Digitalisierung ist kein Allheilmittel, wir brauchen auch einen Kulturwandel

Am Montag in einer Sitzung zum Thema Digitalisierung eine angeregte und engagierte Diskussion, welche Projekte wir brauchen, um nahe bei den Menschen zu sein. Ja, wir brauchen auch in Deutschland einen Gemeindefinder wie z.B. A Church near you – aber was, wenn kirchenferne Menschen zur Gemeinde vor Ort kommen und auf eine Realität stoßen, die nicht wertschätzend ist. Wenn wir digitale Strukturen zur niederschwelligen Kontaktaufnahme wollen, müssen die dazu korrespondierenden Angebote vor Ort einladend sein. Sonst ist nichts gewonnen. Leider ist oft noch ein Kulturwandel notwendig, sonst hilft das beste Digitalisierungsprojekt nicht. Mehr von diesem Beitrag lesen

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Mit Social Media geht mehr – wollen wir es?

FireShot Capture 097 - @raderbergundthal • Instagram-_ - https___www.instagram.com_raderbergundthal_Menschen aus einem Kölner Stadtteil zeigen Gesicht. Ein Porträtfoto im Instagramstil, dazu eine kurze Geschichte über das eigene Leben im Viertel, dann Hashtags, darunter auch der der Kirchengemeinde.

Wer sich auf Instagram dem Stadtviertel über Hashtags nähert, findet interessante Menschen aus der Nachbarschaft, die eine Geschichte erzählen und sich im Viertel und der Kirchengemeinde engagieren. Die Kölner Philippus-Gemeinde zeigt so Präsenz auf Instagram und lädt ganz niederschwellig ein. Für dieses Instagram-Projekt wurde sie mit dem Medienpreis der Evangelischen Kirche im Rheinland ausgezeichnet. Aber nicht nur über soziale Netzwerke lädt die Philippus-Gemeinde ein, auch ihr Gemeindeleben ist einladend gestaltet, auf der Website wird ein Welcome-Gottesdienst angeboten. Auch wer bisher noch nicht dazugehört, ist willkommen. Für verschiedene soziale Netzwerke lässt sich die jeweilige Zielgruppe gut beschreiben, das Instagram-Projekt nimmt die Zielgruppe junger Menschen besonders in Blick, korrespondiert aber zur Haltung der Gemeinde. Mehr von diesem Beitrag lesen

Neuer Anfang statt würdevoller Abgang

New Beginnings

New Beginnings or Gracious Exit?

Die Mainline Churches in den USA (u.a. Lutheraner, Presbyterianer, Anglikaner, United Church of Christ, Disciples of Christ) kämpfen mit Mitgliederschwund. Dass Kirchen schließen, ist nichts Ungewöhnliches. Auch die Alterstruktur der Mainline Churches ist ungünstig. Während in der Gesamtbevölkerung der USA rund 60% der Bevölkerung unter 50 Jahre sind und nur 40% über 50, ist es bei den Mitgliedern der Mainline Churches genau andersrum. UCC und PCUSA nehmen die Spitzenposition bei den überalteten Gemeindegliedern ein. Ein Grund für die Schließung von Kirchen ist daher auch das Alter der Gemeindeglieder. Gemeinden sterben, wenn niemand mehr in sie hineinwächst und Gemeindeglieder aufgrund ihres Alters ausscheiden oder sterben. Auch eine Gemeinde hat ein Lebensalter oder einen Lebenszyklus, so die Erfahrung in den USA. Es gibt Gemeinden, die weit über einhundert Jahre alt sind, es gibt aber auch Gemeinden, die nach wenigen Dekaden aufgeben. Im Durchschnitt werden in den USA Gemeinden so alt, wie es der durchschnittlichen Lebenserwartung von Menschen entspricht. Das Sterben einer Gemeinde ist daher auch etwas Natürliches. Mehr von diesem Beitrag lesen