Kultur- und Organisationswandel durch Facebook?

Screenshot Telekom Hilft auf Facebook

Screenshot Telekom Hilft auf Facebook

Kommunikation gelingt nicht auf einmal deshalb, weil plötzlich eine entsprechende neue Technik da wäre, sondern sie gelingt, weil eine Technik abbilden kann, was als Kommunikationsform und – mittel benötigt wird. Wenn der Vorstand beschließt, eine Facebook-Page muss her, bedeutet dies noch lange nicht, dass ein Unternehmen fortan erfolgreich über soziale Netzwerke kommunizieren kann. Mehr von diesem Beitrag lesen

Advertisements

„Wir, die Netz-Kinder“ – Kommentar aus der „Eltern“-Generation

Matthias Jung

Matthias Jung

Kirchen bestehen aus Stein und nicht aus Bytes, ohne die direkte Begegnung face-to-face geht es nun mal nicht. So wird oft innerhalb der Kirche argumentiert. »Wir brauchen keine Denkmäler«, schreibt dagegen  Piotr Czerski in einem Essay. Man darf die Kirchen aus Stein gegen die Bytes sozialer Netzwerke nicht ausspielen, meint Matthias Jung in diesem Gastbeitrag auf Theonet.de. Mehr von diesem Beitrag lesen

Facebook im Konfi?

Letzte Woche wurde ich auf diese Idea-Meldung aufmerksam, dass eine hessische Pfarrerin Facebook zur Begleitung des Konfirmandenunterrichts verwendet:

„Die Pfarrerin Sabine Koch in Kurhessen-Waldeck macht positive Erfahrungen mit Facebook. Sie hatte festgestellt, dass alle acht Konfirmanden als Mitglieder registriert waren. Sie habe dort eine „geheime Gruppe“ gegründet, deren Beiträge nur von den eingetragenen Mitgliedern angesehen werden können. Nun lade sie per Facebook zum Unterricht ein und verweise auch auf Internetadressen zur Vorbereitung des jeweiligen Themas. [..] Sie habe erlebt, dass sich nach dem Unterricht Diskussionen über ernsthafte Themen ergeben hätten, etwa zu „Sterben und Tod“. Unter anderem wurde gefragt: „Sind wir nicht eigentlich noch zu jung, um über den Tod zu reden?“ Die Pfarrerin: „Ich glaube, im Unterricht hätten sich die Konfirmanden nicht getraut, darüber zu sprechen. Am PC hatten sie die nötige Distanz und konnten dennoch in die Tiefe gehen, weil sie wussten, dass da die Nachrichten nur von der Gruppe gelesen werden können.“

via Facebook im Konfirmandenunterricht.

Facebook als didaktisches Tool? Zwar bietet die evangelische Kirche eigene Online-Tools zur Unterrichtsunterstützung (z.B. auf rpi-virtuell) an, die religionspädagogisch gesehen einen höheren Nährwert haben, aber das Bestechende an Facebook ist: jeder und jede hat’s.  Oder doch nicht alle?

Facebook-Profil - nur nach Anmeldung sind alle Inhalte zugänglich.

Facebook-Profil - nur nach Anmeldung sind alle Inhalte zugänglich.

Zunächst: Anscheinend waren alle Konfis des Jahrgangs bei Facebook angemeldet, bevor die Pfarrerin begann, Facebook auch für den Unterricht zu nutzen.  Ein Glückwunsch an die Kollegin, dass sie weiß, wo und wie Konfis zu erreichen sind.

Ich stelle mir die Frage, hätte ich das als Pfarrer auch gemacht? Und als Vater einer Konfirmandin frage ich mich: fände ich das gut, wenn sehr persönliche Kommunikation meiner Tochter über Facebook läuft? Mehr von diesem Beitrag lesen