Nach einem Jahr: Nun ganz ohne Gott

Vor einem Jahr startete Ryan Bell ein Experiment: Der zweifelnde Pastor wollte ein Jahr ohne Gott leben, Atheismus und andere Religionen kennenlernen und sich danach entscheiden, ob er als Christ weiterlebe.

Er kam mit seinem Blog groß in die Medien. Ich bin seinem Blog gefolgt, in dem er seine Erfahrungen verarbeitet hat. Der Medienhype ist nun vorbei, als Ryan Bell nach einem Jahr der Suche Fazit zieht und sich am Jahresende zum Atheismus bekennt, „ein Ende und ein neuer Anfang“ überschreibt er diese Wende. Mehr von diesem Beitrag lesen

Heilige Daten und atheistische Schuhe

Atheistischer Schuhverkauf

Atheistischer Schuhverkauf

Treffpunkt für die deutsche Netzcommunity ist zurzeit die re:publica in Berlin. In der Netzcommunity weht der Kirche manchmal ein starker Wind entgegen, so Präses Manfred Rekowski im Grußwort beim Get Together für Webworker aus Kirche und Diakonie. Auf der anderen Seite entdecke ich durchaus religiöse Momente auf der re:publica.

Auf dem Weg zum „Welcome“ auf Stage 1, laufe ich an einem Stand für atheistische Schuhe vorbei – die  atheistische Ausrichtung der Netzcommunity ist nichts Neues, nur habe ich diese noch nicht mit Schuhen in Verbindung gebracht. Erstmal schnell zum Welcome, um die Schuhe kann ich mich später kümmern.

Wüsste ich nicht, dass ich auf einer Netzkonferenz bin, käme bei mir Kirchentagsstimmung auf. Große Halle, voll besetzt, freundliche Helferinnen und Helfer. Die Eingangsliturgie wird auf der Bühne zelebriert. Statt Fürbitten für Unterdrückte und Verfolgte am Ende des Gottesdienstes zu halten, werden die Bilder verfolgter Netzaktivistinnen und -aktivisten aus Diktaturen  an der Wand präsentiert mit einem Link zu den entsprechenden Online-Petionen. Nicht nur Fübitte, sondern auch die gute Tat ist mit wenigen Klicks möglich.

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Leben, als ob es Gott nicht gäbe?

CNN berichtet über ihn, Pastor Ryan Bell ist in vieler Munde, seit er ankündigte, ein Jahr lang zu leben, als ob es Gott nicht gäbe. Pfarrer die nicht mehr glauben (wollen) erzeugen einen Medienhype. Ryan Bell hat Lehraufträge an zwei christlichen Hochschulen verloren, ein engagierter Atheist hat deshalb auf einer Fundraising-Plattform ein Konto für Ryan Bell aufgesetzt, auf dem seit Jahresbeginn statt der angestrebten US$ 5.000 über 21.000 bereits eingegangen sind.

Wirtschaftlich – der 42-jährige Ryan Bell hat zwei Töchter zu versorgen – scheint der Selbstversuch zumindest nun gangbar, auch das geplante Buch dürfte Erträge abwerfen, aber nach eigenem Bekunden geht es in diesem Projekt um die Suche nach Wahrheit: Mehr von diesem Beitrag lesen