Projektupdate: “Google, Alexa, Siri, wo ist Gottesdienst in meiner Nähe?”

Annakirche in Aachen auf Google nach Datenkonsolidierung

Für viele Menschen ist der Erstkontakt zur Gemeinde digital, daher sind Suchdienste der Türöffner, um Gemeindeangebote vor Ort oder im Web bekannt zu machen.

Suchmaschinen oder Sprachassistenten wie Siri, Alexa und Google Assistent, die immer weiter in den Alltag vordringen, liefern oft noch keine zufriedenstellende Antwort auf Fragen wie: „Wann ist Gottesdienst in meiner Nähe?“ Deshalb hat die Evangelische Kirche im Rheinland am 1. März ein Pilotprojekt in enger Abstimmung mit der EKD-Stabstelle Digitalisierung gestartet. Die Umsetzung geschieht mit dem Spezialdienstleister Yext, der im digitalen Wissensmanagement weltweit führend tätig ist.

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Gemeindeaufbau beginnt online

Freier WLAN-Zugang in einer amerikanischen Kirchengemeinde
Freier WLAN-Zugang in einer amerikanischen Kirchengemeinde
Freier WLAN-Zugang in einer amerikanischen Kirchengemeinde

Karfreitag wollte ich in den Gottesdienst gehen, war mir aber bei der Uhrzeit unsicher. Der Gemeindebrief lag längst im Altpapier, ich musste auf Google suchen. Ich finde die Homepage der Gemeinde, aber dort sind die Gottesdienste zunächst unauffindbar. Endlich finde ich den Gemeindebrief zum Download als PDF-Datei, lade ihn herunter und finde auf den letzten Seiten den Gottesdienstplan. Es war gut, dass ich nachgesehen habe, denn in einer Gottesdienstsstätte fiel der Gottesdienstes wegen eines Passionskonzertes am Nachmittag aus.

Unternehmen legen Wert darauf, die Öffnungszeiten ihrer Filialen online richtig abzubilden. Sie wissen, eine Kundin oder ein Kunde, die vor verschlossener Türen stehen, sind frustriert und kommen in der Regel nicht mehr wieder und kaufen künftig bei der Konkurrenz.

Kirchengemeinden haben keine direkte Konkurrenz wie Discounter oder Drogerie-Märkte, aber sie müssen sich auch darum kümmern, dass Kundinnen und Kunden zu ihnen kommen. Das nennt man dann nicht Marketing, sondern Gemeindeaufbau. Die Kerngemeinde sind Stammkunden. Diese erreicht man auch durch Kanzelabkündigungen oder Schaukästen vor dem Gemeindehaus. Neukundenakquise ist eine große Herausforderung; bestehende Kundenbeziehungen aufrecht zu erhalten, ist schwierig genug. Wie erreicht man Gemeindeglieder, die (noch) dabei sind, aber nicht in Veranstaltungen auftauchen?

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Digitale Pioniere: Nachtragendes zur "Digitalisierung der Kirche" – eine kurze Replik

Website der rheinischen Kirche aus dem Jahre 1997

Ob christlicher Internet-Pionier oder doch Online-Dinosaurier, dieses Urteil mögen andere fällen. Jedenfalls bin ich seit nun zwanzig Jahren im Internet für Kirche unterwegs – in dieser Zeit hat sich viel verändert. Als ich begann, konnte man Entscheidungsträger daran erkennen, dass kein PC in ihren Büros standen, mit der Zeit hielten E-Mails Einzug im Kommunikationsalltag, wer wichtig war, erhielt seine Mails ausgedruckt. Dies hat sich seit langem geändert, heute bloggen und facebooken Leitende Geistliche.

Seit 1996 ist die EKD online, im selben Jahr gab es unter der Ägide der EKD das erste Netzwerktreffen der European Christian Internet Conference, ein Netzwerk, das bis heute kirchliche Online-Arbeit konstruktiv-kritisch begleitet.

Andreas Mertin holt zum publizistischem Rundumschlag zu Digitalisierung in der evangelischen Kirche aus mit seinem Aufsatz in tà katoptrizómena / Theomag: Digitale Pioniere: Nachtragendes zur “Digitalisierung der Kirche”. Bei der rasanten Entwicklung des Internet ist Andreas Mertins Aufriss fast schon historisch, wenn er die Suchmaschine crossbot betrachtet, die heute nur noch wenigen bekannt sein dürfte.

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User an die Macht!? – Ein Diskussionsbeitrag

Nachgedanken zur Tagung "User an die Macht?!"

Nachgedanken zur Tagung "User an die Macht?!"
Nachgedanken zur Tagung “User an die Macht?!”


Nach unserer Tagung  “User an die Macht!?” wandte sich Wolf-Dieter Zimmermann an uns als Veranstalter mit diesen “Nachgedanken”, die wir im Folgenden dokumentieren und zur Diskussion stellen.

Wolf-Dieter Zimmermann
Wolf-Dieter Zimmermann

Wolf-Dieter Zimmermann hielt selbst einen Workshop auf der Tagung und engagiert sich ehrenamtlich für Freie Software. Seit zwei Jahren organisiert er den Linuxtreff in Mülheim an der Ruhr. Dort werden zeitgleich mit dem Repair Café einmal im Monat alte Laptops (inzwischen sind es 160 Rechner) mit dem Betriebssystem Linux und komplett Freier Software lauffähig gemacht bzw. erhalten. „User an die Macht!? – Ein Diskussionsbeitrag“ weiterlesen

Relaunch: Die Dienstleistung Taufe über structured data verbreiten

Structured Data

Structured Data
Structured Data

Wir stehen vor dem Relaunch mit der landeskirchlichen Website. Mit einem Relaunch legt man Strukturen für die nächsten Jahre. Der Relaunch betrifft nicht nur die Website der Landeskirche, sondern auch die daran angeschlossenen Websites von Kirchenkreisen, Kirchengemeinden, Ämtern, Werke und Einrichtungen, die im Design und CMS der Landeskirche erstellt sind.
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Freie Software? – Auch eine Frage des Menschenbildes

20160818_131708Wie ich zu freier Software stehe, hängt auch vom Menschenbild ab, das ich habe. Der Umgang mit Freier Software ist nicht nur eine wirtschaftliche Frage, sondern auch eine weltanschauliche. In der christlichen Tradition gibt es viele Anknüpfungspunkte, aber im Engagement für Freie Software ist ein Zusammenschluss vieler Akteure auch unterschiedlicher Weltanschauungen notwendig. Im Blick auf die christliche Tradition fand ich es sehr spannend zu lesen, wie der amerikanische Soziologe Robert Merton (links ist seine Dissertation abgebildet) beschreibt, wie die Gemeinwohlorientierung im Puritanismus (und in Deutschland im Pietismus) zu einer gesellschaftlichen Haltung führte, in dem man Wissen freizügig teilte. Solch eine Haltung wiederzuentdecken ist für die Informationsgesellschaft wichtig, damit nicht einige wenige amerikanische Internetkonzerne exklusiven Zugriff auf die Ressourcen der Informationsgesellschaft haben, sondern die Allgemeinheit, was durch Freie Software, Open Access, Open Educational Resources, Open Data sichergestellt wird.
In meinem Vortrag auf der QtCon will ich darlegen, dass die Entscheidung, sich für Feie Software zu engagieren, aus einem Menschenbild folgt, das das Teilen (Sharing) in den Mittelpunkt stellt.
Anbei eine erste Version meines Vortrages – der auf der QtCon natürlich auf Englisch gehalten wird. Kommentare, Feeback und Kritik gerne. An dieser Stelle der Hinweis, dass der Vortrag noch work in progess ist. Meine Thesen verkürzen einige Sachverhalte, ich werde sie ananderer Stelle grne ausführlicher begründen. „Freie Software? – Auch eine Frage des Menschenbildes“ weiterlesen

Facebook ist kein Wohlfahrtsverband und Google war es auch nicht

Think!
Think!

Die öffentliche Diskussion über Datenschutz drehte sich letzte Woche um Facebooks neue Datenschutzbestimmungen. Durch ein einfaches Einloggen in Mark Zuckerbergs Netzwerk akzeptiert man die neuen Datenschutzbestimmungen, Punkt. Take it or leave it. Teilweise widersprechen geht nicht, es bleibt nur die Alternative: Mitmachen oder sich bei Facebook abmelden.
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Was wir von Suchmaschinen wissen sollten….

Für die meisten Menschen sind Suchmaschinen die Gatekeeper zur weiten Welt des Internet. Immer wieder erlebe ich es, dass Menschen in den Suchschlitz von Suchmaschinen Internetanschriften von Websites eintippen und so über den Umweg einer Suchmaschine eine Internetseite aufrufen.
Laut Googlewatchdog hat Google derzeit in Deutschland einen Marktanteil von über 90 Prozent, d.h. für neun von zehn Personen strukturiert Google, was sie im Web finden und wahrnehmen. Daher sollte eigentlich jeder wissen, wie Google-Suchtreffer zustande kommen. „Was wir von Suchmaschinen wissen sollten….“ weiterlesen

Google Zeitgeist fährt Opel

Alle Jahre wieder kommt der Jahresrückblick. Während die TV-Sender gerade warmlaufen, haben die beiden Platzhirschen des Internet Google und Facebook bereits ihre Zahlen für 2012 veröffentlicht. Die meistgesuchte Automarke? Was ist der meistgegooglete Fußballklub? Nach welchen Politikerinnen und Politikern wurde am meisten gesucht? „Google Zeitgeist fährt Opel“ weiterlesen

Brand Experience: unsere neue Religion?

Stop Praying
“Stop Praying”

“Hör mit dem Beten auf!” – “Performanz ist unsere Religion” – so begrüßt die Besucher ein Plakat über der Eingangstür. “Stop praying. God’s too busy to worry about your Digital Marketing, Our Religion is performance.” So wirbt ein Aussteller auf der dmexco, der größten europäischen Messe für digitales Marketing. Werbung bedient sich religiöser Sprache. Das ist nichts Neues. Aber es geht noch einen Schritt weiter: “brand experience” wird selbst zur Religion – Marken vermitteln Erfahrungen, die vormals der Religion vorbehalten waren. „Brand Experience: unsere neue Religion?“ weiterlesen