Pussy Riots und Beschneidungsdebatte: Welche Rolle soll Religion in unserer Gesellschaft spielen?

Was ist uns heilig? Welchen Raum soll Religion in unserer Gesellschaft einnehmen, was heißt Religionsfreiheit heute für uns? Matthias Jung zieht seine Schlüsse aus der Diskussion um Pussy Riots und die Beschneidungsdebatte.

bilder und gedanken

Zwei Blogbeiträge habe ich heute zum Thema Pussy Riot (übersetzt: „Mösen in Aufruhr“) gelesen:

Pop, Aktion und Überlegenheitskult und

Dann mach ich was ein Baum tun würde, wenn ein …. sich an ihm kratzt…

In manchem ähnlich und doch sehr verschieden. Mir fiel beim Lesen ein, dass zur Zeit noch eine andere Frage in der Öffentlichkeit diskutiert wird, in der es um Religionsfreiheit bzw. religiöse Empfindungen und Gefühle geht: das Beschneidungsurteil des Landgerichts in Köln. In beiden Fällen geht es um Grenzen: Was in kirchlichen Räumen erlaubt? Was darf an Kindern im Namen der Religion geschehen? Und dahinter steckt die Frage: Wer entscheidet hier eigentlich über Recht und Unrecht, oder besser: über richtig und falsch? Der Staat? Die Religionsgemeinschaft? Der einzelne Mensch? Die öffentliche „Meinung“? Der Ethikrat?

Es gibt noch weitere Diskssionen, die sich um diese Fragen ranken. Wie steht es um den Dritten Weg im Arbeitsrecht? Wie soll künftig…

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Klout: Ich bin besser als Du

Klout Influence Ralf Peter Reimann 27.8.2012

Klout Influence Ralf Peter Reimann 27.8.2012

Dies das Fazit, als meine Tochter die Anzahl ihrer und meiner Freunde auf Facebook verglich. Wer mehr Freunde hat, ist einfach besser. Für Erwachsene reicht der Blick auf die Facebook-Friends nicht mehr, es gibt ja auch Twitter, Blogs und noch weitere Netzwerke, die man bei einer Bewertung einbeziehen  muss. Wie kann man da berechnen, wer vorne liegt und besser ist? Dafür gibt es seit einiger Zeit „Klout“ – aber will ich wirklich wissen, wie „gut“ ich bin auf einer Skala von 1 bis 100? Mehr von diesem Beitrag lesen

„Diesen Gott lehne ich auch ab…“

Dem Blog des „fetten Pastors“ folge ich schon einige Zeit. Robb McCoy ist Pfarrer an der Riverside United Methodist Church in Moline/USA. Ihm gelingt es gut, in moderner Sprache den Inhalt des Evangeliums angemessen  zum Ausdruck zu bringen. Verkündigung kommt bei ihm nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe, manchmal nimmt er sich dabei auch  selbst etwas auf die Schippe, so wie im Titel seines Blogs „The Fat Pastor„.

Als Beispiel, wie Verkündigung im Internet aussehene kann, habe ich dieses Beispiel aus den USA als „Reblog“ gepostet. Ich würde mich freuen, wenn wir auch „fette“ (aber eben nicht übergewichtige) Pastorinnen und Pastoren in Deutschland hätten.

The Fat Pastor

rejected godMost of the time, when I talk to someone about the god that they have rejected, it turns out that I’ve rejected that god too.  You know, the god of fear and closed-mindedness.  The god of rejection and shame.  The god that supports oppression, injustice, and bullying.  The god that calls people to violence.  The god that uses religion and ritual as a way to pacify the masses, or line the pockets of the powerful.  The god that demands right choices lest I be punished with eternal torment.  I’ve rejected that god too.   Unfortunately, there are many people that have only been told about that god, and so they have walked away.  I want to tell you about the God that I worship.

The God I worship loves me.  God loves me for all my failures, imperfections, and bad choices.  God loves me just as I am, and is…

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Gamescom: Lasset das Klagen!

gamescom

gamescom

Die Hallen der Koelnmesse sind voll, es dröhnt aus den teilweise abgedunkelten Hallen. Riesige Leinwände, das Publikum reicht vom Teenie-Alter bis zu mittleren Jahrgängen. Gamescom heißt der Event, der über eine Viertel Million Besucher in die Domstadt bringt.

Im Entertainment-Bereich, der allen Interessierten offen steht, bilden sich Menschentrauben um meterhohe Projektionsflächen, auf denen die Besucher mit- und gegeneinander ihre Lieblingsspiele spielen. Wer Zuhause auf Konsolen oder am PC spielt, kann hier in den Menschenmassen aufgehen.

In der Business-Area, die nur Fachbesucherinnen und -besuchern offensteht, zeigt sich, wer hinter den Spiele-Produktionen steht. Für Kinofilme reicht die Verwertungskette auch bis zum Konsolenspiel, folglich findet man z.B. auch Warner Bros. unter den Ausstellern.

Die Stimmung ist gut, einige haben sich als Charaktere aus der Online-Spiele-Welt verkleidet. Mehr von diesem Beitrag lesen

Zielgruppenwerbung bei Facebook – wollen wir das?

Facebook-Audience

Facebook-Audience

Wenn eine Düsseldorfer Kirchengemeinde Mitglieder für einen Gesprächskreis für lesbische alleinerziehende Mütter mit mindestens einem Kind im Alter von vier bis zwölf und Universitätsabschluss im Großraum Düsseldorf, die an christlichen Themen interessiert sind, anbieten möchte, ließe sich dieser gezielt bei Facebook bewerben. Das lassen zumindest die Auswahlkriterien für Facebook-Werbung zu. Allerdings kommt in diesem konkreten Fall der Hinweis, dass weniger als zwanzig Facebook-Nutzerinnen diese Kriterien erfüllen und der Erfolg dieser Kampagne daher nicht garantiert werden kann. Mehr von diesem Beitrag lesen

Religion bei Netizens: Bist Du dagegen oder dagegen?

Darf ein Arzt eine Beschneidung vornehmen, auch wenn diese medizinisch nicht notwendig ist, sondern aus religiösen Gründen erfolgt? Nein sagt das Landgericht Köln, das sei bei Minderjährigen verboten:

Denn im Rahmen einer vorzunehmenden Abwägung überwiege das Grundrecht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit vorliegend die Grundrechte der Eltern. Ihre Religionsfreiheit und ihr Erziehungsrecht würden nicht unzumutbar beeinträchtigt, wenn sie gehalten seien abzuwarten, ob sich das Kind später selbst für eine Beschneidung entscheidet.

Dieses Urteil wird natürlich auch im Internet diskutiert. Mehr von diesem Beitrag lesen