Online-Seelsorge – wie geht das sicher? – Ein Diskussionsbeitrag

Seelsorge geht auf Menschen zu und sucht sie auf, wo sie sich aufhalten. Heute nutzen viele, gerade auch junge Menschen die Kontaktmöglichkeiten, die soziale Netzwerke bieten. Sie nehmen dort Kontakte auf und bleiben dort auch. Das bedeutet: Es ist Aufgabe der Kirche dort präsent zu sein. Andererseits stellt die Nutzung z. B. von Facebook vor nicht zu unterschätzende Datenschutzprobleme, für die sowohl aus juristischer wie aus seelsorgepraktischer Sicht nach Lösungen gesucht werden muss. Hier geht es um eine Vereinbarkeit von Datenschutz einerseits und niedrigschwelligem Zugang andererseits. Die für Online-Seelsorge und -Beratung eingesetzten technischen Lösungen müssen für Ratsuchende einfach zu bedienen sein, so dass die Technik keine neue Hürde oder Barriere darstellt. Die Vertraulichkeit der Kommunikation sollte allerdings nicht nur durch technische Maßnahmen sichergestellt sein, sondern die Geschütztheit der seelsorglichen Kommunikation sollte sich auch in der Benutzererfahrung widerspiegeln; Nutzerinnen und Nutzer sollten einen geschützen Raum für Online-Kommunikation erleben, in dem Seelsorge und Beratung geschieht. „Online-Seelsorge – wie geht das sicher? – Ein Diskussionsbeitrag“ weiterlesen

Social-Media-Ratgeber für Eltern?

Rechtsanwalt Tobias Schäfer scheint einen wunden Punkt getroffen zu haben: Kinderfotos auf Facebook, gepostet von ihren Eltern. Eigentlich ist sein Facebook-Post nur common sense, aber binnen einer Woche wurde er über 50.000 Mal geteilt, knapp 3.000 Mal kommentiert und über 36.000 Menschen haben “Gefällt mir” geklickt. Er schreibt:

Ihr alle seid stolz auf eure Kinder und wollt nur das Beste für sie. Dazu gehört selbstverständlich auch die Wahrung der Persönlichkeitsrechte eurer Kinder.
Wie wollt ihr euren Kindern den immer wichtigeren sorgsamen Umgang mit persönlichen Daten im Internet beibringen, wenn das Leben des Kindes schon vorher lückenlos online steht?
Das nackt am Strand spielende Kind von heute muss sich schon morgen gegen andere behaupten. Noch mehr als in eigenen Belangen muss daher gelten: Erst denken, dann posten. Oder nicht?!?

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Hilfe, ich erreiche die Konfis nicht mehr per Email

Soziale Netzwerke gehören für viele Menschen zum Alltag; Jugendliche werden heutzutage mit Social Media groß. Aber es gibt auch Einsteigerinnen und Einsteiger, Menschen, die erst jetzt beginnen, selber soziale Netzwerke für sich zu entdecken und zu nutzen. Mediennutzung muss gelernt werden, solche Lernprozesse geschehen häufig unbewusst. Social Media Guidelines geben eine Hilfestellung, wie Facebook & Co verantwortungsvoll genutzt werden können. „Hilfe, ich erreiche die Konfis nicht mehr per Email“ weiterlesen

Die digitale Zukunft kommt. Bestimmt.

„Wir Deutschen neigen besonders dazu, zu vielen Megatrends zunächst eine Abwehrhaltung aufzubauen: ‘Nein, das wollen wir nicht’ ist die Haltung. Dabei lässt sich Digitalisierung nicht aufhalten. Durch kein Gesetz. Durch keine Blockade.“

Dies sagt Gunter Dueck, einstiger Chefstratege von IBM und IT-Vordenker. Mit anderen Worten: Die digitale Zukunft kommt. Bestimmt. Sie lässt sich nicht durch eine Verweigerungshaltung aufhalten. „Die digitale Zukunft kommt. Bestimmt.“ weiterlesen

#DEKT und Social Media: Es passt

Dies sind Momentaufnahmen, eine ausführliche Analyse muss folgen. Aber damit frische Eindrücke nicht verfliegen, hier eine erste Zusammenstellung.
Vorweg, Kirchentag ohne Social Media kann ich mir nicht mehr vorstellen. Plattformen mögen sich ändern (wer mag prognostizieren, wie wir in zwei Jahren Social Networks nutzen und welche Netzwerke vorne liegen?), aber ein Kirchentag, der auf Mitmachen ausgelegt ist, braucht Social Media. „#DEKT und Social Media: Es passt“ weiterlesen

Facebook ein Alte-Leute-Medium? Was kommt danach?

Gerade bei  Social-Media-Verweigerern im kirchlichen Bereich hört man oft, dass Facebook etwas für Jugendliche sei. Oder man folgt dem Argumentationsduktus kirchlicher Gremien. Da der Jugend bekanntlich die Zukunft gehört, erhält man schneller und einfacher die Zustimmung, wenn sich das Projekt an die Jugend wendet – so muss es zumindest in der Projektbegründung stehen. „Facebook ein Alte-Leute-Medium? Was kommt danach?“ weiterlesen

Social Graph: Endlich kann ich auch dahin, wo meine Freunde essen gehen

Endlich ist die Wartezeit vorbei, beim Einloggen erhielt ich von Facebook die Mitteilung, dass die Social Graph Suche für mich freigeschaltet wurde. Irgendeinen Benefit musste ich ja doch noch haben, dass ich Facebook immer noch in English (USA) nutze, deutschsprachige Facebook-Nutzerinnen und -Nutzer müssen noch warten.

Restaurants, die meinen Facebook-Freunden gefallen
Restaurants, die meinen Facebook-Freunden gefallen

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Datenschützer über Facebook-Fanpage: "Kommunikation auf der Seite soll nicht stattfinden"

Jetzt wird es absurd: das Land Rheinland-Pfalz beteibt eine Facebook-Fanpage, die gestern neu gewählte Ministerpräsidentin Malu Dreyer fordert auf, nun zur Kommunikation mit ihr die offizielle Facebook-Seite des Landes  anstelle ihres persönlichen Facebook-Kontos zu nutzen und Edgar Wagner, der Chef-Datenschützer des Landes Rheinland Pfalz, fordert noch am selben Tage im Interview das Gegenteil:

Kommunikation auf der Seite soll nicht stattfinden. Das Ziel ist, dass auf der Seite möglichst wenig Interaktion stattfindet, damit wenige Nutzungsdaten erzeugt werden.
via Interview: Wieso Landesdatenschützer Wagner der Facebook-Kompromiss gefällt – Regionales – Rhein-Zeitung.

Was nun – Hü oder Hott? Verstehe ich den rheinland-pfälzischen Datenschutzkompromiss richtig, wenn er sagt Facebook-Nutzung ja, aber Kommunikation über Facebook nein. „Datenschützer über Facebook-Fanpage: "Kommunikation auf der Seite soll nicht stattfinden"“ weiterlesen

Vom Diskettenfoto zum Twitterstream

Das Video-Team ist bereit für die Übertragung von der Landessynode 2013 (l. Frank Herbers, r. Markus Kamps)
Das Video-Team ist bereit für die Übertragung von der Landessynode 2013 (l. Frank Herbers, r. Markus Kamps)

Heute beginnt die rheinische Landessynode 2013 in Bad Neuenahr. Nach sechs Jahren Pause bin ich wieder dabei. Was hat sich in der Online-Berichterstattung getan? Was ist gleich geblieben? Was hat sich verändert? „Vom Diskettenfoto zum Twitterstream“ weiterlesen

Lieber Twitter-Prägnanz als rückwärtsgewandte Ignoranz

Twitter-Screenshot
Twitter-Screenshot

Tablets, Twitter und WhatsApp sollten Kinder erst ab 14 Jahren benutzen, fordert Rechtschreibrat-Chef Hans Zehetmair, denn Twitter und SMS schaden der Sprache und gefährden das deutsche Sprachgut. Die Altersgrenze für die Nutzung dieser Medien stelle sicher, dass Jugendliche schon gefestigte Deutsch-Kenntnisse hätten und daher nicht dem Sprachverfall anheim fielen.
Man könnte diese Meldung unter #AlleJahrewieder verbuchen und vergessen, aber sie ist ob ihrer Ignoranz einfach ärgerlich und absurd. „Lieber Twitter-Prägnanz als rückwärtsgewandte Ignoranz“ weiterlesen