Erfahrungsbericht: Live-Stream zur Synodenberichterstattung

FireShot-Capture-048---Analytics---YouTube_---https___www.youtubeErstmalig haben wir die diesjährige Landessynode vollständig mit Videos abgebildet – 15 Jahre, nachdem wir das erste Mal von einer Synode einen Live-Stream hatten.

Zwar hatten wir die Plenarsitzungen der Landessynoden 2016 und 2017 auch komplett live gestreamt und dazu hatten Bambuser eingesetzt. (Stichwort Kontrolle und Verfügbarkeit eigener Daten: Bambuser stellt in diesem Jahr seine Dienstleistungen ein, damit gehen auch unsere bisherigen Streams verloren.) Die Streams waren auch on demand abrufbar, aber nicht in die Website integriert. Parallel zum Stream hatten wir wichtige Vorträge und Berichte eigens aufgenommen, bearbeitet und als Video nach YouTube hochgeladen. Diesmal haben wir ganz auf den Live-Stream gesetzt und aus dem Plenum keine weiteren Videos produziert. Den Stream haben wir per Timestamp dann als Video-Sequenzen genutzt. Mehr von diesem Beitrag lesen

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Digitalisierung und Internet: Tool oder neue Kultur?

Digitaliserung in der Kirche

Digitaliserung in der Kirche

Die diesjährige EKD-Synode hat sich als Schwerpunkthema „Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“ gewählt. Diese Formulierung ist bereits eine Fokussierung auf das Kommunikationshandeln der Kirche, Digitalisierung umfasst natürlich mehr.

Für die Behandlung des Themas geht es um eine grundsätzliche Frage:
Ist das Internet ein Instrument, ein Werkzeug oder ein Tool, das sich auch gut für die Kommunikation des Evangeliums nutzen lässt oder geht es um einen fundamentalen Veränderungsprozess in unserer Gesellschaft, um die Entstehung einer neuen digitalen Kultur, in der wir uns als Kirche zurecht finden müssen.

Internet und Digitalisierung sind natürlich zu differenzieren, aber der Umgang mit dem Internet zeigt sehr deutlich, wie man Digitalisierung versteht. Mehr von diesem Beitrag lesen

Kann „Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“ gelingen? Ich bin gespannt!

SynodenlesebuchDiese Frage hat sich die EKD-Synode für ihre Tagung vom 9. bis 12. November 2014 in Dresden gewählt hat. Das Lesebuch zur Synode, das dieses Wochenende veröffentlicht wurde, bietet eine gute Einführung und eine verlässliche Übersicht, wie sich die Digitalisierung auf die Kirche auswirkt.

Ansprechend gestaltet lädt das Lesebuch zum Mitdenken ein, zum Mitdiskutieren gibt es ein Forum auf evangelisch.de,  auf dem der Kundgebungsentwurf veröffentlicht ist und wo Mitglieder der Netzcommunity Rückmeldungen geben können, die in die Synodenberatungen Eingang finden sollen.

Diese Rückmeldemöglichkeit möchte ich mit diesem Blogpost nutzen. Synodenbeschlüssen gehen in der Regel keine Kampfabstimmungen voraus, sondern man sucht nach Konsensmöglichkeiten. Dies gilt auch für die Kundgebung der EKD-Synoden. Wenn die Beratungen zu diesem Thema jedoch mehr als ein Kundtun sein sollen, was sowieso schon mehrheitsfähig ist, müssen zumindest im Beratungsprozess auch kontroverse Positionen benannt werden – gegebenen Falls als Fragen, die es noch zu klären gilt. Die Proklamierung bereits bekannter und unstrittiger Positionen entfaltet keine Wirkung, weder nach innen in die Kirche, noch nach außen in die Gesellschaft.

Mein Eindruck ist, dass der Text des Kundgebungsentwurfes strittige Punkte ausgeklammert, statt sie offensiv zur Diskussion zu stellen. Mehr von diesem Beitrag lesen