Freie Software? – Auch eine Frage des Menschenbildes

20160818_131708Wie ich zu freier Software stehe, hängt auch vom Menschenbild ab, das ich habe. Der Umgang mit Freier Software ist nicht nur eine wirtschaftliche Frage, sondern auch eine weltanschauliche. In der christlichen Tradition gibt es viele Anknüpfungspunkte, aber im Engagement für Freie Software ist ein Zusammenschluss vieler Akteure auch unterschiedlicher Weltanschauungen notwendig. Im Blick auf die christliche Tradition fand ich es sehr spannend zu lesen, wie der amerikanische Soziologe Robert Merton (links ist seine Dissertation abgebildet) beschreibt, wie die Gemeinwohlorientierung im Puritanismus (und in Deutschland im Pietismus) zu einer gesellschaftlichen Haltung führte, in dem man Wissen freizügig teilte. Solch eine Haltung wiederzuentdecken ist für die Informationsgesellschaft wichtig, damit nicht einige wenige amerikanische Internetkonzerne exklusiven Zugriff auf die Ressourcen der Informationsgesellschaft haben, sondern die Allgemeinheit, was durch Freie Software, Open Access, Open Educational Resources, Open Data sichergestellt wird.

In meinem Vortrag auf der QtCon will ich darlegen, dass die Entscheidung, sich für Feie Software zu engagieren, aus einem Menschenbild folgt, das das Teilen (Sharing) in den Mittelpunkt stellt.

Anbei eine erste Version meines Vortrages – der auf der QtCon natürlich auf Englisch gehalten wird. Kommentare, Feeback und Kritik gerne. An dieser Stelle der Hinweis, dass der Vortrag noch work in progess ist. Meine Thesen verkürzen einige Sachverhalte, ich werde sie ananderer Stelle grne ausführlicher begründen. Mehr von diesem Beitrag lesen

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Antworten auf die Relevanzkrise: Renaissance amerikanischer Mainline-Kirchen?

Über Pfingsten habe ich für evangelisch.de den Artikel „Weichspülen ist keine Antwort auf die Relevanzkrise“ geschrieben, den ich weiter unten auch hier im Blog wiedergebe. Ein Blick in die USA kann nur subjektiv sein und auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit beanspruchen. Es sind immer nur Einzelaufnahmen, Puzzlestücke, die mehr oder weniger zusammenfassen. Rachel Held Evans Meinungsartikel („opinion“) in der Washington Post „Want millennials back in the pews?“ greift Aspekte aus Ihrem Buch „Searching for Sunday: Loving, Leaving, and Finding the Church“ auf. Mehr von diesem Beitrag lesen

Social Media in der UCC: Das Internet belohnt den „early bird“.

Schulrucksack auf der UCC-Facebook-Page

Schulrucksack auf der UCC-Facebook-Page

63.684 Facebook-Usern gefällt die United Church of Christ (UCC) ,  zurzeit “sprechen”  4.348 über die UCC  und  710 Menschen haben online im Church House der UCC eingecheckt.  Nur zum Vergleich, die Facebook-Kennzahlen anderer Mainline Protestant Churches.

Young Evangelicals Are Getting High

Ein guter Einblick in die amerikanische Kirchenlandschaft, wie sich Erwartungen an evangelikale Gemeinden und die protestantischen Mainline-Kirchen ändern. Aufschlussreich auch die Diskussion dazu auf der UCC-Facebook-Fanpage.

THE CHRISTIAN PUNDIT

princeton chapel A friend of mine attended a Christian college where almost all of the students, including her, grew up in non-denominational, evangelical Protestant churches. A few years after graduation, she is the only person in her graduating class who is not Roman Catholic,  high Anglican or Lutheran. The town I live in has several „evangelical“ Protestant colleges: on Ash Wednesday you can tell who studies at them by the ash crosses on their foreheads.

Young Christians are going over to Catholicism and high Anglicanism/Lutheranism in droves, despite growing up in low Protestant churches that told them about Jesus. It’s a trend that is growing, and it looks like it might go that way for a while: people who grew up in stereotypical, casual evangelicalism are running back past their parents‘ church to something that looks like it was dug out of Europe a couple hundred years ago at least. It’s encouraged…

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