Von Open Access und Privacy sowie von christlicher Unterweisung und göttlicher Vorhersehung oder: digitale Souveränität theologisch

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Einleitung

Digitale Souveränität bezeichnet die Möglichkeit eines Menschen, digitale Medien souverän
selbstbestimmt zu nutzen, sie erweitert so den Begriffes der Medienkompetenz. Neben individuellen Voraussetzungen sind aber auch entsprechende Rahmenbedingungen notwendig, um souveränes Handeln in digitalen Medien ermöglichen, dazu gehören die Bereitstellung entsprechender Produkten und Technologien, z.B. sicherer Transportweg
für Daten aber auch regulatorische Maßnahmen. Auch diese äußeren Gegebenheiten beeinflussen zu einem großen Teil die digitale Souveränität der Bürgerinnen und Bürger einer Gesellschaft und der Gesellschaft selbst.

Digitale Souveränität ist daher ein wichtiges Thema unserer Gesellschaft, schon deshalb sollten wir uns als Kirche damit beschäftigen, denn wir verstehen uns als Teil der Gesellschaft verstehen und wir wollen uns in ihre Diskursen einbringen.

Beim Thema „Digitale Souveränität” geht es aber auch um das Menschenbild. Es geht um
die anthropologische Frage, wer ist der digitale Mensch. Was bedeutet das christliche Menschenbild für die Digitalisierung? Was können wir als Kirche, was kann unsere Theologie beitragen? Mehr von diesem Beitrag lesen

Digitale Nachhaltigkeit: Was ist das? Wie geht das?

Luki-Wiki Digitale Nachhaltigkeit

Luki-Wiki Digitale Nachhaltigkeit

In Ökologie und Ökonomie macht es sich immer gut, von Nachhaltigkeit zu sprechen. Auch im kirchlichen Bereich reden wir gerne von Nachhaltigkeit, wenn es Bewahrung der Schöpfung und Sozialethik geht. Über die Einladung von Luki, dem Verein der Linux-User in der Kirche, zum diesjährigen Jahrestreffen, habe ich mich gefreut, digitale Nachhaltigkeit sollte das Hauptthema auf beim Luki-Treffen in Essen an diesem Wochenende sein. Mehr von diesem Beitrag lesen

Ist Open moralischer?

Augustinus: Advokat freier Software?

Korrekt formuliert müsste man von Ethik statt Moral sprechen, auf Software bezogen müsste man fragen: Ist Open Scource Software bzw. Free Software die ethisch bessere Software? Oder ist sie einfach nur besser? Gibt es ethische Gründe für Open Source Software?
Ich suche dabei nach einer Begründung für freie Software, die nicht auf einer Argumentation aus Informatik oder Ökonomie fußt, sondern ethische Begründungszusammenhänge anführt. Und wenn wir uns im kirchlichen Kontext bewegen, lässt sich präzisieren, welche theologischen Gründe gibt es für den Einsatz freier Software.
In der Kirche müssen wir dazu eine theologische Position entwickeln. Die Annahme bzw. der Hinweis, dass Open Source Software besser sei, mag sich aus der Informatik begründen oder wiederlegen lassen, genügt aber nicht den Grundsätzen theologischer Urteilsfindung. Mehr von diesem Beitrag lesen

Kein Internet ohne Augustinus

Codex Sinaiticus

Codex Sinaiticus (Photo credit: Wikipedia)

„Die Aufgabe eines Historikers ist es nicht, uns die Vergangenheit vertraut erscheinen zu lassen, sondern die Gegenwart in anderem Licht „, sagte Mc Mahon Ciarán als Einführung zu seinem Vortrag auf #ECIC18.

Diesen will ich nicht wiederholen, allerdings brachte mich ein Gedanke zum Nachdenken. Es wird oft behauptet, das Internet sei Computer-vermittelte Kommunikation, aber Ciarán Mc Mahon widerspricht. Das Internet ist ein Umgebung. Web-Designer versuchen, die Lücke zwischen den Nutzerinnen und Nutzern zu überbrücken und Sie unmittelbare Präsenz erleben zu lassen. Das Internet ist – in der Erfahrungen der User – eine neue Umgebung mit neuen Verhaltensmustern und -regeln, ist es direkte und keine medial vermittelte Kommunikation.

Wenn wir online sind, leben wir in einem anderen Raum. Es gibt keinen „Ton“, es gibt keine emotionale Botschaft in textbasierte Kommunikation. Online-Beziehungen sind daher anders als face-to-face-Kommunikation. (Es wäre interessant, wie Ciarán Mc Mahon die zunehmende Nutzung von Videos, Audios und Fotos in Online-Kommunikation bewertet und ob er immer noch zu diesem Urteil käme.) Mehr von diesem Beitrag lesen