Wir brauchen Chorbischöfinnen – oder Social Media gehört in die Ortsgemeinde

Zukunft der Parochie„Die Zukunft der Parochie in Zeiten von Social Media und Digitalisierung. Entdeckungen, Chancen, neue Landkarten.“

Ich habe noch für den Untertitel ergänzt: „wir brauchen neue Chorbischöfinnen und Chorbischöfe“, nachdem ich nochmals etwas in die Kirchengeschichte und die Entwicklung der Parochie  geschaut habe.

Bisher habe ich Vorträge gehalten und Aufsätze verfasst mit Titeln wie „Jenseits der Parochie“ – aber ich weiß nicht, ob ich mit solch einem Titel zu diesem Vortrag auf der EKBO-Fachtagung „Hyperlink zur Ewigkeit“ am 17. Juli 2017 eingeladen worden wäre.

Daher wollte ich die Chancen der Parochie herausstellen. Dies hat mich zum Nachdenken gebracht und ich habe einige Positionen für mich neu gefunden.

Klar ist: Das Internet hält sich nicht an parochiale Grenzen, es legt sich in gewisser Weise über territoriale Abgrenzungen. Früher habe ich deshalb eingenständige Online-Gemeinde gefordert, heute sehe ich jedoch verstärkt Chancen im Social Media Engagement von Ortsgemeinden. Vor diesem Hintergrund bin ich einen Aufsatz durchgegangen, den ich vor vier Jahren mit Matthias Jung geschrieben habe.

Heute frage ich kritischer: Wollen (brauchen) wir reine Online-Gemeinden wirklich? Vor vier Jahren stand im Aufsatz noch ein Plädoyer dafür im Text. Heute sehe ich das kritischer. Mehr von diesem Beitrag lesen

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Erreicht man über eine Online-Gemeinde neue Zielgruppen? Impulse von der #ECIC22

Sanctuary First

Sanctuary First

Erstmalig wurden zwei Online-Gemeinden auf der Konferenz vorgestellt, die sich als offizielle Gemeinden ihrer Kirche verstehen. www.i-church.org ist eine Online-Gemeinde des anglikanischen Bistums Oxford. i-church ist als Kommunität aufgebaut und wendet die benediktinischen Mönchsregeln für den Aufbau der Gemeinde an.
Gegenüber der im Internet häufig vorkommenden Unverbindlichkeit setzt i-church darauf, dass Gemeindemitglieder verbindlich miteinander ihr Leben teilen und sich in ihrem Umfeld sozial engagieren. Die Website ist einfach gehalten, der Austausch der Gemeindeglieder erfolgt über Email und Foren.
Die Cyber-Gemeinde der dänisch-lutherischen Volkskirche ist unter www.cyberkirken.dk abrufbar. Die dänische Online-Gemeinde setzt auf modernste Technik. Über Webcam und Mikrofon kann man mit Webpastorinnen und -pastoren Verbindung aufnehmen, die zeitweise in der Cyberchurch Dienst tun, sonst aber in ganz normalen Kirchengemeinden arbeiten.
Die Technik ermöglicht der dänischen Online-Gemeinde, allen Gemeindegliedern ein virtuelles Gemeindehaus zur Verfügung zu stellen. In dem Haus gibt es verschiedene Gruppen, die sich zu bestimmten Zeiten treffen.

Vor zwölf Jahren waren dies Schlagzeilen von der Europäischen Christlichen Internet-Konferenz (ECIC), die sich 2005 zum zehnten Mal in Rom traf. Als dieses Jahr auf der ECIC in Warschau Vertreter der Kirche von Schottland eine schottische Internetgemeinde vorstellten, war dies nichts Außergewöhnliches mehr. Sanctuary First – so der Name der Gemeinde – zeigt, dass Online-Gemeinden in der Mitte des kirchlichen Lebens angekommen sind. Mehr von diesem Beitrag lesen

Grammatik des Online-Gottesdienstes

mammothhq_com_boards_154678-fachtag-religiose-kommunikatEingeladen zu einem Vortrag „Andacht & Gottesdienst online – theologisch“ gehe ich auf einer Zeitschiene die Veröffentlichungen und Argumentationsmuster der letzten Jahre durch.

Mit fällt auf, das Thema Gottesdienst ist – zumindest in dieser Diskussion – eng mit dem Thema Gemeinde verknüpft. Im Gottesdienst versammelt sich die Gemeinde, das Idealbild ist der sonntägliche Gottesdienst der Ortgemeinde, in welchem sich die Gemeindeglieder unter Wort und Sakrament versammeln. Und das ist online anders. Mehr von diesem Beitrag lesen

Online-Kirche neu denken

Manchmal mag es auch an den Begrifflichkeiten liegen, wenn man sieht, wie lange gerungen wurde, ob man von Online-Gemeinde sprechen darf oder doch nur von Online-Community. Auch wenn nun endlich die Terminologie theologisch und kirchenamtlich geklärt ist, entsteht dadurch keine Online-Gemeinde von selbst.
Die Erfahrungen beim Aufbau der amerikanischen Online-Gemeinde UCC Extravagance, von denen Lawrence T. Richardson, Digital Minister der United Church of Christ, auf der Loccumer Tagung „Mache den Raum deines Zeltes weit. Formen der Glaubenskommunikation im Social Web“ berichtete, lassen mich nun in eine andere Richtung denken.

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Newfoundland revisited: Chancen und Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft durch Digitalisierung und Social Media

Präsentation zu #Neuland

Präsentation zu #Neuland

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, seit sich die EKD-Synode mit der „Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“ als Schwerpunktthema beschäftigte. Mehr von diesem Beitrag lesen

Eine virtuelle Kirche gibt es nicht, aber Online-Gemeinden schon

Mein Blogpost „Sündige kräftig im #Neuland!“ zitierte aus einer Diskussions in der Facebookgruppe Kirche und Social Media, die Diskussion ging anschließend in dieser Gruppe weiter. Mehr von diesem Beitrag lesen

Online-Gemeinden: Erfahrungen und Perspektiven

Die United Church of Christ hat beschlossen, eine Online-Gemeinde zu gründen. Einen Namen gibt es schon, nämlich Extravagance UCC, auch eine Pastorin ist schon benannt. Nun findet die Diskussion statt, welche Gestalt die Online-Gemeinde annehmen soll.

Ich freue mich darauf, morgen im National Office der UCC Erfahrungen aus Deutschland präsentieren zu dürfen:

~o~ heißt: „Friede sei mit dir“ – Gottesdienste im Internet

Die Twitterwall beim Twittergottesdienst zum Relicamp 2012 in Frankfurt (Foto: Hanno Terbuyken/evangelisch.de)

Die Twitterwall beim Twittergottesdienst zum Relicamp 2012 in Frankfurt (Foto: Hanno Terbuyken/evangelisch.de)

Facebook-Gottesdienst, Twittagsgebet, Chatandacht oder Online-Abendmahl – alleine diese Worte zeigen schon, was es im Netz alles gibt. Allerdings, was technisch geht, muss theologisch noch lange nicht gut sein.

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Abendmahl online? Wollen wir das?

Experiment Internet-Abendmahl (Screenshot evangelisch.de)

Experiment Internet-Abendmahl (Screenshot evangelisch.de)

„Abendmahl im Internet: Ein Experiment“ ist der Abendaufmacher heute (6.9.2012) von evangelisch.de. Am kommenden Freitag – so die Ankündigung – wird in der evangelischen Kirchengemeinde Eppertshausen unter dem Titel „Chillen mit Gott“ ein alternativer Gottesdienst gehalten.

Während des Gottesdienstes feiert die Gemeinde auch das Abendmahl, dies wird ins Internet gestreamt, über eine Webinar-Software können Internetuser dem Gottesdienst folgen.Geplant hat diesen Gottesdienst Ralf Friedrich, der Prädikant ruft die Internet-User auf,  sich „ein Stück Brot oder eine Oblate sowie einen Schluck Traubensaft oder Wein für die Abendmahlsfeier“ bereit zu legen. Mehr von diesem Beitrag lesen