Open Source, Open Content, Open Educational Resources – was bewegt die Kirche?

“Für die evangelische Kirche ist – auf der Grundlage ihres Glaubens- und Kirchenverständnisses – Bildung von der Reformationszeit an ein zentrales Thema.“ – so die EKD-Denkschrift Maße des Menschlichen, Evangelische Perspektiven zur Bildung in der Wissens- und Lerngesellschaft.

Was heißt aber Bildungsverantwortung in einer Gesellschaft, die sich durch die fortschreitende Digitalisierung verändert. Die evangelische Kirche ist eine Kirche des Buches, was aber, wenn das Buch zum eBook wird? Jedem ist einsichtig, dass ein gedrucktes Buch Geld kostet, aber was ist ein angemessener Preis für ein eBook, wo die Distributionskosten gegen Null gehen. Mehr von diesem Beitrag lesen

OER: Hintergründe und Meilensteine

OER – Open Educational Resources – überträgt die Idee von Open Scource Software bzw. Open Content auf Bildungsinhalte. OER ist eine Bewegung, die die Erstellung und Verbreitung freier Bildungsinhalte zum Ziel hat und so Bildungsrechtigkeit vorantreibt. Die UNESCO unterstützt OER, Länder wie Südkorea sehen in OER große Chancen, freie Bildungsinhalte digital zu verbreiten. Auch in Deutschland wird das Potenzial von OER zunehmend erkannt, das relevante Whitepaper zu OER wurde beispielsweise von Google mitfinanziert. Freie Bildungsmaterialien sind kein neues Thema, aber bei weitem noch nicht im regulären Schulalltag angekommen. Dies ändert sich jedoch zunehmen, beispielsweise veranstaltet die Stadt Köln ein so genanntes „OER Barcamp“ – also eine offene Fachkonferenz zu OER – im September dieses Jahres, zu der auch kirchliche Schulreferentinnen und –referentinnen gezielt eingeladen sind.

OER ist auch ein Thema, mit dem wir uns in der Kirche beschäftigen müssen. Die rebloggte Prezi von Frank Wessel gibt Hintergrundinformationen, was OER ist.

Guttenberg oder Gutenberg: Plagiatsjäger ertappen Pfarrer

Creative Commons

Nun hat die evangelische Kirche auch ihren Fall Guttenberg – oder müsste man doch sagen Gutenberg?  Das Urheberrecht ist so eine Sache. Gerade in der Bibel ist es nämlich nicht so eindeutig – und die biblische Praxis kann keineswegs ins 21. Jahrhundert übernommen werden. Mehr von diesem Beitrag lesen