WhatsApp in der Gemeindearbeit? Oder: Wer keine Daten verarbeitet, kann auch keine Verstöße begehen

WhatsApp

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Am besten keine Kinder im Gemeindehaus, dann wird es auch nicht schmutzig. Diese unausgesprochene Botschaft strahlte einer der Küster in meiner Vikariatsgemeinde aus. Je weniger Aktivitäten im Gemeindehaus, desto sauberer bleibt es.

In Bezug auf den Datenschutz erlebe ich oft eine ähnliche Einstellung. Aus Angst vor möglichen Verstößen gegen das Datenschutzrecht verbietet man die Nutzung bestimmter Netzwerke. Wer keine Daten verarbeitet, kann auch keine Verstöße begehen. Statt zu erkunden, unter welchen Umständen WhatsApp gesetzeskonform zu nutzen wäre, am besten die dienstliche WhatsApp-Nutzung generell verbieten, denn dann kann niemand wegen WhatsApp gegen das EKD-Datenschutzgesetz verstoßen. Statt über das meistgenutzte Netzwerk zu kommunizieren, kaprizieren wir uns lieber auf Messengerdienste, die  auf jeden Fall datenschutzkonform  sind, aber in der Breite nicht genutzt werden.  Prima geeignet für binnenkirchliche Selbstgespräche, aber nicht brauchbar, um andere Menschen zu erreichen.

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EuGH-Urteil: Eigentlich müssten wir die Facebook-Fanpage abschalten, aber …

fb-insightBereits im Juni hatte der Europäische Gerichsthof in einem Urteil festgestellt: „Der Betreiber einer Facebook-Fanpage ist gemeinsam mit Facebook für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten der Besucher seiner Seite verantwortlich,” so die Pressemitteilung des Gerichtes.

Bis dahin durfte – und konnte – man davon ausgehen, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten durch Facebook und nicht durch den Betreiber der Fanpage stattfindet. Dies war auch die intern vorgetragene Argumentation vor dem Start der Fanpage der rheinischen Kirche 2012. Mehr von diesem Beitrag lesen

Follow-up: Eine Woche DSG-EKD und DSGVO

desk-ekd-googleWas ist seit Inkrafttreten des neuen  Datenschutzrechtes passiert? Das Leben geht weiter. Die Anfragen werden etwas geringer. Mein Blogpost zum Datenschutzrecht hat die meisten Zugriffe von allen Artikeln in diesem Jahr. Auf der Homepage des EKD-Datenschutzbeauftragen wird das Inkrafttreten des neuen EKD-Datenschutzgesetzes immer noch für den 24.5.2018 angekündigt und unter dem Link „Datenschutzerklärung“ findet sich  eine Postkarte  zum Thema Datenschutz, die man herunterladen kann (Stand heute Vormittag, jetzt findet sich dort eine Datenschutzerklärung). Warum also die Hektik an den Tagen vor dem 25. Mai? Mehr von diesem Beitrag lesen