Freie Software? – Auch eine Frage des Menschenbildes

20160818_131708Wie ich zu freier Software stehe, hängt auch vom Menschenbild ab, das ich habe. Der Umgang mit Freier Software ist nicht nur eine wirtschaftliche Frage, sondern auch eine weltanschauliche. In der christlichen Tradition gibt es viele Anknüpfungspunkte, aber im Engagement für Freie Software ist ein Zusammenschluss vieler Akteure auch unterschiedlicher Weltanschauungen notwendig. Im Blick auf die christliche Tradition fand ich es sehr spannend zu lesen, wie der amerikanische Soziologe Robert Merton (links ist seine Dissertation abgebildet) beschreibt, wie die Gemeinwohlorientierung im Puritanismus (und in Deutschland im Pietismus) zu einer gesellschaftlichen Haltung führte, in dem man Wissen freizügig teilte. Solch eine Haltung wiederzuentdecken ist für die Informationsgesellschaft wichtig, damit nicht einige wenige amerikanische Internetkonzerne exklusiven Zugriff auf die Ressourcen der Informationsgesellschaft haben, sondern die Allgemeinheit, was durch Freie Software, Open Access, Open Educational Resources, Open Data sichergestellt wird.

In meinem Vortrag auf der QtCon will ich darlegen, dass die Entscheidung, sich für Feie Software zu engagieren, aus einem Menschenbild folgt, das das Teilen (Sharing) in den Mittelpunkt stellt.

Anbei eine erste Version meines Vortrages – der auf der QtCon natürlich auf Englisch gehalten wird. Kommentare, Feeback und Kritik gerne. An dieser Stelle der Hinweis, dass der Vortrag noch work in progess ist. Meine Thesen verkürzen einige Sachverhalte, ich werde sie ananderer Stelle grne ausführlicher begründen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Facebook ist kein Wohlfahrtsverband und Google war es auch nicht

Think!

Think!

Die öffentliche Diskussion über Datenschutz drehte sich letzte Woche um Facebooks neue Datenschutzbestimmungen. Durch ein einfaches Einloggen in Mark Zuckerbergs Netzwerk akzeptiert man die neuen Datenschutzbestimmungen, Punkt. Take it or leave it. Teilweise widersprechen geht nicht, es bleibt nur die Alternative: Mitmachen oder sich bei Facebook abmelden.

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Was wir von Suchmaschinen wissen sollten….

Für die meisten Menschen sind Suchmaschinen die Gatekeeper zur weiten Welt des Internet. Immer wieder erlebe ich es, dass Menschen in den Suchschlitz von Suchmaschinen Internetanschriften von Websites eintippen und so über den Umweg einer Suchmaschine eine Internetseite aufrufen.

Laut Googlewatchdog hat Google derzeit in Deutschland einen Marktanteil von über 90 Prozent, d.h. für neun von zehn Personen strukturiert Google, was sie im Web finden und wahrnehmen. Daher sollte eigentlich jeder wissen, wie Google-Suchtreffer zustande kommen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Google Zeitgeist fährt Opel

Alle Jahre wieder kommt der Jahresrückblick. Während die TV-Sender gerade warmlaufen, haben die beiden Platzhirschen des Internet Google und Facebook bereits ihre Zahlen für 2012 veröffentlicht. Die meistgesuchte Automarke? Was ist der meistgegooglete Fußballklub? Nach welchen Politikerinnen und Politikern wurde am meisten gesucht? Mehr von diesem Beitrag lesen

Brand Experience: unsere neue Religion?

Stop Praying

„Stop Praying“

„Hör mit dem Beten auf!“ – „Performanz ist unsere Religion“ – so begrüßt die Besucher ein Plakat über der Eingangstür. „Stop praying. God’s too busy to worry about your Digital Marketing, Our Religion is performance.“ So wirbt ein Aussteller auf der dmexco, der größten europäischen Messe für digitales Marketing. Werbung bedient sich religiöser Sprache. Das ist nichts Neues. Aber es geht noch einen Schritt weiter: „brand experience“ wird selbst zur Religion – Marken vermitteln Erfahrungen, die vormals der Religion vorbehalten waren. Mehr von diesem Beitrag lesen

Wer nach der Mistress sucht, läuft in die (Selbst-)Zensur

Dies ist mir noch nie passiert, gleich zwei Mal werden Ergebnisse bei einer Suche ausgeblendet. Auf meine Google-Anfrage hin erhalte ich neben einigen Treffern zweimal die Meldung, dass bestimmte Ergebnisse aus rechtlichen Gründen nicht angezeigt werden. Wieso? Weshalb? Warum? Angabe eines Grundes für diese Blockade? Fehlanzeige beim ersten der blockierten Treffer. Mehr von diesem Beitrag lesen

Lieber diskret nach Paris Hilton suchen

European Privacy Seal

Ixquick erhält European Privacy Seal

Immer wieder erlebe ich es, dass Menschen Internetanschriften in den Suchschlitz ihrer Suchmaschine eingeben, anstatt die Internetanschrift direkt in die Adresszeile des Browsers einzutippen. Diese Verhaltensweise macht deutlich, Suchmaschinen erschließen uns das Internet. Google, Bing und Co zeigen uns das Netz. Das klappt auch wunderbar, immer besser erraten die Suchmaschinen, was wir tatsächlich wollen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Multichannel-Strategie: Facebook ist ein Must

Mit dieser Überschrift gewinnt man keinen Preis der Gesellschaft für Deutsche Sprache, doch drückt sie den Konsens der Nachmittagsdiskussion bei der Tagung „Kirche im Web 2.0 – Pastoraltheologische Perspektiven“ aus. Mehr von diesem Beitrag lesen

Nähe und Distanz in sozialen Netzwerken: Freunde in der Gemeinde?

Im 15. Kapitel des Johannes-Evangeliums bezeichnet Jesus seine Jünger als seine Freunde. Innerhalb der Gemeinde spricht man dagegen meist von Schwestern und Brüdern. Geschwister kann man sich nicht aussuchen, Freunde schon. Auf Facebook, dem weltweit größten sozialen Netzwerk, lässt sich das Verhältnis verschiedener Nutzer inzwischen weiter differenzieren, der aus dem (amerikanischen) Englisch stammende Begriff „friend“ bzw. Freund ist jedoch prägend, wenn Menschen über Facebook eine Beziehung aufnehmen, sich befreunden.

„Das sind nur Freunde von Deiner Arbeit, ich aber habe echte Freunde“, sagte meine Tochter, als sie ein Blick auf den Bildschirm warf, während ich bei Facebook online war. Mehr von diesem Beitrag lesen