Multichannel-Strategie: Facebook ist ein Must

Mit dieser Überschrift gewinnt man keinen Preis der Gesellschaft für Deutsche Sprache, doch drückt sie den Konsens der Nachmittagsdiskussion bei der Tagung „Kirche im Web 2.0 – Pastoraltheologische Perspektiven“ aus. „Multichannel-Strategie: Facebook ist ein Must“ weiterlesen

Nähe und Distanz in sozialen Netzwerken: Freunde in der Gemeinde?

Im 15. Kapitel des Johannes-Evangeliums bezeichnet Jesus seine Jünger als seine Freunde. Innerhalb der Gemeinde spricht man dagegen meist von Schwestern und Brüdern. Geschwister kann man sich nicht aussuchen, Freunde schon. Auf Facebook, dem weltweit größten sozialen Netzwerk, lässt sich das Verhältnis verschiedener Nutzer inzwischen weiter differenzieren, der aus dem (amerikanischen) Englisch stammende Begriff “friend” bzw. Freund ist jedoch prägend, wenn Menschen über Facebook eine Beziehung aufnehmen, sich befreunden.
„Das sind nur Freunde von Deiner Arbeit, ich aber habe echte Freunde“, sagte meine Tochter, als sie ein Blick auf den Bildschirm warf, während ich bei Facebook online war. „Nähe und Distanz in sozialen Netzwerken: Freunde in der Gemeinde?“ weiterlesen

Facebook im Konfi?

Letzte Woche wurde ich auf diese Idea-Meldung aufmerksam, dass eine hessische Pfarrerin Facebook zur Begleitung des Konfirmandenunterrichts verwendet:

“Die Pfarrerin Sabine Koch in Kurhessen-Waldeck macht positive Erfahrungen mit Facebook. Sie hatte festgestellt, dass alle acht Konfirmanden als Mitglieder registriert waren. Sie habe dort eine „geheime Gruppe“ gegründet, deren Beiträge nur von den eingetragenen Mitgliedern angesehen werden können. Nun lade sie per Facebook zum Unterricht ein und verweise auch auf Internetadressen zur Vorbereitung des jeweiligen Themas. [..] Sie habe erlebt, dass sich nach dem Unterricht Diskussionen über ernsthafte Themen ergeben hätten, etwa zu „Sterben und Tod“. Unter anderem wurde gefragt: „Sind wir nicht eigentlich noch zu jung, um über den Tod zu reden?“ Die Pfarrerin: „Ich glaube, im Unterricht hätten sich die Konfirmanden nicht getraut, darüber zu sprechen. Am PC hatten sie die nötige Distanz und konnten dennoch in die Tiefe gehen, weil sie wussten, dass da die Nachrichten nur von der Gruppe gelesen werden können.“
via Facebook im Konfirmandenunterricht.

Facebook als didaktisches Tool? Zwar bietet die evangelische Kirche eigene Online-Tools zur Unterrichtsunterstützung (z.B. auf rpi-virtuell) an, die religionspädagogisch gesehen einen höheren Nährwert haben, aber das Bestechende an Facebook ist: jeder und jede hat’s.  Oder doch nicht alle?

Facebook-Profil - nur nach Anmeldung sind alle Inhalte zugänglich.
Facebook-Profil - nur nach Anmeldung sind alle Inhalte zugänglich.

Zunächst: Anscheinend waren alle Konfis des Jahrgangs bei Facebook angemeldet, bevor die Pfarrerin begann, Facebook auch für den Unterricht zu nutzen.  Ein Glückwunsch an die Kollegin, dass sie weiß, wo und wie Konfis zu erreichen sind.
Ich stelle mir die Frage, hätte ich das als Pfarrer auch gemacht? Und als Vater einer Konfirmandin frage ich mich: fände ich das gut, wenn sehr persönliche Kommunikation meiner Tochter über Facebook läuft? „Facebook im Konfi?“ weiterlesen

Im Talar auf Facebook?

Wie sollen Pfarrerinnen und Pfarrer sich online zeigen? Im Talar? Mit Kollar? Oder privat leger? Das hat einerseits etwas mit der Tradition und Konfession zu tun, ist aber auch eine Grundsatzfrage: Als wer bin ich im Internet und sozialen Netzwerken präsent?
Dazu läuft gerade eine Diskussion auf evangelisch.de – auch wenn einige Randaspekte etwas schräg diskutiert werden, die Grundfrage bleibt: wie zeigen sich Pfarrerinnen und Pfarrer und andere kirchliche Mitarbeitende am besten im Netz?
Mit Kay Wick – er ist Pfarrer in Hessen-Nassau – habe ich während seines Studiensemesters diskutiert, wie er sich als Pfarrer auf Facebook vorstellt. Er hat sich dann doch für ein Foto im Talar entschieden. Damit macht er deutlich, er nutzt sein Facebook-Konto nicht als Privatperson, sondern als Gemeindepfarrer. „Im Talar auf Facebook?“ weiterlesen

Alles messbar? Alles sichtbar? Wollen wir das wirklich?

Wie transparent machen wir unsere Internetarbeit? Veröffentlichen wir unsere Website-Statistiken? Ist Transparenz ein gar christlicher Wert? Was kann, was darf, was soll öffentlich sein? Leider veröffentlichen nur ganz wenige kirchliche Websites ihre Zugriffszahlen.
Die Frage wäre dann, wieviel zählt ein Klick, man könnte auch fragen, wieviel kostet ein Klick, aber was viel interessanter wäre:  Habe ich mehr Klicks als die anderen? „Alles messbar? Alles sichtbar? Wollen wir das wirklich?“ weiterlesen

Was zählt ein Klick?

English: Infographic on how Social Media are b...
Image via Wikipedia

Nicht viele kirchliche Webangebote weisen ihre Zugriffsstatistiken aus, wie es z.B. evangelisch.de auf IVW tut. Neben dem anerkannten IVW-Verfahren gibt es noch andere Programme, die die Zugriffe messen. Man mag diskutieren, ob die Anzahl der Besucher (visitor bzw. visit) oder die der Seitenaufrufe (page impressions bzw. PI)  maßgeblich ist, jedoch sind dies etablierte Vergleichsgrößen. Ein Kollege, der im Bereich social media für eine Online-Präsenz tätig ist, erwähnte im Gespräch nur, er könne eine Statistik über die social media-Aktivitäten nicht an seine Gremien weitergeben – sie würden sie unwillkürlich mit Webstatistiken vergleichen und da käme er nicht mit. Neben den im Vergleich zu Webstatistiken geringen absoluten Zugriffszahlen ist er aber sehr zufrieden mit dem social media -Engagement, er erreicht seine Fokus-Gruppe zielgenau. „Was zählt ein Klick?“ weiterlesen

Hello world!

So lautet die Überschrift, die das System automatisch dem ersten Blogbeitrag vergibt. Auch wenn das Internet weltweit Daten zum Abruf bereit stellt, möchte ich statt mit einem anoymen Hello World lieber mit meinem ersten Blogbeitrag all die grüßen, die in der EKiR und in der Kirche in der Internetarbeit tätig sind, ob haupt-, neben- oder ehrenamtlich. „Hello world!“ weiterlesen