Wie viel Religion verträgt das Netz? Wie viel Religion braucht das Netz?

Soziale Netzwerke durchdringen alle Bereiche des Lebens, nichts wird ausgespart, Freude und Leid, Spaß und Ernst, Leben und Tod. Und auch die Religion hat ihren Platz, allerdings wird religiöse Online-Kommunikation in der Regel von der Netzcommunity in Deutschland eher wenig wahrgenommen.

Film: Unschuld der Muslime im Netz

Film: Unschuld der Muslime im Netz

Dies zeigte sich jüngst bei der Beschneidungsdebatte: das wurde in den meinungsführenden Print-Medien ganz anders diskutiert als von der Netzcommunity mit ihren Blogs, da die deutsche Internetgesellschaft eher atheistisch als kirchlich geprägt ist. In Print-Medien kamen vielfach Vertreter der Kirchen zu Wort, die etwa das Recht auf Beschneidung auch aus der deutsch-jüdischen Geschichte ableiten und das Recht auf religiöses Selbstbestimmung stark machten. In vielen Online-Beiträgen dagegen stellten Blogger vor allem das Recht auf körperliche Unversehrtheit des Kindes in den Vordergrund. Die religiöse Perspektive spielte hier nur eine rudimentäre Rolle.

Ist diese vereinfachende, holzschnittartige Beobachtung verallgemeinerbar? Mehr von diesem Beitrag lesen

Social Media darf nicht nur Spaß machen, sondern man muss Freude daran haben, wenn wir in den sozialen Netzen kommunizieren wollen.

bilder und gedanken

Heute hatte ich mit Ralf-Peter Reimann ein Gespräch in unserem Kirchenkreis über die Frage: Facebook für Kirchenkreis, Diakonisches Werk, KiTa-Trägergesellschaft – ja oder nein?

Dabei warf Ralf-Peter irgendwann den  »Entwurf  der Social Media Guidelines«  an die Wand.  Und da heißt es an einer Stelle:

„Haben Sie Spaß! Machen Sie nichts, was Ihnen grundsätzlich unangenehm ist, aber bleiben Sie offen für Neues. Probieren Sie auch mal was aus. Nutzen Sie ihre Gaben. Bleiben Sie authentisch.“

Es gab eine überraschte Reaktion einer Teilnehmerin:

Wie, Spaß soll das auch noch machen?!

Ja.

Aber ich verstehe auch die Reaktion. Social Media, Facebook, Twitter, Google+ – all das kommt irgendwie, so scheint es, noch oben drauf auf das schon nicht kleine Päckchen, das Pfarrerinnen und Pfarrer, aber auch andere Mitarbeitende zu schultern haben. Die Sinnhaftigkeit der kommunikativen Präsenz im Netz wird durchaus gesehen, aber noch mehr wird sie als Last empfunden. Ach du meine…

Ursprünglichen Post anzeigen 355 weitere Wörter

Alltagsfrömmigkeit im Netz vom Morgengruß bis zum Schlusswort

Das Klosterleben wird durch Stundengebete strukturiert, von der Prim zur Komplet. Feste Gebetszeiten haben sich durch die Kirchengeschichte bewährt und strukturieren den Tag. Dies gilt nicht nur für Mönche und Nonnen, sondern für Christenmenschen aller Konfessionen, seien es die traditionellen Stundengebete, die morgendliche Bibellese mit Gebet, das Lesen der Herrnhuter Tageslosung oder das persönliche Abendgebet. Nicht zu vergessen in der periodischen Strukturierung des Glaubenslebens ist der wöchentliche Gottesdienst am Sonntagvormittag. Mehr von diesem Beitrag lesen