Karfreitag: Geht auch dunkles Lila?

20140418_112230An die Erzählungen meiner Großmutter aus ihrer polnischen Heimat erinnere ich mich gut. Sie gehörte zur deutschen, in der Regel evangelisch-lutherischen Minderheit in Polen. Zum feierlichen Abendmahlsgottesdienst am Karfreitag bereitete man sich gut vor. Auch wer kein regelmäßiger Kirchgänger war, ging am Karfreitag in schwarzer Kleidung selbstverständlich in die Kirche. In der Karwoche wurde die Wohnung geputzt, so dass am Feiertag selbst Stille einkehren konnte.

Vom ersten Karfreitagsgottesdienst als Vikar bleibt in meiner Erinnung, wie ich  von der leicht erhöhten Kanzel auf eine volle Kirche blickte, die Gottesdienstbesucher allesamt in schwarzer oder gedeckter Kleidung. Unsere älteste Tochter tat gestern überrascht, dass wir am Karfeitag zur Kirche gingen. Die Jüngste rief bezüglich der karfreitäglichen Kleiderordnung heute morgen beim Anziehen, “Geht auch dunkles Lila?” Mehr von diesem Beitrag lesen

IT-Strategie: „Visionen haben etwas Mystisches“

it.ekir.de

it.ekir.de

So der Meckenheimer Pfarrer Knut Dahl auf der ersten Regionalkonferenz Informationstechnologie der EKiR in Bonn über die dort vorgestellte IT-Strategie der EKiR. Damit machte er klar, dass für ihn die Richtung stimme, aber noch ein langer Weg vor uns liege, damit aus der Vision einer IT-Strategie ein konkretes IT-Rahmenkonzept werden könne. Mehr von diesem Beitrag lesen

Unter der Dusche habe ich kein Telefon – oder die Crux mit dem Rückkanal

DLF-Morgenandacht au Facebook

DLF-Morgenandacht au Facebook

Ich gestehe, ich gehöre nicht zu den Menschen, die morgens das Radio wegen der Morgenandacht anschalten, aber ich höre gerne die Morgenandacht, wenn ich sowieso schon Radio höre. Für mich ist Radio ein klassisches Nebenbei-Medium, meistens im Badezimmer und im Auto.

Als ich gestern aus der Dusche steige, höre ich einen interessanten Kommentar zur deutschen Außenpolitik und der Krise in der Ukraine. Erst am Ende wird mir klar, es läuft noch die Morgenandacht im Deutschlandfunk, als Pfarrer Burkhard Müller seine Telefonnummer zweimal wiederholt und ein Gespräch über diese Andacht anbietet. Da ich unter der Dusche kein Telefon habe und auch keine Stifte bei uns im Badezimmer rumliegen, bin ich froh, dass am Ende auch noch eine Facebook-Anschrift erwähnt wird. Mehr von diesem Beitrag lesen

YouTube – “Das habe ich euch in Bildern gesagt.”

Ralpe:

Dieses Stop Motion Video wurde im Konfirmanden-Unterricht erarbeitet. Im folgenden Blogpost schildert Pfarrer Stefan Mendling seine Erfahrungen aus der KU-Arbeit  bei #Netzkirche-Fortbildung.

Ursprünglich veröffentlicht auf #Netzkirche:

Bild

Stop-Motion-Workshop mit Konfirmandinnen in Wiesbach

Videoclips können moderne Gleichnisse sein, durch die Jugendliche die biblische Botschaft erleben, mitgestalten und weitererzählen können. Gottesdienste werden mit solchen Filmchen bereichert und können (z.B. mit YouTube) auch über die Grenzen des Gottesdienstes hinaus Menschen erreichen. Durch die Veröffentlichung auf YouTube sind außerdem Kommentare, Diskussionen, die Weiterverbreitung und die Einbettung auf anderen Seiten und sozialen Netzwerken möglich.

Mittlerweile werden pro Minute 72 Stunden Videomaterial auf YouTube hochgeladen. Jede Sekunde wird dadurch die Videoplattform um mehr als eine Stunde Video bereichert. Die “Einschaltquoten” von YouTube-Clips lassen die Deutung zu, dass Medien, die von unten nach oben (“Bottom up” statt “Top down”) funktionieren, immer mehr Aufmerksamkeit gewinnen. Die ständige Verfügbarkeit bzw. Abrufbarkeit von Videos und die Möglichkeit, YouTube-Kanäle zu abonnieren, machen es den Zuschauern leicht, die gewünschten Inhalte zu einem selbst gewählten Zeitpunkt zu sehen. YouTube ist mittlerweile die zweitgrößte Suchmaschine weltweit.

Wir haben die Chance, durch…

Original ansehen noch 184 Wörter

πάντα ῥεῖ – alles ist im Fluss

So sagt der Philosoph Heraklit. Wenn etwas in Bewegung ist, fällt es schwer, Veränderung zu bemerken. Eigentlich bräuchte es Fixpunkte, um den Wandel festzustellen. Manchmal sind es dann auch Zufälligkeiten, die zum Nachdenken anregen.

Eigentlich hatte ich mir Eric Schmidts Buch “The New Digital Age: Reshaping the Future of People, Nations and Business” bestellt, und freute mich darauf, endlich auf einer Dienstreise mal wieder zu lesen. Das Buch fand dann doch nicht den Weg in den Rucksack, mein Notebook habe – soweit ich mich erinnere – aber noch nicht vergessen. So bleibt mir statt des Lesens nun das Bloggen im Zug. Mehr von diesem Beitrag lesen

Die rote Hand im Vine

Vine-Videos sind trendy – es gibt Plattformen wie Vinescope.com, dieSammlungen dieser Sechs-Sekunden-Videos anbieten, die in Endlos-Schleife ablaufen.

Die App Vine – nun von Twitter übernommen – gibt diesen Kurzvideos ihren Namen. Die Aufnahme von Vines erfolgt vie Smartphone oder Tablet durch die App:

Mit Vine können Videos mit einer maximalen Länge von sechs Sekunden aufgenommen und veröffentlicht werden. Der Nutzer hat die Möglichkeit, auf zwei Weisen mit seinem Smartphone oder Tablet-Computer zu filmen: kontinuierlich oder mit Zwischenstopps. Gerade wegen Letzterem erinnern viele Vine-Filme an animierte GIFs, eine Technik, die in den 1990er-Jahren populär war, damals jedoch ohne Ton. Ist das Video vorbei, fängt es wieder von vorne an (Loop). Von der Ästhetik her lehnen sich viele Clips an die Idee des Stopptricks an. Twitter war an Vine unter anderem interessiert, weil es zu den kurzen Textnachrichten passte.

Facebook hat diesen Trend erkannt, und versucht mit seinem mobilen Foto-Dienst mit Instagram-Videos dagegen zu halten. Mehr von diesem Beitrag lesen

Nachtrag: Diskret sterben (2) – Das Leben feiern

Wieviel Intimität verträgt der Tod, das Sterben und das Leben? Welche Grenzen gibt es, sind sie theologisch oder kulturell bedingt?

Matthias Jungs Blogpost mit dem Link zu biglewinski.wordpress.com und Knut Dahls Hinweis auf das Video über Zion Isaiah Blick haben mich nachdenklich gemacht. Mehr von diesem Beitrag lesen

Qualtitätsicherung bei offenen Bildungsressourcen

Ein Diskussionsbeitrag der Stiftung Digitale Chancen

Von Jutta Croll, Barbara Blum und Johanna Lambertz

Offene Bildungsressourcen sind nicht erst seit dem 21. Jahrhundert ein Gegenstand der Debatten. Aber durch die breite Verfügbarkeit digitaler Medien und die damit einhergehenden Möglichkeiten der Bearbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung von Inhalten haben diese Debatten eine neue und hohe Relevanz gewonnen. Gerade im Hinblick auf eine nach wie vor bestehende Spaltung der Gesellschaft in diejenigen, die Zugang zu Wissen und Informationen haben und sich diese zu Nutze machen, und diejenigen, die nicht oder nur in geringerem Maße auf Bildungs- und Informationsangebote zugreifen können oder wollen, erscheint es notwendig, einen freien und offenen Zugang zu Bildungsressourcen zu gewährleisten. Unter informationsethischen Gesichtspunkten besteht eine Verpflichtung, insbesondere Inhalte, die mittels öffentlicher Mittel entwickelt und erstellt wurden, frei zugänglich bereitzustellen. Zu welchen Bedingungen diese Bereitstellung erfolgt, kann durch die verschiedenen so genannten Creative Commons Lizenzen festgelegt werden. Bei der Entscheidung, welche Bedingungen für den jeweiligen Inhalteanbieter geeignet sind, spielen verschiedenen Gesichtspunkte eine Rolle. Im Folgenden werden diese aus der Perspektive einer gemeinnützigen Organisation, die ohne Absicht der Gewinnerzielung Inhalte entwickelt und erstellt, beleuchtet.

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Diskret sterben

Jüdischer Friedhof in Krakau

Jüdischer Friedhof in Krakau

Die Grenze zwischen öffentlich und privat verschiebt sich immer weiter, teilweise verwischt sie. An wen richtet sich ein Facebook-Post? Was in soziale Netze gelangt, bleibt nicht mehr privat – auch wenn man in den Einstellungen die Sichtbarkeit eines Beitrages auf bestimmte Freundesgruppen beschränkt. Soziale Netze verändern daher auch den Umgang mit Tod und Sterben. Natürlich hat auch das Fernsehen Grenzen verschoben. Mehr von diesem Beitrag lesen

Datenschutz: Absolute Sicherheit gibt es nicht

Mail: Wer liest mit?

Mail: Wer liest mit?

Datenschutz steht – nicht zuletzt dank den NSA-Enthüllungen durch Edward Snowden hoch im Kurs. Kein Entscheidungsträger will sich nachsagen lassen, in Bezug auf Datenschutz versagt zu haben. Deshalb hat in einem Entscheidungsprozess der die besseren Argumente auf seiner Seite, der den Aspekt des Datenschutzes in seiner Begründung einbauen kann. So kann dann  Datenschutz schnell zu einem Totschlagargument werden. Statt Reflexhandlungen benötigen wir einen realistischen Umgang mit dem Datenschutz, nur so können wir das tun, was tatsächlich den größtmöglichen Nutzen hat. Mehr von diesem Beitrag lesen

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