Gottesdienst: und alle twittern „Amen“

Eine Dialogpredigt zum Thema „Fake News“ und „Faith News“, die Predigthörerinnen und –hörer werden eingeladen, die Predigt abzuschließen, indem sie ihre Glaubensgeschichten mitteilen über Twitter, Facebook, Instagram oder Karteikarten. Diese Geschichten laufen auf eine Leinwand in der Kirche und im Videostream  ein. Am Ende schließen alle die Predigt mit Amen ab, in der Kirche sprechen es die Gemeindeglieder, wer online am Gottesdienst teilnimmt, twittert es. Mehr von diesem Beitrag lesen

Social-Media-Gottesdienst #unverzagt2017: Digitalisierung als Thema und Umsetzung

walls.io_unverzagt2017Die Digitalisierung verändert unsere Gesellschaft und unseren Alltag. Angela Merkel hat für den Satz, dass Internet Neuland sei, viel Häme im Netz abbekommen. Für uns als Kirche ist die Digitalisierung in vielen Bereichen auch ein neues Land, in dem wir uns noch zurechtfinden müssen.

Zum Reformationsjubiläum feiert die Evangelische Kirche im Rheinland 95 Gottesdienste an besonderen Orten. Kirche macht sich auf in die Welt, sie zieht aus ihren Mauern aus und bewegt sich auf andere Lebensbereiche zu.

Kirche und Digitalisierung – wie geht das zusammen? An welchen Ort können wir uns aufmachen, um uns auch vom Ort inspirieren zu lassen? Ein Rechenzentrum war ein erster Gedanke, schied aber aus praktischen Gründen aus, da es Zugangskontollen gibt und ein Rechenzentrum nicht dafür ausgelegt ist, dass sich Menschen dort versammeln. Außerdem: ein Rechenzentrum ist ein Ort, wo Computer ihren Dienst verrichten, Digitalisierung wird aber von Menschen betrieben, Computer sind nur die Instrumente dafür. Also: dahin gehen, wo Menschen Digitalisierung umsetzen, zu einem IT-Dienstleister. Mehr von diesem Beitrag lesen

Seelsorge, Social Media und Schule

medium_cover-1485813555Letzte Woche durfte ich einen Vormittag auf einer Fortbildung für Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger zum Thema Social Media gestalten.

Zunächst Daten und Zahlen, die Online-Nutzung bei Jugendlichen steigt kontinuierlich,  ein guter Gradmesser ist die ARD/ZDF-Onlinestudie 2016:

„Je jünger die Befragungsteilnehmer der Onlinestudie, desto stärker steigt ihre
Nutzungsdauer . Bei den 14 – bis 29-Jährigen um eine gute halbe Stunde auf 4:05 Stunden pro Tag“

„Unter den Social Media-Angeboten rangiert Facebook vorne: Facebook
verzeichnet 34 Prozent mindestens wöchentliche Nutzung – mit einem Plus von
sieben Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Instagram steigert sich auf 9 Prozent wöchentliche Nutzung. Es sind vor allem die ganz Jungen, die das Netzwerk erreicht: 55 Prozent der 14-bis 19-Jährigen sind wöchentlich oder öfter auf Instagram, 27 Prozent der 20-bis 29-Jährigen. Snapchat liegt mit 5 Prozent wöchentlicher Nutzung auf Platz 3 in Deutschland. Das Besondere bei Snapchat ist, dass von den 14-bis 19-Jährigenjeder Zweite den Dienst auf wöchentlicher Basis nutzt(49Prozent).Von den 20-bis 29-Jährigen sind es nur 9 Prozent und in älteren Zielgruppen fast niemand. Twitter stagniert mit 4 Prozent wöchentlicher Nutzung auf niedrigem Niveau.“ (ARD/ZDF-Onlinestudie 2016)

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Die Kunst des Nebenbei – Chance für Öffentlichkeitsarbeit im Dschungel ständig neuer Formate

„Haben Sie Spaß!“, so heißt es in den Social Media Guidelines der drei NRW-Landeskirchen. Social Media „nebenbei“ zu machen, kann nur gelingen, wenn der Twitterer, die Bloggerin, der Snapchatter oder die Facebookerin auch für ihre Einrichtungen gerne in den jeweiligen sozialen Netzwerken unterwegs sind. Wenn fachliche und Social Media-Kompetenz so zusammenkommen, ist wird die institutionelle Kommunikation im besten Sinne des Wortes persönlich.

bilder und gedanken

nebenbei

Wer sich gegenwärtig mit Öffentlichkeitsarbeit befasst, wird erschlagen von der stetig wachsenden Fülle von Formaten und Plattformen. Viele öffentliche Institutionen stehen vor der permanenten Herausforderung, hier Schritt zu halten. Dabei reagieren sie häufig in der Weise, dass sie die für Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Personen damit beauftragen, die neuen Möglichkeiten zu nutzen. Sollen hier qualitativ hochwertige Ergebnisse erzielt werden, entsteht ein Dilemma, das ich überspitzt so beschreiben möchte:

Entweder muss jede Einrichtung spätestens im Jahrestakt das Personal aufstocken, um Schritt zu halten. Mit diesem Weg aber wachsen die entsprechenden Abteilungen Jahr um Jahr und die Abstimmungsnotwendigkeiten zwischen den Öffentlichkeitsmitarbeitenden und den „eigentlichen“ Fachleuten ebenso.

Da dieser Weg unwahrscheinlich oder allein aus finanzieller Sicht ausgeschlossen ist, können die Öffentlichkeitsmitarbeitenden nur auswählen, wo sie sich – begründet und in Absprache mit den Vorständen o.ä., versteht sich – engagieren. Die Schulung von Mitarbeitenden für die Zuarbeit oder die Vorbereitung von Veröffentlichungen nimmt hier einen besonderen…

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Warum Social Media in der Gemeinde?

Screenshot Social Media

Screenshot Social Media

Warum sollte sich eine Kirchengemeinde in den Sozialen Netzwerken engagieren? Diese Frage ließe sich auch rumdrehen: Welche Gründe gäbe es, dass sich eine Kirchengemeinde in sozialen Netzwerken nicht engagieren sollte? Mehr von diesem Beitrag lesen

Social Media und Kirchengeschichte: Herausforderungen durch Crowdsourcing, Open Archives und Big Data

Social Media wird von universitärer Theologie nur marginal wahrgenommen, dies gilt auch für die Kirchengeschichte, daher freue ich mich, auf der Tagung „Reformation und Politik“ das Thema Social Media aufgreifen zu können.

 

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Unter der Dusche habe ich kein Telefon – oder die Crux mit dem Rückkanal

DLF-Morgenandacht au Facebook

DLF-Morgenandacht au Facebook

Ich gestehe, ich gehöre nicht zu den Menschen, die morgens das Radio wegen der Morgenandacht anschalten, aber ich höre gerne die Morgenandacht, wenn ich sowieso schon Radio höre. Für mich ist Radio ein klassisches Nebenbei-Medium, meistens im Badezimmer und im Auto.

Als ich gestern aus der Dusche steige, höre ich einen interessanten Kommentar zur deutschen Außenpolitik und der Krise in der Ukraine. Erst am Ende wird mir klar, es läuft noch die Morgenandacht im Deutschlandfunk, als Pfarrer Burkhard Müller seine Telefonnummer zweimal wiederholt und ein Gespräch über diese Andacht anbietet. Da ich unter der Dusche kein Telefon habe und auch keine Stifte bei uns im Badezimmer rumliegen, bin ich froh, dass am Ende auch noch eine Facebook-Anschrift erwähnt wird. Mehr von diesem Beitrag lesen

Social Media in der UCC: Das Internet belohnt den „early bird“.

Schulrucksack auf der UCC-Facebook-Page

Schulrucksack auf der UCC-Facebook-Page

63.684 Facebook-Usern gefällt die United Church of Christ (UCC) ,  zurzeit “sprechen”  4.348 über die UCC  und  710 Menschen haben online im Church House der UCC eingecheckt.  Nur zum Vergleich, die Facebook-Kennzahlen anderer Mainline Protestant Churches.

Franz von Assisis Friedensgebet – Update with Social Media

File:Saint Francis of Assisi by Jusepe de Ribera.jpg

St. Francis of Assisi (circa 1182-1220)
by José de Ribera (1591–1652

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht;
dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt;
dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo die Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

dass ich dem ein Freund bin, auch wenn jemand nur Kontakte online sucht,
dass ich genau hinhöre, wo im Chat die Stimmen einander übertönen,
dass ich anderen Respekt zeige, wo im Netz der Umgangston rau ist. Mehr von diesem Beitrag lesen

www.oekt.tumblr.com – Das Bildblog auf dem Ökumenischen Kirchentag in Voerde. Ein Erfahrungsbericht

Fotoblog vor Ort: Das Mitmachweb funktioniert, dies zeigt das Beispiel vom Ökumenischen Kirchentag in Voerde. Der Deutsche Evangelische Kirchentag hat vorgelegt, die Erfahrungen lassen sich aber auch auf die regionale bzw. gemeindliche Ebene übertragen. Digitale Kameras und Smartphones haben auch viele Besucherinnen und Besucher von Gemeindefesten und Kreiskirchentagen dabei, Social Media ist an der kirchlichen Basis längst angekommen.

bilder und gedanken

Link zum Blog: www.oekt.tumblr.com

  1. Idee, Konzeption, Vorlauf

1.1 Die Idee hatte ich während des DEKT in Hamburg, als ich über das Blog DeinBild@kirchentag.de einen Eindruck von der Atmosphäre bekam. Bei der Planung habe ich die Erfahrungen aus Hamburg aufgenommen und angepasst.

1.2 Da der ÖKT eine gemeinsame Aktion verschiedener Gemeinden war, habe ich mich im Vorfeld mit dem Vorbereitungskreis des ÖKT abgesprochen, das Bild-Blog zugleich von »meinem« Presbyterium genehmigen lassen. Damit wurde es formal zu einer Aktion der Ev. Kirchengemeinde Götterswickerhamm. Im Konfliktfall wäre so eine rechtliche Absicherung vorhanden. Auch das Impressum konnte so mit der Website der Kirchengemeinde verbunden werden.
Parallel habe ich Markus Gehling angesprochen, dem – Social Media erfahrenen – Pastoralreferenten der katholischen Gemeinde, und als Kooperationspartner gewinnen können.

1.3 Die Persönlichkeitsrechte der Menschen auf den Fotos waren zu beachten. Hier habe ich in Absprache mit Ralf-Peter Reimann und Anna Neumann (beide Internetarbeit der EKiR) den gleichen…

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