Souverän in der Cloud – eine Einladung

Screenshot from 2016-01-29 00:48:02Die Digitalisierung durchdringt immer tiefer unsere Gesellschaft und hat viele Facetten unseres Alltags, unserer Arbeitsabläufe und unserer Kommunikation verändert. Wie gehen Gemeinden und kirchliche Einrichtungen mit dem Digitalen Wandel um?
Blogs und Social Media, elektronische Datenverarbeitung, E-Mail- und Cloud-Dienste bieten für Kirche und Diakonie neue Chancen, aber ebenso rufen sie Skepsis hervor und werfen technische, rechtliche und medienethische Fragen auf. Mehr von diesem Beitrag lesen

Facebook ist kein Wohlfahrtsverband und Google war es auch nicht

Think!

Think!

Die öffentliche Diskussion über Datenschutz drehte sich letzte Woche um Facebooks neue Datenschutzbestimmungen. Durch ein einfaches Einloggen in Mark Zuckerbergs Netzwerk akzeptiert man die neuen Datenschutzbestimmungen, Punkt. Take it or leave it. Teilweise widersprechen geht nicht, es bleibt nur die Alternative: Mitmachen oder sich bei Facebook abmelden.

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Darf ich als Christ Google Now nutzen?

Klassischer Wecker

Klassischer Wecker

Mich weckt das Handy mit einem smarten Alarm, Minuten vor der eigentlichen Weckzeiten beginnt das Handy leise Musik zu summen, bis es zur festgesetzten dann mit einem lauten Alarm sicherstellt, dass ich tatsächlich aufstehe. Der Blick auf den Startbildschirm zeigt mir an, das es auf dem Weg zur Arbeit sich bereits Staus gebildet haben und ich zehn Minuten länger brauchen werde als normal. Also etwas schneller frühstücken. Heute entscheide ich mich fürs Tablet, auf dem ich das nach meinen Interessen zusammengestellte und personalisierte Online-Magazin lese. Dank Abgleich über die Cloud kann ich bei Leerzeiten im Laufe des Tages auf dem Smartphone weiterlesen. Rasch ins Auto. Welche Autobahn soll ich nehmen? Das Navi im Handy zeigt mir fast in Echtzeit den Stau an, so dass ich mich für die optimale Route entscheiden kann. Ich will ungestört arbeiten und schalte das Profil ein, dass unliebsame Anrufer abweist, mich aber benachrichtigt, wenn Mails von wichtigen Absendern eintreffen. Auf der Fahrt zu einem Meeting höre ich Musik, die mir meine Online-Kontakte empfohlen haben. Ich parke das Auto in einer unbekannten Straße. Ich muss mir aber den genauen Standort nicht merken, mein Handy tut automatisch es für mich. Nachdem Meeting navigiert mich mein Handy zurück zum Parkplatz. Um Zeit zu sparen, fahre ich direkt los und sage dem Handy, bring mich nach Hause. Angekommen steige ich aus und sehe, wie viele Schritte ich heute schon gegangen bin und welche Aktivitäten ich noch machen muss, um das angestrebte Fitnessziel zu erreichen. Nach dem Sport noch ein Video online ansehen, dabei verlasse ich mich auf die Empfehlung des Video-Dienstes. Erschöpft rufe ich nach dem Film dem Handy noch zu, weck mich morgen um halb sieben, und falle in den Schlaf. Mehr von diesem Beitrag lesen

Kann „Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“ gelingen? Ich bin gespannt!

SynodenlesebuchDiese Frage hat sich die EKD-Synode für ihre Tagung vom 9. bis 12. November 2014 in Dresden gewählt hat. Das Lesebuch zur Synode, das dieses Wochenende veröffentlicht wurde, bietet eine gute Einführung und eine verlässliche Übersicht, wie sich die Digitalisierung auf die Kirche auswirkt.

Ansprechend gestaltet lädt das Lesebuch zum Mitdenken ein, zum Mitdiskutieren gibt es ein Forum auf evangelisch.de,  auf dem der Kundgebungsentwurf veröffentlicht ist und wo Mitglieder der Netzcommunity Rückmeldungen geben können, die in die Synodenberatungen Eingang finden sollen.

Diese Rückmeldemöglichkeit möchte ich mit diesem Blogpost nutzen. Synodenbeschlüssen gehen in der Regel keine Kampfabstimmungen voraus, sondern man sucht nach Konsensmöglichkeiten. Dies gilt auch für die Kundgebung der EKD-Synoden. Wenn die Beratungen zu diesem Thema jedoch mehr als ein Kundtun sein sollen, was sowieso schon mehrheitsfähig ist, müssen zumindest im Beratungsprozess auch kontroverse Positionen benannt werden – gegebenen Falls als Fragen, die es noch zu klären gilt. Die Proklamierung bereits bekannter und unstrittiger Positionen entfaltet keine Wirkung, weder nach innen in die Kirche, noch nach außen in die Gesellschaft.

Mein Eindruck ist, dass der Text des Kundgebungsentwurfes strittige Punkte ausgeklammert, statt sie offensiv zur Diskussion zu stellen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Mechthild bloggt, die New York Times schweigt

Mechthild bloggt

Mechthild bloggt

Das Internet macht es möglich, auch in den USA ist man mit neuesten Nachrichten aus Deutschland gut versorgt.  Aufmacher der FAZ: sind „Die neuen Krypto-Kriege„, daneben direkt eine Meldung, dass mehr Abgeordnete ihre Mails künftig verschlüsseln wollen,  ähnlich wie die FAZ auch der Aufmacher von Spiegel Online, ich klicke weiter, die sueddeutsche.de macht die Email-Sicherheit zum Aufmacher, ich bin mir sicher, ich könnte die Websites anderer deutscher meinungsbildender Medien durchgehen und ich käme zu einem ähnlichen Ergebnis, der NSA-Skandal befeuert die deutschen Medien. Facebookfreunde und Kolleginnen und Kollegen, denen ich über Social Media folge, nehmen sich auch des Themas an. So auch Mechthild Werner im Blog der Pfälzer Landeskirche, wenn sie ihren Blogpost betitel: „Meine Daten gehörten mir„. Recht hat sie und ich habe direkt „Gefällt mir“ geklickt. Nicht die NSA, sondern die britische Version GCHQ ist das Thema in Nick Baines Blog, so warnt der in Medienfragen versierte Bischof der Church of England vor „Orwell’s nightmare„. Aber jenseits des Atlantiks sieht es anders aus. Mehr von diesem Beitrag lesen

Online-Seelsorge – wie geht das sicher? – Ein Diskussionsbeitrag

Seelsorge geht auf Menschen zu und sucht sie auf, wo sie sich aufhalten. Heute nutzen viele, gerade auch junge Menschen die Kontaktmöglichkeiten, die soziale Netzwerke bieten. Sie nehmen dort Kontakte auf und bleiben dort auch. Das bedeutet: Es ist Aufgabe der Kirche dort präsent zu sein. Andererseits stellt die Nutzung z. B. von Facebook vor nicht zu unterschätzende Datenschutzprobleme, für die sowohl aus juristischer wie aus seelsorgepraktischer Sicht nach Lösungen gesucht werden muss. Hier geht es um eine Vereinbarkeit von Datenschutz einerseits und niedrigschwelligem Zugang andererseits. Die für Online-Seelsorge und -Beratung eingesetzten technischen Lösungen müssen für Ratsuchende einfach zu bedienen sein, so dass die Technik keine neue Hürde oder Barriere darstellt. Die Vertraulichkeit der Kommunikation sollte allerdings nicht nur durch technische Maßnahmen sichergestellt sein, sondern die Geschütztheit der seelsorglichen Kommunikation sollte sich auch in der Benutzererfahrung widerspiegeln; Nutzerinnen und Nutzer sollten einen geschützen Raum für Online-Kommunikation erleben, in dem Seelsorge und Beratung geschieht. Mehr von diesem Beitrag lesen

Datenschützer über Facebook-Fanpage: „Kommunikation auf der Seite soll nicht stattfinden“

Jetzt wird es absurd: das Land Rheinland-Pfalz beteibt eine Facebook-Fanpage, die gestern neu gewählte Ministerpräsidentin Malu Dreyer fordert auf, nun zur Kommunikation mit ihr die offizielle Facebook-Seite des Landes  anstelle ihres persönlichen Facebook-Kontos zu nutzen und Edgar Wagner, der Chef-Datenschützer des Landes Rheinland Pfalz, fordert noch am selben Tage im Interview das Gegenteil:

Kommunikation auf der Seite soll nicht stattfinden. Das Ziel ist, dass auf der Seite möglichst wenig Interaktion stattfindet, damit wenige Nutzungsdaten erzeugt werden.

via Interview: Wieso Landesdatenschützer Wagner der Facebook-Kompromiss gefällt – Regionales – Rhein-Zeitung.

Was nun – Hü oder Hott? Verstehe ich den rheinland-pfälzischen Datenschutzkompromiss richtig, wenn er sagt Facebook-Nutzung ja, aber Kommunikation über Facebook nein. Mehr von diesem Beitrag lesen

Friendica in der Jugendarbeit?

Inklusion ist ein wichtiges Thema, das man in viele Richtungen auffächern kann. Inklusion ist aber auch eine Handlung, niemanden abzuhängen oder auszuschließen, weil er oder sie in ein bestimmtes Raster nicht passt. Natürlich kann und muss man Facebook auch in der Jugendarbeit nutzen, weil eben die Mehrzahl der Jugendlichen es nutzen. Gleichzeitig gilt aber auch, niemanden von Kommunikationswegen auszuschließen, weil er oder sie aus nachvollziehbaren oder nicht nachvollziehbaren Gründen kein Facebook hat. Friendica bietet sich als Alternative an. Wie das geht, schreibt Wolfgang Loest in seinem Blog.

erLoest

Friendica-LogoVor kurzem erreichte mich die Mail eines Jugendgruppenleiters, der sich für die Nutzung von Friendica im Rahmen seiner Arbeit interessiert. Er war durch einen Blogpost von Ralf Peter Reimann darauf aufmerksam geworden. Da die Fragen direkt aus der praktischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kommen, möchte ich euch die Fragen (aus Datenschutzgründen leicht verfremdet) und meine Antworten nicht vorenthalten – zum einen, weil ich hier schon über Friendica geschrieben habe, zum anderen, weil ich selbst viele Jahre in der Jugendarbeit tätig war. Vielleicht hilft es ja jemandem.

Ich bin Jugendgruppenleiter bei Träger XY. Im privaten Leben habe ich keinen facebook-Account, weil ich deren Datenpolitik gruselig finde. Ich habe schnell gemerkt, dass die Vernetzung mit Jugendlichen im ländlichen Raum nicht nur über Bus, Bahn & Homepages geschehen kann. Zwar haben die meisten Jugendlichen ohnehin einen fb-Account, aber in vielen Jugendgruppen gibt es ein, zwei fb-Verweigerer. Weil ich die natürlich nicht zur…

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Gemeindehomepages: Man muss nicht alles tun, was juristisch geht

Einladung in den Kirchenkreis Moers zu einem Workshop: „Rechte und Pflichten im Internet“ für Online-Redakteurinnen und -Redakteure der Gemeindehomepages. Ich bin kein Jurist, allerdings höre ich häufig genug von juristischen Problemen, die sich aus Gemeindehomepages ergeben. Mehr von diesem Beitrag lesen

Genial oder verzweifelt: Privatsphäre durch Facebook-User sichern?

Heute morgen entdeckte ich diesen Post auf meiner Facebook-Seite, der mich irritierte und zum Nachdenken bringt. Ich versuche ihn einzuordnen und zu verstehen.

Privatsphäre sichern

Privatsphäre sichern

Spricht hier die Verzweiflung? Mehr von diesem Beitrag lesen