„Der Herr sei mit Euch“ – oder: „mit Ihnen“?

Du oder Sie?

Du oder Sie?

Wenn ein Gottesdienst mit den Worten beginnt: “Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“, dann bedeutet das einen Übertritt, oder genauer gesagt eine Grenzüberschreitung. Dieser Ruf proklamiert für die Gemeinde den „Herrschaftswechsel“ – so Ernst Käsemann –  weg von Bindungen, die das Zusammenleben in arm und reich oder nah und fern aufspalten und zerreißen.
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We are Family

Mt Zion UCC Cleveland

Mt Zion UCC Cleveland

Während meiner Internship bei der UCC in Cleveland besuche ich sonntags verschiedene UCC-Gemeinden. Bei der Vielfalt ist die Auswahl nicht immer leicht, auf jeden Fall wurde mir aber die Mt. Zion Congregational Church UCC wärmstens empfohlen. Vorsichtig wie ich bin, frage ich nach dem Dresscode, da das Spektrum je nach Gemeinde von Shorts bis Anzug weit gefächert ist. Ich wolle ja nicht durch meine falsche Bekleidung direkt auffallen, scherze ich mit den Kolleginnen und Kollegen im Kirchenamt. Viele trügen Anzug, aber Kleidung sei kein Problem, „all are welcome“ist die Antwort  – und auffallen werde ich auf jeden Fall. In einer afro-amerikanischen Gemeinde kann man sich als weißer Mitteleuropäer eben nicht verstecken. Vor dem Besuch sehe ich mir natürlich die Website an , dort wird die Gemeinde als „inspirational, intelligent, and Spirit-filled ministry“ beschrieben. Ich bin gespannt. Gottesdienstbeginn ist elf Uhr, auch das ist mir sympathisch. Mehr von diesem Beitrag lesen

www.oekt.tumblr.com – Das Bildblog auf dem Ökumenischen Kirchentag in Voerde. Ein Erfahrungsbericht

Fotoblog vor Ort: Das Mitmachweb funktioniert, dies zeigt das Beispiel vom Ökumenischen Kirchentag in Voerde. Der Deutsche Evangelische Kirchentag hat vorgelegt, die Erfahrungen lassen sich aber auch auf die regionale bzw. gemeindliche Ebene übertragen. Digitale Kameras und Smartphones haben auch viele Besucherinnen und Besucher von Gemeindefesten und Kreiskirchentagen dabei, Social Media ist an der kirchlichen Basis längst angekommen.

bilder und gedanken

Link zum Blog: www.oekt.tumblr.com

  1. Idee, Konzeption, Vorlauf

1.1 Die Idee hatte ich während des DEKT in Hamburg, als ich über das Blog DeinBild@kirchentag.de einen Eindruck von der Atmosphäre bekam. Bei der Planung habe ich die Erfahrungen aus Hamburg aufgenommen und angepasst.

1.2 Da der ÖKT eine gemeinsame Aktion verschiedener Gemeinden war, habe ich mich im Vorfeld mit dem Vorbereitungskreis des ÖKT abgesprochen, das Bild-Blog zugleich von »meinem« Presbyterium genehmigen lassen. Damit wurde es formal zu einer Aktion der Ev. Kirchengemeinde Götterswickerhamm. Im Konfliktfall wäre so eine rechtliche Absicherung vorhanden. Auch das Impressum konnte so mit der Website der Kirchengemeinde verbunden werden.
Parallel habe ich Markus Gehling angesprochen, dem – Social Media erfahrenen – Pastoralreferenten der katholischen Gemeinde, und als Kooperationspartner gewinnen können.

1.3 Die Persönlichkeitsrechte der Menschen auf den Fotos waren zu beachten. Hier habe ich in Absprache mit Ralf-Peter Reimann und Anna Neumann (beide Internetarbeit der EKiR) den gleichen…

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Taufvorbereitung über Skype

Neue Medien sind in der Gemeindearbeit angekommen. Dies zeigt auch dieser Erfahrungsbericht eines Dorfpfarrers aus Brandenburg. Räumliche Distanz lässt sich so etwas überbrücken.

uckerlandkirchenblog

Nun, taufen per skype wohl nicht, aber die Vorgespräche lassen sich per skype gut realisieren.
Uckerland liegt im Norden Brandenburgs. Die jüngsten Bewohner dieses schönen Landes sind in der dritten Generation unkirchlich aufgewachsen, nicht zuletzt eine Folge von 40 Jahren SED-Herrschaft. Der demografische Wandel ist nirgends so stark zu spüren, wie hier.
Man muss sich also was ausdenken.
Was also ist zu tun, wenn ein Partner „kirchlich“ ist, wie man hier sagt, der andere aber nicht?
Gut, wenn „der andere“ „mitmacht“, also sich einlässt auf das, was der Ehepartner wünscht.
Die Taufe des Kindes zum Beispiel.
Aber: wir müssen die Form sorgsam gemeinsam entwickeln. Und zwar so, daß sich beide Partner wohl fühlen. Texte müssen ausgewählt, besprochen werden. Lieder ebenso. Musik. Jedes Detail ist wichtig. Es ist ja keinem damit gedient, wenn er was „übergestülpt“ kriegt.
Also ist Gespräch dringend. Auch das erklärende Gespräch. Was tun wir da eigentlich, wenn…

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„Das ist mein Leib“ – und dann war der Ton weg

Im Vorfeld wurde über das angekündigte Internet-Abendmahl viel diskutiert, daher wollte ich online erleben, wie es umgesetzt würde. Kurz vor acht Uhr meldete ich mich an. Die Webinar-Plattform bot ein Facebook-Login an, das ich zunächst nutzen wollte. Mehr von diesem Beitrag lesen

„Wir, die Netz-Kinder“ – Kommentar aus der „Eltern“-Generation

Matthias Jung

Matthias Jung

Kirchen bestehen aus Stein und nicht aus Bytes, ohne die direkte Begegnung face-to-face geht es nun mal nicht. So wird oft innerhalb der Kirche argumentiert. »Wir brauchen keine Denkmäler«, schreibt dagegen  Piotr Czerski in einem Essay. Man darf die Kirchen aus Stein gegen die Bytes sozialer Netzwerke nicht ausspielen, meint Matthias Jung in diesem Gastbeitrag auf Theonet.de. Mehr von diesem Beitrag lesen

Nähe und Distanz in sozialen Netzwerken: Freunde in der Gemeinde?

Im 15. Kapitel des Johannes-Evangeliums bezeichnet Jesus seine Jünger als seine Freunde. Innerhalb der Gemeinde spricht man dagegen meist von Schwestern und Brüdern. Geschwister kann man sich nicht aussuchen, Freunde schon. Auf Facebook, dem weltweit größten sozialen Netzwerk, lässt sich das Verhältnis verschiedener Nutzer inzwischen weiter differenzieren, der aus dem (amerikanischen) Englisch stammende Begriff „friend“ bzw. Freund ist jedoch prägend, wenn Menschen über Facebook eine Beziehung aufnehmen, sich befreunden.

„Das sind nur Freunde von Deiner Arbeit, ich aber habe echte Freunde“, sagte meine Tochter, als sie ein Blick auf den Bildschirm warf, während ich bei Facebook online war. Mehr von diesem Beitrag lesen