oder wiederlegen lassen, genügt aber nicht den Grundsätzen theologischer Urteilsfindung. Mehr von diesem Beitrag lesen

Etwas mehr Aufmerksamkeit

Seit letztem Sonntag geht es mir nach. Anmeldegottesdienst für die Katechumenen, wir waren per Brief dazu eingeladen worden. Im Brief auch der Hinweis, diese Einladung weiterzugeben, wenn man andere Kinder im Katechumenenalter kenne, die diese Einladung vielleicht nicht erhalten hätten.

 

Das habe ich getan, aber die Eltern des Nachbarskindes hatten schon Probleme beim Ausfüllen des Formulars. Die Kategorie, katholisch getauft, aber kein Mitglied der katholischen Kirche mehr, stattdessen aber Teilnahme am evangelischen Religionsunterricht, war nicht vorgesehen. Ich las den Brief erneut. Eingeladen wurden evangelisch getaufte Kinder oder ungetaufte Kinder evangelischer Eltern und der Hinweis, die Einladung weiterzugeben bezog sich darauf, dass das Gemeinderegister eventuell nicht alle dieser Kinder enthalte.
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Von Kirchen und Moscheen – religiöse Andachtsstätten in OSM

Ralpe:

Kirchen in Open Street Map – was man aus offenen Daten alles herausholen kann.

Ursprünglich veröffentlicht auf amapisamapisamap:

In einem kleinen Forschungsprojekt schaue ich mir gerade die Verbreitung des tags ‘places of worship’ (religiöse Andachtsstätten) in OpenStreetMap näher an.

Die erste Karte zeigt die Verbreitung der verschiedenen Weltanschauungen in Deutschland, wie sie von OpenStreetMap-Aktiven gemappt wurden:

Places of worship in Germany (OSM data)

Religiöse Andachtsstätten in Deutschland (OSM-Datenbasis) Places of Worship in Germany (on basis of OSM data)

Ziemlich christlich könnte man denken – dabei muss man jedoch bedenken, dass

  • hier nur Daten auftauchen, die von mir einer Weltanschauung eindeutig zugeordnet werden konnten
  • die Daten natürlich nicht die Verteilung der Gläubigen darstellen, sondern nur der Bauten der Gläubigen
  • und zuletzt natürlich nur die Bauten wiedergeben, die von OSM-Aktiven tatsächlich gemappt wurden.

Gerade letzter Punkt ist eklatant: bei einem Vergleich der amtlichen Daten mit OpenStreetMap-Daten fällt auf, dass die OSMler noch lange nicht am Ende sind: amtlicherseits sind 60.244 Kirchen und Kapellen in Bayern verzeichnet (und hier sind nur die christlichen Andachtsstätten überhaupt erfasst); in OSM…

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Social Media Guidelines helfen in rechtlichen Grauzonen

Gut ein Jahr ist es her, dass die Kirchenleitungen der NRW-Landeskirchen die Social Media Guidelines für Rheinland Westfalen Lippe (SMG RWL) beschlossen haben. Wir sind in Gesprächen mit anderen Landeskirchen, die Interesse haben, diese Guidelines zu übernehmen.

Die Zeit steht nicht still. Vor rund zwei Jahren haben wir begonnen, unsere Guidelines in einem offenen Dokument in der Online-Community. Während wir damals im kirchlichen Kontext noch stark für die Nutzung sozialer Netze werben mussten, ist dies in dieser Form nicht mehr nötig. Häufig geht es nun um die Frage, welche Netzwerke und Dienste genutzt werden. Facebook – so meine persönliche Wahrnehmung – verliert an Relevanz, um Reichweite zu erzielen, gleichzeitig werden im Nachgang des NSA-Skandals Datenschutzargumente immer wichtiger. Nutzungsgewohnheiten ändern sich, mobile Endgeräte haben noch eine weitere Verbreitung erfahren. Gerade sitze ich auf der Fahr nach Hannover im Zug, neben mir Handy, Tablet und Notebook, die ich nebeneinander nutze. Reiseziel heute ist das EKD-Kirchenamt für eine Sitzung der FG IT-Recht im Kirchenamt.
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Bobby-Car, Kopfhörer und Apfelbäumchen – oder doch Gott?

Mitgliedschaftswerbung

Mitgliedschaftswerbung

Warum Mitglied der Kirche werden? In Lechenich bei Erftstadt gibt es Prämien für die Gemeindeglieder, die neue Mitglieder werben. Die Werberinnen und Werber erhalten als Dankeschön für das neu gewonnene Gemeindemitglied als Prämie beispielsweise ein Bobby-Car, einen Kopfhörer oder Apfelbäumchen. Diese Aktion gibt es schon seit März, bin heute aber durch Holger Pykas Blogpost erneut darauf gestoßen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Open Internet – Open Church – Open Soure

Unter diesem Motto trafen sich diese Woche Webworker aus neun Ländern zur European Christian Internet Conference, kurz: ECIC.

Vortrag ECIC

Vortrag ECIC

Während die Eindrücke noch frisch sind, ein Versuch zusammenzufassen, wohin sich die kirchliche Internetarbeit auf europäischer Ebene bewegt.
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Einfach gemacht: svenskakyrkan på instagram

svenskakyrkan på instagram

svenskakyrkan på instagram

Keine große Geschichte, aber eine schöne, denn sie zeigt, wie Social Media funktionieren kann. Eine Gruppe von fünf Menschen, die sich in der Kirche von Schweden engagieren, setzen sich zusammen, um ein Social Media Projekt für ihre Kirche zu planen. Eigentlich wollten sie twittern, merken aber, dass auf Instagram der Name „svenska kyrkan“ = Kirche von Schweden noch frei ist. Sie melden ihn an und fangen an, ihn zu nutzen. Ohne Auftrag. Sie haben gemerkt, mit Bildern kommuniziert man am besten. Ihre Idee, die Vielfalt des kirchlichen Lebens in Schweden zu zeigen. Und sie setzen darauf, dass andere mitmachen. Für eine Woche kann man unter dem Account Svenska Kyrkan seine persönliche Sicht auf die Kirche posten. Mehr von diesem Beitrag lesen

Mark hört mit

Gestern auf einer der regionalen IT-Konferenz der EKiR warb ein Teilnehmer starkt für die Nutzung sozialer Medien in der Kirche. Etwas ungewöhnlich in einem Prozess, der von  IT-Sicherheit und Datenschutz getrieben wird. Sein Anliegen: wir dürfen nicht dabei stehen bleiben, unsere Email sicher zu machen, wenn viele über Mail-Kommunikation nicht mehr erreichbar sind. Daher der Hinweis auf Facebook.

Nach der Veranstaltung sprach ich ihn an, darauf die Antwort: “Persönlich hasse ich Facebook, aber ohne geht es nicht mehr.” Mehr von diesem Beitrag lesen

QR-Codes auf Grabsteinen?

QR-Codes auf Friedhöfen (Pressefotos e-memoria.de)

QR-Codes auf Friedhöfen (Pressefotos e-memoria.de)

„e-memoria verbindet On- und Offlinewelt der Trauernden“ ist die Pressemitteilung eines Start-ups überschrieben, das sich auf der internationalen Bestattungsfachmesse BEFA, die vom 29. bis 31. Mai 2014 in Düsseldorf stattfindet, präsentiert.

„Auf e-Memoria.de können sich Hinterbliebene zusammenfinden und ihren Verstorbenen individuelle Gedenkseiten im Internet widmen. Neben den klassischen Funktionen wie dem Upload von Texten, Fotos, Videos und dem Anzünden einer virtuellen Kerze bietet das Portal zwei weitere Besonderheiten, die es von anderen Anbietern unterscheidet: Jede Gedenkseite kann über einen QR-Code aufgerufen werden, der auf eine Edelstahlplakette gelasert und am Grab des Verstorbenen platziert wird. Trauernde, die vor dem Grab stehen und den QR-Code mit ihrem mobilen Endgerät einscannen, werden so auf die persönliche Seite des Verstorbenen geleitet. Der QR-Code kann zudem digital mit anderen Hinterbliebenen geteilt werden, um sich gemeinsam zu erinnern und Trost zu spenden – auch über räumliche Grenzen hinweg.

Die zweite besondere Funktion ist die Navigationsfunktion zur Grabstätte. Trauernde können über ihr Smartphone die Koordinaten des Grabs auf der Gedenkseite abspeichern. Friedhofsbesucher, die selten die Gelegenheit haben, das Grab des Verstorbenen zu besuchen, können sich so problemlos zur Grabstätte navigieren lassen.“

QR-Codes auf Grabsteinen braucht man nicht zu mögen, aber ob sie sich durchsetzen oder nicht, wird wahrscheinlich nicht so sehr an den Friedhofssatzungen liegen – ob sie dies gestatten oder verbieten – sondern daran, wie QR-Codes in unseren Alltag Eingang finden oder nicht. Mehr von diesem Beitrag lesen

Heilige Daten und atheistische Schuhe

Atheistischer Schuhverkauf

Atheistischer Schuhverkauf

Treffpunkt für die deutsche Netzcommunity ist zurzeit die re:publica in Berlin. In der Netzcommunity weht der Kirche manchmal ein starker Wind entgegen, so Präses Manfred Rekowski im Grußwort beim Get Together für Webworker aus Kirche und Diakonie. Auf der anderen Seite entdecke ich durchaus religiöse Momente auf der re:publica.

Auf dem Weg zum “Welcome” auf Stage 1, laufe ich an einem Stand für atheistische Schuhe vorbei – die  atheistische Ausrichtung der Netzcommunity ist nichts Neues, nur habe ich diese noch nicht mit Schuhen in Verbindung gebracht. Erstmal schnell zum Welcome, um die Schuhe kann ich mich später kümmern.

Wüsste ich nicht, dass ich auf einer Netzkonferenz bin, käme bei mir Kirchentagsstimmung auf. Große Halle, voll besetzt, freundliche Helferinnen und Helfer. Die Eingangsliturgie wird auf der Bühne zelebriert. Statt Fürbitten für Unterdrückte und Verfolgte am Ende des Gottesdienstes zu halten, werden die Bilder verfolgter Netzaktivistinnen und -aktivisten aus Diktaturen  an der Wand präsentiert mit einem Link zu den entsprechenden Online-Petionen. Nicht nur Fübitte, sondern auch die gute Tat ist mit wenigen Klicks möglich.

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