Auf eines ist Verlass: Auf Facebook sind wir nur Gast

Facebook gehört das Spielfeld und es bestimmt auch die Regeln

Facebook gehört das Spielfeld und es bestimmt auch die Regeln.

Kürzlich kündigte Facebook-Chef Mark Zuckerberg an, in Zukunft werde Facebook seinen Algorithmus ändern und viel stärker Beiträge von Freunden und Familienmitgliedern anzeigen.

Der Facebook-Chef Mark Zuckerberg möchte, so schreibt er, die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Studien hätten gezeigt, dass Interaktionen mit Freunden und Familienmitgliedern das Wohlergehen fördern, daher sollen diese nun wieder das Zentrum der Benutzererfahrung werden, der Facebook-Algorithmus werde entsprechend angepasst.

Diese Änderung im Facebook-Newsfeed-Algorithmus wird nicht nur der Menschenfreundlichkeit Mark Zuckerbergs geschuldet sein, sondern hat durchaus auch andere Gründe. Hass-Diskussionen, Fakenews,  nicht zuletzt die russische Einmischung in den US-Wahlkampf haben Facebooks Ansehen ramponiert. Als Gegenmaßnahme soll das Image aufpoliert und die Nutzererfahrung optimiert werden, denn Facebook kann es nur gutgehen, wenn sich seine Nutzerinnen und Nutzer gerne auf der Plattform aufhalten. Mehr von diesem Beitrag lesen

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Quo vadis, Facebook?

Facebook ist ein, für viele sogar „das“ soziale Netzwerk. Für Unternehmen ist es daher eigentlich gesetzt, dass sie auf Facebook sind, denn Social Media Aktivitäten sind Pflichtprogramm. Dies gilt auch für die Kirchen. Wenn bei Unternehmen das Ziel ist, über  Scocial Media ihre Produkte zu vertreiben und es damit Messgrößen für den Erfolg von Social Media Aktivitäten gibt, wie sich eingesetzte Mittel zum angestrebten Ergebnis verhalten, wird dies für Kirchen und Non-Profit-Organisationen schwieriger, den Erfolg ihrer Social Media Aktivitäten zu beziffern.

Eine Facebook-Fanpage zu betreiben, nur um Reichweite zu erzielen, macht ökonomisch keinen Sinn mehr (eigentlich müsste man fragen, ob es je sinnvoll gewesen sei). Während man  in der Vergangenheit mit Einsatz vergleichsweise geringer Ressourcen eine größere Reichweite gut zu erzielen war, ist dies nun nicht mehr möglich. „Wer nicht zahlt, ist nicht sichtbar“ folgerte Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, Leiter Digitale Kommunikation und Innovationen bei Achtung!.  Die organische Reichweite bei Facebook-Fanpages sinkt, denn Facebook hat den Algorithmus verändert, der für die Einblendung von Facebook-Posts bei den Fans regelt, die Fanpages geliket haben. Diese Verschärfung ist keine Überraschung, es war in Fachkreisen schon lange erwartet worden, dass Facebook endlich Kasse machen will. Mehr von diesem Beitrag lesen